Denn Tiere sind keine Maschinen
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Rock around the clock

von Admin | 19. Mai 2018 | 3 Kommentare


Inspiriert von diversen Musiksendungen, in denen Künstler ihr Liedgut vorträllern, während sie dabei vor Sehenswürdigkeiten der Region stehen, veranstaltet auch Pavarotti heute seine erste Event-Tournee und kräht nur themenbezogene Arien. Auf dem Tagesbild seht ihr ihn auf der Butenlandschaukel, während er die traurige Ballade vom wippenden Hühnermädchen interpretiert, das niemals die Liebe findet, weil es mit so viel Schmackes schaukelt, dass niemand einen Aufsprung wagt. Da bleibt sicher kein Auge im Publikum trocken. Nach dem Tränenstück fürs Herz geht es weiter zur Rinderweide, wo unser Rockstar das Musikgenre wechseln und seinen Partyhit über fliegende Kühe performen wird. Beendet wird das musikalische Experiment dann im Schweinestall, wo seine Kult-Polonaise über die herausgelassene Sau auf dem Programm steht. Wir haben natürlich Karten für die gesamte Tour und sind schon in entsprechender Feierlaune.


Madame Chaya feiert ihren 8. Kuhday

von Admin | 18. Mai 2018 | 8 Kommentare


Wir sind froh, dass die Heutorte heute nicht über die Weide geflogen ist. Denn mit Chaya feiert eine Kuh ihren 8. Geburtstag, die sehr gerne ihre Grenzen auf regelmäßiger Basis austestet und dazu noch von der Natur mit einem sehr beeindruckenden Organ ausgestattet wurde.

Und das ist auch gut so, denn diese Stimmgewalt hat ihr das Leben gerettet. Eigentlich sollte ihr Weg nämlich schon am 8. Juli 2013 enden, das war der Tag, an dem sie am Schlachthof ankam. Dort schrie Chaya aber so beeindruckend ihre Not heraus, dass eine anwesende Tierärztin nicht mehr wegschauen konnte und bei dem anliefernden Landwirt eine Gnadenfrist aushandelte. Diese endete dann sogar in eine Zusage für Hof Butenland, und selbst damit war Chayas Happy End noch nicht perfekt. Denn sie musste noch eine vierwöchige Quarantänezeit überstehen, die sollte sie nicht alleine verbringen, und so konnte auch noch Dani ihr schreckliches Los als Schlachtvieh mit dem Hauptgewinn Kuhaltersheim austauschen. Also kamen beide Damen im Sommer 2013 auf den Hof.

Der Name Chaya kommt übrigens aus dem Hebräischen und bedeutet „Die Lebendige“. Und lebendig ist Chaya auf jeden Fall, wir überlegen sogar hin und wieder, ob nicht ein Übersetzungsfehler vorliegt und der Name eigentlich eher mit „Ramboline“ interpretiert werden müsste. Durch eine Hormonstörung ist Chaya nämlich mehrmals täglich auf Krawall gebürstet. Das bekommt dann der Trecker zu spüren, gerne wird der Kuhdamm blockiert und auch wir liefern uns regelmäßige Durchsetzungsduelle mit dem idealen Lexikon-Beispielbild für „Dickkopf“. Wenn auf dem Hof irgendetwas außerhalb der normalen Abläufe passiert, ist Chaya auch die Erste und öfter auch die Einzige, die das Ganze aus der ersten Reihe kommentiert und dabei austestet, ob nicht Geräte am Event teilnehmen, die eine spontane Kraftprobe gegen sie verlieren.

Allerdings ist sie wegen der Störung in Behandlung und zeigt sich heute fast vollständig von ihrer sanften Seite. So durfte Jan die Heutorte ohne Sturzhelm überreichen. Nur die Gäste Emil und Jule konnten keine Einladung vorweisen und wurden deshalb direkt mit Kopfstössen des Saales verwiesen.

Aber das ist halt Chaya, ein weiterer der schillernden und durchgehend unterschiedlichen Charaktere auf dem Hof. Und selbstredend auch einer, auf den wir nie mehr verzichten wollen. Also alles Gute, Chaya, und verzeih, dass es statt dem gewünschten Boxsack wieder nur eine Heutorte gibt. Wir finden einfach keine Kuh-Sparringspartner, die dir länger als drei Minuten gewachsen wären. Dafür bist du einfach zu „lebendig“ und bleibst es hoffentlich auch noch ein paar Jahrzehnte.


Ein ganz entspanntes Riesenbaby

von Admin | 18. Mai 2018 | 3 Kommentare


Nach dem gestrigen Video sind einige Fragen aufgekommen, weil Dina ohne ihren Sonnenschein zu sehen war. Deshalb wollen wir heute mal per Tagesbild Entwarnung geben. Mattis geht es super. Sogar so sehr, dass er das schöne Wetter geniesst und deshalb auch mal vergisst, dass er eigentlich außerhalb des Stalls immer nur an der Klaue von Mama laufen darf. Zum Glück ist Dina trotz recht autoritärer Erziehungsmethode aber so modern, dass sie ihren Riesenbabyberg nur ständig im Augen halten will und diese Totalüberwachung auch aus einigen Metern Entfernung absolvieren kann. Zumindest hin und wieder. Hauptsache der kleine 1.200-Kilo-Bub kommt abends wieder mit nach Hause und springt morgens ohne Murren aus dem Heubett. Solange das der Fall ist, kann man ihm auch ruhig mal Freiheiten lassen, solange diese in Sichtweite stattfinden. Schließlich hat man einen Ruf als „Supermuddi“ zu verteidigen.


Das tägliche Rinderzählen

von Admin | 17. Mai 2018 | 3 Kommentare


Wir überprüfen 3 – 4 Mal täglich, wie es den Rindern geht und ob wir irgendwo eingreifen müssen. Das kann schon mal in ziemliche Lauferei ausarten, da sich die Rinder die Weiden frei aussuchen können und dementsprechend verteilt ihren Tag verbringen. Wenn wir wie heute bis zur letzten Weide laufen müssen, kann so eine Runde inklusive Zählen schon mal gerne eine halbe Stunde dauern.

Den letzten Kontrollgang absolvieren wir gegen 1 Uhr auf der Krankenweide, um uns vor allem bei Herbstzeit und Luise zu vergewissern, dass alles in Ordnung ist. Sollte das nicht der Fall sein und ist es zum Beispiel zu einem Festliegen gekommen, dann kann sich die Nachtruhe schon mal gerne um 1, 2 Stunden nach hinten verschieben.


Der Butenländer Ältestenrat

von Admin | 17. Mai 2018 | 5 Kommentare

Auch Marte und Einhorn Maret geniessen in vollen Zügen die Weidesaison. Kein Wunder, müssen wir doch davon ausgehen, dass die beiden Damen vor ihrer Zeit auf Butenland nie so etwas wie Wiesen, Wind und Freiheit kennenlernen durften. Sie stammen nämlich aus einer Beschlagnahmung, und es muss schon einiges passieren und im Argen liegen, bis das in Betracht gezogen wird.
 
Inzwischen sind die zwei Omis schon seit über 2 Jahren Herdenmitglieder und mittlerweile 21 Jahre alt. Sie zelebrieren nun also ihren Ruhestand, unter Freunden, umsorgt und selbstbestimmt, einfach so, wie es jedes schmerzempfindliche und intelligente Lebewesen in einer zivilisierten Welt können sollte.

Es wird putzig

von Admin | 16. Mai 2018 | 4 Kommentare


Heute steht das Video ganz im Zeichen der Körperhygiene, denn wir richten unser Augenmerk auf einen ganz normalen Putztag bei den Rindern.

Uschi wandelt auf den Spuren von Hoffriseuse Anna und leckt Greta die Frisur, die laut der neuen „Muh aktuell“ diesen Sommer ein MUHst-Have auf den Kuhdämmen dieser Welt ist. Emil präsentiert sich gewohnt tollkühn und schrubbt Chaya den Rücken. Er hat einfach ein Kläuchen für alle Damen, das beinhaltet natürlich auch die mit berüchtigter 5-Millimeter-Zündschnur.

Janne macht keine halben Sachen und sabbert Magda das komplette Kopf-Wohlfühlprogramm aufs Haupt. Klara präsentiert sich familienorientiert und spendiert Muddi Dina eine Pflegeserie. Die hat schließlich keine Zeit, das kann jedes Elternteil verstehen, das ebenfalls ein 1.200-Kilo-Baby zuhause sitzen hat und den Sonnenschein keine Sekunde aus den Augen lassen darf.

Jette ist auch ganz Mutter und nutzt den Milchbarservice dazu aus, um Julchen die privaten und deshalb strikt familiär zu pflegenden Körperstellen zu säubern. Im Finale zeigt sich Lillja dann am pragmatischten und schlabbert einmal über die Kameralinse, damit wir euch auch zukünftig Videos präsentieren können.


Die kleine und die große Bildverschönerung

von Admin | 16. Mai 2018 | 5 Kommentare


Keine Angst, wir haben Pumba nicht zu heiß gebadet. Julchen hat auch nicht den nächsten Wachstumsschub hingelegt und höhentechnisch zu unserem Windrad aufgeschlossen. Unser zumindest selbstdeklarierter Chef vom Hunderudel ist einfach ein Opfer der Perspektive geworden und interpretiert deshalb so gekonnt Gullivers Reisen nach Lilliput. Real kommt er noch immer im schmucken Handtaschenformat daher und mutiert nur verbal und vom Selbstbewusstsein her auf Elefantengröße.


Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt

von Admin | 16. Mai 2018 | noch kein Kommentar

Nächsten Samstag laden Bremer Tierschutz- und Tierrechtsvereinigungen bereits zum sechsten Mal zu der Veranstaltung TIERLEID-FREIES-BREMEN ein, um über ihre Arbeit zu berichten und über herrschendes Tierleid aufzuklären. Ab 13 Uhr findet eine Großdemonstration durch die Innenstadt statt. Auf dem Marktplatz wird es neben vielen Informationsständen den ganzen Tag über Musikalisches und Kulinarisches vom Feinsten geben. Hof Butenland ist mit einem Stand dabei. Also kommt rum, besucht Jan und verbringt einen schönen Tag mit Information, netten Leuten und der Erweiterung eurer Geschmackswelt. https://www.facebook.com/events/492560324458669/

Bereits stattgefunden hat der Worldwide Vegan Bake Sale in Nordenham. Das ist eine Kampagne, die weltweit dazu aufruft, selbst gebackene, vegane Köstlichkeiten wie Kuchen, Torten, Muffins und Kekse auf öffentlichen Plätzen und in privat organisierten veganen Cafés zu verkaufen. Die Köstlichkeiten wurden gegen Spende an Interessierte ausgegeben. Das ProVeg Varel-Team https://www.facebook.com/provegvarel/ hat dabei unter anderem 230 € für Hof Butenland gesammelt.

Auch Katharina Deutzmann, die bereits Ende Januar ein Spendenschwimmen für Butenland veranstaltet hat https://www.stiftung-fuer-tierschutz.de/…/schwimmen-fuer-h…/ , ist auf den Geschmack gekommen und mutiert deshalb gleich nochmal zum Fisch für den guten Zweck. Diesmal wirft sie sich für uns am 26./27.Mai beim Oldenburger 24h-Schwimmen in die Fluten. Wer sie dabei unterstützen möchte, liest sich einfach nochmal den verlinkten Text aus dem Januar durch, die E-Mail-Adresse und die Rahmenbedingungen sind die gleichen geblieben.

Wir schließen mit einem Dankeschön an alle Butenländer Filialen, egal ob sie für uns backen, schwimmen, rennen, sich die Füße an Ständen platt stehen, Flyer verteilen oder uns auf andere kreative Art und Weise unterstützen. Ihr seid toll und ohne euch würde so mancher tierische Nachtisch auf dem Hof bedeutend kleiner ausfallen.


Wir schenken euch eine kleine Nacht-Quakofonie

von Admin | 15. Mai 2018 | 5 Kommentare


Wir haben euch schon unsere Krähen vorgestellt, die jedes Frühjahr auf Butenland brüten. Auch die Stockenten, die hier jährlich vorbeischauen, wurden schon in den Fokus gerückt. Die Hasen, die sich im Hofumland häuslich eingerichtet haben, sind auch schon öfter durch unsere Videos gehuscht. Deshalb wollen wir euch heute die vierte Gruppe unserer tierischen Gäste vorstellen, die hier regelmäßig Quartier beziehen und so zufrieden sind, dass sie gerne wiederkommen: Die Frösche.

Von diesen Tieren wimmelt es geradezu in den Wasserwegen um Butenland herum, deshalb wollten wir euch auf keinen Fall das Konzert vorenthalten, das hier jeden Abend stattfindet, leider nur als Audiospur, die Künstler sind etwas kamerascheu.

Frösche zählen mit den Kröten und Lurchen zu den Froschlurchen. Diese wiederum bilden mit den Schwanz- und den Schleichenlurchen die Gruppe der Amphibien. Die ersten Vorfahren dieser Tiere waren Knochenfische, die schon vor 400 Millionen Jahren lebten, auch wenn sie damals wahrscheinlich noch keine so begabten Musikgenies waren wie ihre modernen Vertreter.

Dass Frösche sich in ihrer Entwicklung die unterschiedlichsten Lebensräume erobern konnten, haben sie vor allem ihrer Haut zu verdanken. Dieses Organ ist bei Kermits Verwandten ein wahres Wunderwerkzeug und dient je nach Art zur Tarnung, bei der Fähigkeiten zutage treten, bei denen jedes Chamäleon vor Neid erblasst, zur Abschreckung, bei der sich die Frösche auf ihren Rücken werfen und mit ihrer Unterseite den Feinden signalisieren, dass sie schwer verdaulich bis giftig sind, als Sonnencreme, da sie bei tropischen Fröschen ein fettiges Sekret zum Sonnenschutz produziert, und nicht zuletzt als Kampfmittel, bei dem Drüsen ein giftiges Sekret absondern, das sogar Hunden gefährlich werden kann.

Frösche finet man nicht nur auf Butenland, sie bevölkern die ganze Welt außer den Polarregionen und den Wüsten. Dabei haben diese Tiere je nach Standort interessante Überlebensstrategien entwickelt. Es gibt Arten, die sich bei Trockenheit eingraben und so auf Regen warten, wieder andere haben eine Resistenz gegen Temperaturen bis zu 50 Grad entwickelt, indem sie ihre Körperoberfläche durch Einzug ihrer Extremitäten extrem verringern. Zusätzlich ändern sie ihre Körperfarbe auf weiß, um so Hitze besser zu reflektieren. Es gibt Arten, für die ein Wasserverlust bis zu 50 % kein Problem darstellt, was gerade für Amphibien ungeheuerlich ist und eigentlich für „Das Supertalent“ auf RTL reichen sollte.

Trotzdem hat es der Mensch natürlich geschafft, dass wir heutzutage mit einem globalen Froschsterben konfrontiert sind. Um so schöner, dass wir regelmäßig jede Menge dieser Überlebenskünstler auf Butenland begrüßen können und ihren Liedern und Erzählungen allabendlich lauschen dürfen.


Luise feiert ihren 11. Muhday

von Admin | 14. Mai 2018 | 5 Kommentare


Mit Luise feiert heute eine Butenländerin ihren 11. Geburtstag, die in ihrem Leben noch nie das Leid in der Tierindustrie erleben musste. Geboren wurde sie nämlich 2007 auf einem Schutzhof und siedelte 2008 nach Butenland um.

Ganz so sorgenfrei ist das Leben des Geburtstagskindes dann aber doch nicht, denn leider hat es ziemlich mit Arthrose zu kämpfen. Die tritt nicht nur durch Überbelastung auf, sondern kann unterschiedliche Gründe haben, unter anderem auch genetisch bedingte.

Glücklicherweise ist aber aktuell die Weidesaison angebrochen, draußen zeigt sich Luise immer deutlich beweglicher und aktiver als im Stall. Deshalb war es für uns auch von Anfang an klar, dass wir ihr und unserem zweiten Sorgenfellchen Herbstzeit diesen Genuss nicht vorenthalten dürfen und haben kurzerhand für die beiden ein wetterfestes Zelt direkt auf der Weide errichtet. So haben sie jetzt Kontakt zur Herde, können die Freiheit geniessen und danken es uns mit für ihre Verhältnisse ausgiebigen Spaziergängen durch die große Weite.

Es ist klar, dass die Arthrose bei Luise nicht aufzuhalten ist und voranschreitet. Aber genauso klar ist auch, dass die tapfere Jubilarin gewillt ist, jeden Moment auszukosten und uns hoffentlich noch lange Zeit zu überraschen. Und solange sie uns diesen Willen zeigt, werden wir sie auch mit allen Mitteln unterstützen, wo es geht, und für sie da sein, wenn sie irgendwo eine helfende Hand braucht. Das ist in einer Familie schließlich selbstverständlich.


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