Denn Tiere sind keine Maschinen
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Amanda liebt Lillja

von Admin | 7. Dezember 2018 | 7 Kommentare

Lange Zeit haben wir euch keine Updates zu einer der ganz großen Love-Storys auf unserem Hof gegeben. Das wollen wir heute ändern, obwohl sich so viel gar nicht getan hat. Amanda ist noch immer GANS verschossen in Lillja und deshalb der festen Überzeugung, dass diese Kuh in Zukunft die gemeinsamen Kinder ausbrüten sollte. Die Angebetete ist dagegen nach wie vor leicht überfordert von dem perfekt einstudierten Balzritual und fordert Raum für sich. Allerdings waren die Stupser, mit denen Lillja ihren Groupie auf Abstand hält, auch schon mal heftiger. Vielleicht höhlt der stete Tropfen ja doch den Stein und die beiden teilen sich demnächst romantisch ein Stück Kohl mit einem Schluck Tränkenwasser als Absacker. Wir halten euch selbstverständlich auf dem Laufenden.


Das 7. Tor

von Admin | 7. Dezember 2018 | 7 Kommentare


Das 7. Törchen in unserem Adventskalender wird gemeinschaftlich von Fine, Lara und Chaya aufgestossen.

Die 6jährige Fine gehört zu unserer Familie Rübergemacht und stand im April 2014 plötzlich auf unserer Weide. Die Angehörigen dieser Familie haben sich aus Eigenantrieb von unserem Nachbarn Richtung Butenland aufgemacht. Und hier gilt das Motto, dass jeder bleiben darf, der es aus eigenen Kräften auf unseren Hof schafft. Vor Fine hatte bereits die hochschwangere Dina dieses Kunststück vollbracht, nach ihr trotzten noch Elsa, Leevke und Janne Wassergräben und Sicherheitszäunen, so dass die Familie Rübergemacht mittlerweile 5 Mitglieder zählt.

Die 9jährige Lara hat bereits das 4. Törchen abgeräumt, dort findet ihr alle Infos über sie.

Chaya sollte im Juli 2013 eigentlich umgebracht werden, schrie bei ihrer Ankunft am Schlachthof aber so laut, dass eine anwesende Tierärztin davon berührt wurde und erst eine Gnadenfrist und schließlich sogar eine Vermittlung nach Butenland aushandeln konnte. Die anstehende vierwöchige Quarantänezeit sollte sie nicht alleine verbringen und rettete so auch noch Dani das Leben. Dani ist inzwischen 9 Jahre alt geworden, während Chaya im letzten Mai ihr 8. Lebensjahr vollenden konnte.


Nikolaus – Laß die Sau raus

von Admin | 6. Dezember 2018 | 10 Kommentare

Da heute der 6.12. ist, hat der Nikolaus natürlich nicht nur beim Türchenöffner Fiete die Runde gemacht. Auch die schweinegeniale Patchwork-Familie Eberhard mit Sohnemann Winfried wurde nicht vergessen. Aber war das wirklich eine gute Idee, die Säckchen zu verteilen, während die Herren ruhen und gar nichts von der Bescherung sehen können? Natürlich, denn das Nasenradar schlägt bei beiden zuverlässig an, sorgt für roten Futteralarm auf der geistigen Brücke, und dementsprechend schnell sind die Leckereien identifiziert und auf der Reise Richtung Magen.

Die beiden Süßen sind mittlerweile auch schon über 1 1/2 Jahren Butenländer. Vorher lebten der 12jährige Papa und sein 8jähriger Sohn in einem Versuchslabor. Irgendwann wurden keine Gelder für weitere Versuchsreihen bewilligt, so dass die zwei auf unseren Hof vermittelt werden konnten. Obwohl sie bis dahin noch nie in ihrem Leben mit Artgenossen, anderen Tieren, Sonnenschein, Wind und Freiheit konfrontiert wurden, lebte sich gerade Eberhard in Rekordgeschwindigkeit ein und machte sich von Tag 1 an auf Entdeckungsreise. Und auch sein schüchterner Sproß Winnie ist inzwischen längst angekommen, hat seine gemütlichen Tagesroutinen etabliert und lebt jetzt mit seinem Papa das Leben, das jedes Tier eigentlich verdient hätte.


Das 6. Törchen

von Admin | 6. Dezember 2018 | 5 Kommentare

Das Nikolaustörchen wird stilecht von Fiete aufgemacht, der keine Kosten und Mühen gescheut und sich verkleidet hat. Dabei muss man wissen, dass Rinderkindern am heutigen Datum keine Geschichten über dicke Männer mit weißem Bart und roten Mantel erzählt werden, sondern der Rinder-Nikolaus traditionell ein Ochse ist, der einen Ballen mit einem notleidenden Artgenossen geteilt hat und deshalb komplett mit Heu bedeckt ist. Fietes Kostüm ist also unglaublich authentisch und verdient hier nochmal ein Extralob.
 
An seinem Säckchen wird er sich aber nicht allzu lange erfreuen können, denn Puschek war geradezu begeistert, dass es diesmal weder in schwindelerregender Höhe angebracht wurde noch von einem gefährlichen Huhn, den natürlichen Pekinesen-Endgegnern, bewacht wird. Das Ding ist also so gut wie Geschichte, das macht aber nichts. Denn Fiete muss jetzt sowieso die nächste Runde durch den Stall machen und Julchen, Anton, Janne, Mattis und die anderen Kinder fragen, ob sie denn auch immer schön artig waren. Muh-Muh-Muh …

Tour durch die Krankenabteilung

von Admin | 5. Dezember 2018 | 8 Kommentare


Heute schauen wir mal wieder per Video in unserem Krankenstall vorbei. Dieser Name ist allerdings bei manchen Bewohnerinnen etwas irreführend, denn hier leben auch die KUHlen Damen, die es einfach aufgrund ihres Alters etwas gemütlicher angehen lassen wollen. Namentlich sind das die 22jährigen Marte und Maret, die 17jährige Herbstzeit, der 8jährige Samuell, die 11jährige Luise und die 16jährigen Mieke und Alwine. Mieke feiert übrigens am 15.12. ihr zweijähriges Butenlandjubiläum. Alwine ist erst kürzlich von der großen Herde in die übersichtlichere Rentnerinnen-Lounge gezogen, hat sich aber inzwischen super eingelebt. Wen wundert es? Man kennt sich ja sowieso vom Vorplatz und dem Klatschaustausch an der dortigen Futterraufe.


Das 5. Törchen

von Admin | 5. Dezember 2018 | 8 Kommentare


Törchen Nummer 5 in unserem Adventskalender wird von der 16 Monate alten Tilly aufgepickt. Im Oktober 2017 ist das damals 8 Wochen alte Huhn auf unseren Hof gezogen. Sie war für die Mast bestimmt, deshalb ist ihr momentanes Alter verglichen mit dem ihrer Leidesgenossen geradezu biblisch. Normalerweise werden diese Tiere je nach Art der Mast zwischen 28 und 42 Tagen alt. In Tillys Geburtsjahr 2017 lebten über 100 Millionen Tiere in der Hühnerfleischindustrie. Und obwohl der ach so bewusste Verbraucher in jedem Interview angibt, konsequent auf Bio-Haltung zu achten, stammen 97 % der Opfer aus konventionellen Betrieben, die meisten davon aus der Massentierhaltung.

Dort existieren mittlerweile Anlagen mit bis zu 200.000 Gefangenen. Einzelne Mastställe mit bis zu 10.000 aufeinandergepferchten Tieren sind die Regel, mittlerweile werden aber auch immer mehr Einrichtungen gebaut, die sogar die 40.000er Grenze erreichen. Kein Mäster spricht mehr von Lebewesen oder gar Personen, die Maßeinheit in dieser lebensverachtenden Industrie ist „Lebendgewicht pro Quadratmeter“. Aktuell liegt dieser Wert im Durchschnitt zwischen 33 und 39 kg. Wie erwähnt sprechen wir hier von einem einzigen, winzigen Quadratmeter.

Verhaltensstörungen sind unter diesen Bedingungen selbstverständlich genauso die Regel wie Krankheiten. Das Spektrum reicht von Knochendeformationen über Entzündungen und Herz-/Kreislauferkrankungen bis zu Infektionen der Atemwege. Und selbst wenn Tiere wie Tilly das Glück haben, befreit zu werden, sind sie zu einem langsamen Tod verdammt. Denn ihnen wurde das Sättigungsgefühl weggezüchtet, so dass diese Tiere ständig essen und entsprechendes Gewicht ansetzen müssen.

Auch Tilly ist mittlerweile mindestens doppelt so schwer wie ihre Hühnerfreundinnen. Sie rennt demzufolge auch nicht mehr so viel wie zu ihrer Anfangszeit auf dem Hof, oft sind ihre Bewegungen auch leicht unkoordiniert. Allerdings ging es ihr im Sommer unter der damaligen Hitze bedeutend schlechter, das kalte Wetter tut ihr sichtlich gut und sie geniesst die Zeit, die sie meist ruhend im Kreis ihrer Lieben verbringen kann. Und solange sie uns keine deutlichen Signale sendet, dass sie nicht mehr will, werden wir ihr noch so viele dieser glücklichen Tage wie eben möglich schenken. Wobei uns natürlich klar ist, dass wir hier nicht mehr von Jahren sprechen können.


Sauschweres Ratequiz

von Admin | 4. Dezember 2018 | 8 Kommentare

Im heutigen Tagesvideo haben wir eine Butenländer Prominente versteckt. Sicher, auf dem ersten Blick sieht man nur Stroh, das untypische Geräusche für eine Pflanze macht. Aber je länger der Beitrag geht, desto mehr enthüllt sich in guter alter „Dalli Klick“-Manier die gesuchte Person. Spätestens wenn wir sie mit Trauben zum kurzen Auftauchen aus dem Strohozean überreden, sollte die Lösung für jeden Leser ersichtlich sein. Trotzdem viel Spaß beim Raten. 😉


Das vierte Törchen

von Admin | 4. Dezember 2018 | 6 Kommentare


Heute übernimmt die 9jährige Lara das Öffnen des Törchens im Adventskalender. Sicher wundert ihr euch gerade, warum diese Kuh so gepflegt aussieht und damit sogar noch einen Hauch über dem auf Butenland sowieso sehr hoch angesetzten Standard liegt. Der Grund dafür ist einfach: Lara ist die beste Freundin von der Hoffriseurin Anna, muss deshalb nie um einen Termin bitten und wird quasi rund um die Uhr auf Hochglanz geleckt. So etwas macht sich dann natürlich im Erscheinungsbild zusätzlich bemerkbar.

Die beiden Kühe sind auch zusammen auf unseren Hof vermittelt worden. Vorher standen sie erst ein Jahr in Anbindehaltung und danach noch einen ganzen Sommer ohne andere Artgenossen auf einer Weide. Der damalige Besitzer dachte sich nämlich, dass sie super als Deko-Elemente für seine Grundstückswiese fungieren könnten, nur um im Herbst dann als echtes Bio-Fleisch geschlachtet zu werden. Zum Glück hat er die Rechnung ohne seine Frau gemacht, die ihm sogar mit der Scheidung gedroht hat, falls den beiden Rinderdamen auch nur ein Haar gekrümmt wird. Also kamen sie im Oktober 2010 auf unseren Hof und bereichern unsere Herdenfamilie seitdem mit ihrem KUHlen Charme und ihrer unersetzlichen Präsenz.


Song für Paul

von Admin | 3. Dezember 2018 | 2 Kommentare


Heute weiten wir unseren Adventskalender mal auch auf das Tagesvideo aus. Dort seht ihr nämlich nicht nur einen wunderschönen Ausschnitt des Konzerts, das die Musikerin, Songwriterin und langjährige Butenland-Freundin Germaid gestern auf dem veganen Weihnachtsmarkt in Bremen gegeben hat. Gleichzeitig möchten wir euch mit dem Song darauf aufmerksam machen, dass ab heute jedem Paul-Buch (das ihr hier https://onlineshop.stiftung-fuer-tierschutz.de/ bestellen könnt) eine Bonus-CD beiliegen wird. Auf diesem Tonträger setzt Germaid den im Buch enthaltenen Paul-Song gleich in 2 Versionen um, außerdem könnt ihr auch endlich das Butenland-Lied in einer fetzigen Country-Version dort finden, ebenfalls musikalisch von Germaid realisiert. Natürlich hat das Ganze nichts mit der etwas rauen Live-Qualität im Video zu tun, die drei Aufnahmen wurden in einem professionellen Studio mit vier Gastmusikern (u.a. Geige und Klavier) eingespielt. Wir sind wirklich etwas stolz auf das Ergebnis, denn das muss sich hinter keiner CD-Produktion aus den Charts verstecken.

Gerne hätten wir dieses Paket gleich zum Verkaufsstart des Buches geschnürt, aber leider war das ganze Projekt doch zeitaufwändiger als gedacht. Trotzdem muss niemand traurig sein, weil er das Buch schon erworben hat. Alle Käufer, die an der CD interessiert sind, können uns einen mit 1,45 € frankierten und an sich selbst adressierten DINA 5-Umschlag schicken, und schon macht sich die CD zu euch auf den Weg.

Mehr über Germaid findet ihr hier :
https://www.facebook.com/germaid.musik


Türchen Nummer 3

von Admin | 3. Dezember 2018 | 8 Kommentare

Das dritte Törchen in unserem Adventskalender teilen sich Emma und Janne. Es gibt keine frecheren und vor allem neugierigeren Rinder auf unserem Hof, kein Wunder also, dass es heute fast einen tierischen Auffahrunfall vor dem Säckchen gegeben hätte.
 
Die zweijährige Janne ist das jüngste Mitglied unserer Familie Rübergemacht. Fast unglaublich, dass es auch schon wieder über 1 1/2 Jahre her ist, seit sie plötzlich im April 2017 auf unserer Weide stand. Tapfer hatte sie sich vom Nachbarn durch Wassergräben und Schutzzäune gekämpft, so eine Eigeninitiative wird auf Butenland immer mit einem lebenslangen Bleiberecht und Aufnahme in unsere Herde belohnt.
 
Emma hatte einen bedeutend schwierigeren Lebensstart. Die 4jährige Kuh kommt aus einem Versuchslabor, und obwohl sie schon mit 4 Monaten nach Butenland vermittelt wurde, standen bereits ein Leberabszess, eine Lungenentzündung und eine OP im Bauchraum in ihrer Krankenakte. Außerdem bemerkten wir bei ihrer Ankunft weitere Auffälligkeiten in ihrer Physiognomie: Die untypisch herunterhängenden Ohren deuteten auf eine Hirnhautentzündung in ihrer Vorgeschichte hin, eine harte Wölbung im Halsbereich stellte sich als Callusbildung am Halswirbel heraus. Trotz dieser Diagnosen hat unser Tierarzt die Hoffnung, dass Emma ohne Ausfallerscheinungen durchaus alt werden kann.
 
So oder so haben sich die beiden Süßen ihre Leckereien zum Advent genauso verdient, wie überhaupt ein Leben in Freiheit und Selbstbestimmung. Dieses Leben, das in einer gerechten Welt für jedes Tier selbstverständlich wäre, möchten wir ihnen und unserer artübergreifenden Restherde so lange und so wunschlos glücklich wie eben möglich bieten.

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