Denn Tiere sind keine Maschinen
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Stines 11. Kuhday

von Admin | 18. März 2019 | 4 Kommentare

Heute feiert unsere Stine ihren 11. Muhday. Gerade erst im letzten Monat hat sie ihr 4jähriges Butenland-Jubiläum absolviert, denn sie kam im Februar 2015 zusammen mit ihrer Mutter Minna, die leider im letzten Jahr verstorben ist, auf den Hof. Stine musste seit ihrer Geburt in ständiger Anbindehaltung leben, in einem dunklen Stall, der sogar als einsturzgefährdet eingestuft wurde. Ob sie Kälber hatte, wissen wir nicht, allerdings haben Mutter und Tochter eine ganz andere Tortur durchmachen müssen. Denn sie hatten fast 7 Jahre lang täglich Blickkontakt, konnten sich durch die Anbindehaltung aber erst hier auf Butenland zum ersten Mal berühren. Diese Kontaktpremiere dauerte über eine Stunde und wir haben einen Auszug auch nochmal in das Video geschnitten. Ständig das eigene Kind bzw. die Mutter vor Augen haben, aber trotzdem nie Körperkontakt aufnehmen dürfen – wieso tun sich manche Menschen bloß so schwer damit, sich auszumalen, was das für eine seelische Folter sein muss?

Hier auf Butenland sind Stine und Minna dann direkt auf die Krankenweide gezogen, denn durch die ehemalige Haltungsform hatten beide die fast üblichen chronischen Klauenprobleme. Natürlich leidet auch das Muskel- und Bindegewebe entsprechend, wenn man sich tagein, tagaus über Jahre nur ein paar Schritte nach hinten oder zur Seite bewegen kann. Stine läuft zwar inzwischen in der großen Herde mit, längere Strecken als den Kuhdamm wird sie aber dennoch nicht mehr bewältigen können.

Das muss sie aber zum Glück auch gar nicht, stattdessen wird die Heutorte zum Ehrentag serviert und auch die Gästeliste ist mit Lillja sehr hochkarätig besetzt. Also lass dich feiern, liebe Stine, und nimm einen Extraschluck vom guten Butenländer Leitungswasser auf die nächsten Jahre im puren Rinderglück. Wir sind sehr froh, dass du Traumkuh zur Familie gehörst.


Zeigt her eure Hörner …

von Admin | 18. März 2019 | 3 Kommentare


Unser heutiges Tagesbild hat sich Martin erobert. Immer wieder werden wir gefragt, ob seine Hornstellung nicht für ihn gefährlich werden kann. Tatsächlich kann das der Fall sein, sobald seine Hörner auf den Schädel drücken, momentan ist das aber noch nicht der Fall und es gibt einen Freiraum. Natürlich kontrollieren wir das ständig, aber genauso natürlich greifen wir auch erst ein, wenn es sich nicht mehr vermeiden lässt. Denn die Hörner sind wichtige Werkzeuge für die Rinder, wir zitieren da erneut zwei Kapitel aus unserem Paulchen-Buch:

„Hörner wachsen den Rindern nicht ohne Grund. Sie spielen eine wichtige Rolle in der Kommunikation, bei Auseinandersetzungen um die soziale Rangordnung und beim spielerischen Umgang miteinander auf der Weide.

Behornte Tiere messen ihre Kraft Schädel an Schädel. Sie brauchen ihre Hörner zum Verhaken und versuchen, den Rivalen frontal weg zu schieben. Solange das einmal unterlegene Tier seinen Artgenossen als dominant respektiert, kommt es zu keinen weiteren Rangeleien.

Enthornten und hornlosen Tieren fehlt dieses Mittel zur fairen Auseinandersetzung, da sie bei den Kraftproben schnell abrutschen würden. Es ist deshalb einfacher, einen Rivalen in die Seite zu rammen. Das verursacht zwar keine sichtbaren, aber nicht unbedingt harmlose Verletzungen. So sind Rippenbrüche und schmerzhafte Blutergüsse bei Kämpfen enthornter Kühe häufiger anzutreffen als bei Kämpfen horntragender Tiere.

Auch starke Kopfschmerzen bis hin zu Kopfverletzungen stehen an, wenn Rinder ihre Rangordnungskämpfe ohne diese Hilfsmittel bestreiten und so frontal mit der Stirn gegeneinander prallen. Dabei sind die Kämpfe für Rinder unerlässlich, da diese Tiere innerhalb der Herde eine soziale Hierarchie schaffen. Deren Struktur ist in hornlosen Herden weniger gefestigt, weil sie nicht richtig nonverbal diskutiert werden kann.

Hörner sind aber nicht nur eminent wichtig für die Rangordnungskämpfe, darüber hinaus ersetzen sie auch die Kuhputzmaschine, wenn diese gerade mal nicht in Reichweite ist, denn mit ihnen kommt man selbst an die entlegenste juckende Stelle am Körper. Auch als Tischbesteck oder Heuhaufenzerteilungshilfe werden sie gerne benutzt, und das mit außerordentlicher Geschicklichkeit. Außerdem fühlen Rinder mit ihren Hörnern, da diese mit Nervenbahnen durchzogen sind. Durch diese Bahnen dienen sie den Arten in wärmeren Gebieten sogar als praktische Klimaanlage, über die Körperwärme abgegeben werden kann.

Unglaublicherweise helfen sie Rindern sogar bei der Verdauung, da ihre Nasennebenhöhlen bis weit in das Horn hineinreichen. So gehen Verdauungsgase nach jedem Rülpser beim Wiederkäuen bis in die Hornspitzen, wodurch die Schleimhäute der Nebenhöhlen wahrnehmen können, was gerade im Pansen abgeht. Die Kinder unter den Lesern können gerne versuchen, das als Ausrede zu benutzen, wenn es nach dem Essen mal wieder lauter wird.

Auf jeden Fall sollte nun jedem klar sein, was man Rindern antut, wenn man sie hornlos züchtet oder ihnen diese enorm wichtigen Quasi-Gliedmassen in der Kindheit ausbrennt. Das ist und bleibt eine Verstümmelung, vergleichbar mit einer Handamputation beim Menschen.“

Damit sollte geklärt sein, warum wir Martins Kopfschmuck so lange wie möglich unangetastet lassen und ihn lieber als zusätzlichen „Safety first“-Sturzhelm verkaufen. Und wer an weiteren KUHlen Infos interessiert ist, der kann sich hier https://onlineshop.stiftung-fuer-tierschutz.de/ das Paulchen-Buch sichern.


Ananas a la Diva

von Admin | 17. März 2019 | 5 Kommentare

Immer wieder erreichen uns Anfragen, dass sich LeserInnen schwer tun, eine Ananas richtig zuzubereiten. Deshalb haben wir heute nochmal mit Rosa Mariechen eine wahre Expertin in ihrer Außenküche gefilmt, denn sie hat gestern am Besuchertag wieder so eine Leckerei als Paten- bzw. Fanmitbringsel abgeräumt. Schaut euch das ruhig mehrmals an und seht dann ein, dass ihr es auf diese Weise noch nie versucht habt. Schon könnt ihr bei der nächsten Feier euren Familien- und Freundeskreis beeindrucken, indem ihr erst nur eine Ananas auf den Boden legt und dann vor versammelter Mannschaft diese Profimethode kopiert. Übt aber vor diesem Auftritt lieber mit ein, zwei Südfrüchten, gerade das Zerbeißen mit den Zähnen gestaltet sich nicht so einfach, wie es hier aussieht. Gerade deshalb sind euch bei der Performance die begeisterten „Aaaah“- und „Oooh“-Laute jetzt schon sicher, Divenehrenwort. Versucht allerdings nicht, wie unsere Schweinedame gleichzeitig einen Pekinesen mit dem Saft zu duschen, dieser Kurs ist dann doch für Fortgeschrittene.


Strafrechtler kritisiert Klöckner scharf

von Admin | 17. März 2019 | 2 Kommentare
Tut uns fast schon leid, aber auch heute widmen wir unserer Agrarministerin Julia Klöckner eine Stellungnahme. Es ist einfach zu interessant, von was für Stellen diese Frau inzwischen kritisiert wird und wie sie auf diese Kritik reagiert. Im vorgestellten Artikel ist es ein Strafrechtler, der die Positionen der Dame, die sie selber immer als Erfolge verkaufen möchte, rückstandslos auseinandernimmt. https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2019-03/46195108-massentierhaltung-strafrechtler-buelte-kritisiert-kloeckner-003.htm?fbclid=IwAR15mWhIuQMuEa67hqiV5tV3Ii1Orb3ml-vYVyeYdDGPijUJWeIf3IeJSSM
 
Wobei man beim Thema Tiertransporte https://www.sueddeutsche.de/bayern/tiertransporte-umweltministerium-1.4365567?fbclid= nicht vergessen darf, dass das ein Vorstoß der Länder war, der mit der Ministerin nicht abgesprochen wurde. Im Gegenteil hat Frau Klöckner die Vorgehensweise scharf kritisiert. https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-03/verbot-tiertransporte-laender-julia-kloeckner-kritik?fbclid= Erst als der Druck zu hoch wurde, hat sie sich mit den Vertretern der Bundesländer getroffen, nach diesem Meeting ihre Meinung mal wieder um 180 Grad gedreht, und versucht aktuell recht hilflos, das Ganze als ihren Erfolg zu verkaufen. https://www.facebook.com/watch/?v=625573841246996
 
Das ist wirklich Fremdschämen pur, denn eigentlich ahnt doch inzwischen jeder, dass das Landwirtschaftsministerium niemals gehandelt hätte, wenn die Initiative nicht von den Bundesländern ausgegangen wäre. Zumal die Debatte inklusive Handeln mal wieder nur einen Bruchteil der Transporte betrifft, nämlich die ins Ausland der Nicht-EU-Staaten, dazu auch noch beschränkt auf ganz bestimmte Länder. Wenn Frau Klöckner ihre PR-Arie auch nur ansatzweise ernst nehmen würde, dann könnte sie sich nun direkt die Transporte innerhalb der EU und in die als total anständig klassifizierten Nicht-EU-Länder angucken, dort würde sie ebenfalls auf unglaublichen Verbesserungsbedarf stoßen und könnte dementsprechend mal einen von ihr initiierten Gesetzentwurf den Ländern vorlegen. Aber darauf sollte man bei dieser Ministerin wohl nicht warten und so harren wir weiter auf ihren ersten Erfolg, der tatsächlich einer ist. Und nicht nur wie gewohnt von ihr in endlosen Schachtelsätzen eloquent als solcher dargestellt wird.

Pause mit Lisbeth

von Admin | 16. März 2019 | 4 Kommentare

In unserem heutigen Video dreht sich alles um einen Kaffee- bzw. Apfelklatsch mit Indira und Lisbeth. Die 15jährige ehemalige Milchkuh ist nun auch schon über 1 1/2 Jahre eine Butenländerin. Unvorstellbare 8 Kinder hat ihr die Milchindustrie geraubt, bis dann ihre Leistung so sehr nachgelassen hat, dass sie von ihren ehemaligen Haltern nur noch als recht zynisches Dankeschön einen Termin beim Schlachter erwarten durfte. Der wurde aber im letzten Moment doch noch in einen Trip ins Kuhaltersheim umgetauscht. Hier https://www.youtube.com/watch?v=TVrEYpJ0IvE könnt ihr euch nochmal Lisbeths Ankunft, ihren direkt erfolgten ersten Klauenpflegetermin und ihre stürmische Begrüßung in der Herde angucken. Noch am selben Abend lag die damals doch etwas Gejagte total entspannt auf der Weide und hatte ihren Platz gefunden. Daran hat sich bis heute nichts geändert und Lisbeth ist sowohl in der Herdenhierarchie als auch in unserer Familie nicht mehr wegzudenken.


Dauerregen über Butenland

von Admin | 16. März 2019 | 3 Kommentare

Da heute der Dauerregen überhaupt keine Pause mehr einlegt und für einen recht nassen Besuchertag sorgt, bietet es sich an, euch nochmal über die Wassertiere auf dem Hof zu informieren. Wir haben uns für die Enten entschieden.
 
Diese Tiere schwimmen und tauchen für ihr Leben gerne, brauchen das kühle Nass für ihre Gefiederpflege, finden dort ihr Futter und schlafen auf freier Wildbahn sogar auf Gewässern. Außerdem handelt es sich um sehr soziale Tiere. Die Männchen führen zur Balzzeit Paarungstänze auf und führen danach eine monogame Beziehung mit der Ente ihres Herzens.
In der heutigen Massentierhaltung leben schätzungsweise fast 3 Millionen Enten. Dort leben diese Tiere in geschlossenen Ställen, die Gruppengröße geht bis zu 15.000 Lebewesen. Rostböden aus Plastik, Holz oder Draht sind die Regel, selten wird auf Einstreu zurückgegriffen. Unnötig zu erwähnen, dass den Tieren ein Zugang zu größeren Gewässern verwehrt bleibt, obwohl das zu ihren elementaren Grundbedürfnissen gehört.
Die Mastdauer erreicht maximal 3 Monate, danach haben die Opfer ihr Endgewicht zwischen 3 – 5 Kilo, je nach Entenart, erreicht und werden getötet. Durch gezielte Zucht entsteht bei den Tieren ein überdimensional größer Brustbereich, ab einem gewissen Stadium können sie sich kaum mehr bewegen, da die eigene Brust zu schwer für einen aufrechten Gang geworden ist.
In der konventionellen Bodenhaltung leben bis zu 6 Enten auf einem Quadratmeter. Bei den Moschusenten wird diese Rate sogar noch verdoppelt, auf bis zu 13 Lebewesen pro Quadratmeter. Das gilt allerdings nur für die weiblichen Tiere, die Erpel haben in dieser Haltung im Endstadium ihrer Mast bereits so an Masse zugenommen, dass nur noch bis zu 7 Tiere auf einem Quadratmeter gedrängt werden können. Um in diesem unwürdigen Gedränge Verletzungen zu vermeiden, werden den Tieren die Krallen gekürzt und die Schnabelspitzen amputiert.
Enten regulieren ihre Körpertemperatur über das Wasser, deshalb sind sie in der Mast ohne Zugang zu diesem Bedürfnis oft einer Überhitzung ausgesetzt. Da in den Ställen kaum ein Luftaustausch vorhanden ist, kommt es zu einem feuchten Klima, das die Entstehung von Schadgasen wie Ammoniak begünstigt.
Immer wieder wird in den Ställen Kannibalismus beobachtet. Auch andere Verhaltensstörungen wie das sogenannte Gründeln in der Einstreu, das die Nasenlöcher verstopft, ist an der Tagesordnung. Als Gegenmaßnahme wird den Tieren wie schon erwähnt die Schnabelspitze amputiert, ein Körperorgan, das durchblutet und mit Tastrezeptoren ausgestattet ist.
Weitere auftretenden Verletzungen in dieser gängigen Haupthaltungsform sind schmerzhafte Wucherungen an Zehen und Ballen durch die Gitterböden, eine Störung der Knochendichte, sogenannte Brustblasen, die entstehen, wenn sich Lymphflüssigkeit ansammelt, Herz-Kreislauf-Probleme und Atemschwäche durch von Kot oder dem Gründeln verklebten Nasenlöchern.
Wenn die Tiere ihre Schlachtgewicht erreicht haben, ist es üblich, sie bis zu 24 Stunden hungern zu lassen, damit sie auf dem Transport nicht so viel koten. Natürlich dehydrieren diese Wassertiere dadurch vollständig. Im Schlachthof angekommen werden sie durch eine elektrische Einleitung betäubt, dafür werden sie an den Füßen aufgehängt. Die Betäubung wirkt dabei erst nach Minuten, eine Zeit, in der das absurd vergrößerte Körpergewicht nach unten drückt. Oft kommt es zu Fehlbetäubungen, so dass die Opfer ihren Kehlenschnitt bei vollem Bewusstsein erleben.

Gackipedia mit Elfriede

von Admin | 15. März 2019 | 3 Kommentare


Hühner stammen direkt von den Dinosauriern ab und haben viele Dinge mit diesen Urzeitbewohnern gemeinsam. Wer das nicht glaubt, dem empfehlen wir die Lektüre dieses Artikels: https://www.noz.de/deutschland-welt/gut-zu-wissen/artikel/1181932/wie-viel-urzeitechse-steckt-noch-im-huhn#gallery&0&0&1181932 Sie schließen oft lebenslange Freundschaften und können bis zu 90 Artgenossen voneinander unterscheiden. Zum Vergleich: Der Autor dieser Zeilen hat schon Probleme, Artgenossen vom letzten Gassigang zu erkennen, wenn sie ohne ihre Hunde aufkreuzen. Nach einer Studie italienischer Forscher können Küken rechnen, zumindest konnten sie im Test mit Plastikeiern große von kleinen Mengen unterscheiden. Dabei meistern sie das Zählen genau wie der Mensch von links nach rechts. Darüberhinaus können sich Hühner bis zu drei Minuten lang die Flugbahn eines Balles merken, was den Fähigkeiten der meisten Primaten bei ähnlichen Versuchen entspricht.

 
Diese Tiere verfügen über eine Selbstkontrolle, in Testreihen haben sie Futter nicht angerührt, um so besseres Essen zu bekommen. Außerdem können sie ihre Position in der Hackordnung einer Gruppe einordnen, beide Fähigkeiten basieren auf Selbstbewusstsein.
 
Ihre Kommunikation läuft über mindestens 24 verschiedene Gackerlaute, hinzu kommt ein großes Repertoire an visuellen Zeichen zur Verständigung. Unter anderem informieren sich diese Tiere untereinander über Futterquellen und verwenden dafür je nach Qualität dieses Futters unterschiedliche Laute. Sie können Zeitintervalle wahrnehmen, planen für die Zukunft und werden von dem Verhalten ihrer Mutter geprägt, genau so wie andere, als weitaus intelligenter eingestufte Lebewesen.
 
Die britische Biologin Joanne Edgar fand heraus, dass Hühner Mitgefühl entwickeln können. Die Wissenschaftlerin setzte die Henne und eines ihrer Küken in einen Käfig, der nur durch eine Plexiglasscheibe getrennt war, und konfrontierte das Küken mit harmlosen Luftstößen. Sogar ohne Stressrufe des Kindes geriet die Vogelmutter bei der Drangsalierung des Nachwuchses in den selben Zustand, als wenn der Luftstrom sie getroffen hätte. Diese Reaktion war ein eindeutiger Beweis dafür, dass sie mit ihrem Küken mitfühlt. Wir distanzieren uns ausdrücklich von solchen Versuchen, trotzdem sollte man das Ergebnis nicht verschweigen, denn es beweist, dass Hühner den Standpunkt von anderen Tieren einnehmen können.
 
Puschek kann auch ein Lied davon singen, dass Hühner sich durchaus vor größeren Lebewesen durchsetzen. Es gibt sogar Beobachtungen, bei denen Hühner sich zu einer Gruppe zusammengeschlossen haben, um gemeinsam Katzen zu vertreiben.
 
Zum Schluß noch etwas Romantisches: Ein Hahn, der bei einem Rangordnungskampf unterlegen ist, lockt weiterhin Hennen an , allerdings ohne das übliche „Dokdok“-Gegackere, um den Alpha-Hahn nicht auf das Rendezvous aufmerksam zu machen.
 
In unserem Tagesvideo hat Elfriede die Hauptrolle, ein durch und durch verschmustes Huhn, das ebenfalls unterstreicht, dass es sich bei diesen Tieren durch die Bank um empfindungsfähige und soziale Individuen handelt.

Make the world Greta again

von Admin | 15. März 2019 | 5 Kommentare

Heute hat unser kompletter Gänsewachdienst einen Generalstreik eingelegt, um an den „Friday for Future“-Demonstrationen teilzunehmen. Allerdings reichte der Proviant von Amanda, Hope und Nicoletta nur bis zur Grundstücksgrenze, deshalb haben sie die Anreise zur nächsten Großstadt dort abgebrochen und setzen jetzt spontan vor Ort ein Zeichen durch besonders beeindruckende Marschformationen und laute Unmutsbekundungen auf Gänsisch.
 
Wir als ihre Arbeitgeber stehen aber sowieso absolut hinter diesen Demonstrationen, wünschen allen Aktivisten deshalb viel Erfolg und ein gutes Durchhaltevermögen, und beteiligen uns selber durch ständige Öffentlichkeitsarbeit auch auf diesem Gebiet und unseren konsequenten veganen Lebenswandel.
 
Erst gestern sind wir über diesen http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/uno-bericht-menschheit-verursacht-groesstes-artensterben-seit-sauriertod-a-407085.html Artikel gestolpert, der mittlerweile 13 Jahre alt ist, ohne dass sich etwas geändert hat. Im Gegenteil hat sich die Lage verschärft und mittlerweile ist es bereits fünf Minuten nach Zwölf. Höchste Zeit also, endlich zu retten, was noch zu retten ist. Das klappt am effektivsten durch einen eigenen klimafreundlichen Lebensstil, durch das Verbreiten von Informationen und selbstverständlich durch die Unterstützung der Klimaproteste. Make the world Greta again, und das so schnell wie möglich.

Stallrunde in der XXL-Version

von Admin | 14. März 2019 | 7 Kommentare

Heute machen wir mit euch eine Stallrunde in der XXL-Version, sprich wir schauen in allen 3 Wohnzimmern vorbei. Neben den Ställen haben die Rinder in der Weidesaison freien Zugang zu insgesamt sieben Weiden mit einer Größe von über 20 Hektar, die rechts und links vom Kuhdamm erreichbar sind. Außerdem gibt es neben dem Hofplatz zusätzlich eine große Auslauffläche mit mehreren Heuraufen. Dort füttern wir täglich 2 bis 3 Ballen Heu, so aufgeteilt, dass nirgendwo Gedrängel entsteht und immer ein Buffet angerichtet ist. 5 von 5 Sternen bei Vergleichsportalen wie MUH24.de kommen eben nicht von ungefähr und wollen stets durch Spitzenservice verteidigt werden.


Entwarnung

von Admin | 14. März 2019 | 4 Kommentare

Wir hoffen, ihr habt euch am gestrigen Abend keine Sorgen um uns gemacht. Diesmal waren wir an der Funkstille völlig unschuldig, stattdessen sind Facebook und Instagram in die Knie gegangen und auch die Dropbox hat uns ihren Dienst versagt. Selbst eine kurze Entwarnung durften wir nicht posten, manche Administratoren konnten sich nicht mal anmelden, die anderen sammelten bei jedem Versuch nur Fehlermeldungen. Der ganze Spuk war ein weltweites Problem: https://www.sueddeutsche.de/digital/facebook-stoerung-1.4367357?fbclid=
 
Persönlich gehen wir ja davon aus, dass es sich tatsächlich um einen Angriff handelt, der nur erfolgen konnte, weil Facebook sich keinen so guten Herdenschutzhund wie wir leisten kann. Leider können wir Kuddel aber nicht mal auf kurzer Basis ausleihen, denn dann wäre der Hof ja völlig schutzlos und neue Bewohner wie zum Beispiel Elfriede würden total orientierungslos herumirren. Also muss unser Seebär hierbleiben und wir alle sollten deshalb fest mit den nächsten Angriffen auf Facebook rechnen. Sorry, da müssen wir einfach Prioritäten setzen.
 
Wir sollen aber von Kuddel ausrichten, dass in den weltweiten Tierheimen genug kompetente Kolleginnen und Kollegen von ihm sitzen, die auf einen Job warten. Vielleicht können sich Facebook und Co. da ja mal umsehen, alle Leser hier vorbeugend sowieso. Dieser Hinweis ist sogar eine Herzensangelegenheit von uns, denn wir haben schon viele Erfahrungen mit ehemaligen Straßenhunden gemacht und können von jeder einzelnen nur schwärmen.

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