Denn Tiere sind keine Maschinen
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Leben

von Admin | 12. Juli 2018 | 3 Kommentare


Die Butenländer Herde kann man auch hervorragend mit der Menschheit und allen anderen Arten auf dieser Erde vergleichen. Sie ist bunt, besteht aus Individuen mit den unterschiedlichsten Charakteren und Persönlichkeiten, und am Ende möchte jeder nur sein Leben in Freiheit führen und dabei ein bißchen geliebt werden. Was auf Butenland bereits so prima klappt, dass es selbstverständlich geworden ist.

Die Menschheit muss dagegen noch ziemlich daran arbeiten, bis sie begreift, dass sie inner- und außerhalb ihrer Spezies jedem Lebewesen mit Respekt begegnen muss und wie egal es eigentlich ist, welche Hautfarbe das Gegenüber besitzt, ob es Fell, Federn, Schuppen aufweist oder nackt daherkommt, in welchem Land es geboren wurde oder in welcher Sprache es sich äußert.

Albert Schweitzer hat es schön mit dem Satz „Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will“ zusammengefasst. Eigentlich ist das so eine schlichte und einfache Erkennnis, dass sie sogar der oft sehr begriffsstutzige Mensch begreifen müsste. Wir geben die Hoffnung jedenfalls nicht auf. Während Chaya, Klara, Dina und auch alle Bewohner, die es nicht auf das Tagesbild geschafft haben, das Motto bereits ganz natürlich ausleben und darüber nicht mal nachdenken mussten. Wie beneidenswert.


Saumäßige Bettlaune

von Admin | 11. Juli 2018 | 4 Kommentare


Die Vergesellschaftung von Erna mit Rosa Mariechen und der restlichen Schweinebelegschaft hatte zur Folge, dass alle Betten wild durchgetauscht wurden. Zuerst hat sich Erna bei Ebi und Winnie breitgemacht, so sind die beiden zu Rosa Mariechen gezogen, die deshalb das einzig noch freie Bett von Erna belegt hat.

So weit, so gut, nur liegt Ernas Ex-Schlafgemach im hinteren Stallbereich, von wo aus die Diva jetzt nicht mehr die Eingangstür im Auge hat. Als Prominente ist man aber natürlich an jedem Gossip interessiert, auch wenn man ihn nicht selber produziert hat. Die Situation ist also eigentlich unhaltbar, wir sind deshalb sehr gespannt, was da noch für Umräumaktionen in den nächsten Wochen anstehen.

Vielleicht sollten wir einfach ein Guckloch für Mariechen sägen oder noch besser eine Schweinezeitung einführen, über die sie sich dann jederzeit auf dem neuesten Stand halten kann. Gerade Puschek ist ja sowieso überall dabei, da wäre es doch sicher nicht zuviel verlangt, ihm ein Diktiergerät umzuhängen, damit er seine Abenteuer immer direkt auf Band kläffen und dann stündlich brühwarm bei Rosa Mariechen nacherzählen kann. Da ist sicher auch das eine oder andere Tässchen Ananassaft für ihn drin, die Hausbar von einer Diva ist ja selbstverständlich mit allem PIGpapo ausgestattet. Wir setzen das mal auf die To-Do-Liste, denn die selbsternannte Queen von Butenland ist momentan not amused.


Vegan Summer in Eckernförde

von Admin | 11. Juli 2018 | noch kein Kommentar

Wir sind mit einem Infostand dabei und freuen uns auf euch:

Samstag und Sonntag 14. Juli – 15. Juli, jeweils ab 11 Uhr.
Kurpark Eckernförde, Preußerstraße 1, 24340 Eckernförde

http://vegansummer.de/


Gourmet Rudi

von Admin | 10. Juli 2018 | 8 Kommentare

Unser Rudi ist Ende April 16 Jahre alt geworden und man merkt ihm doch an, was das für ein biblisches Schweinealter darstellt. Er steht jetzt seit zwei Wochen unter Dauermedikation. Zum einen erhält er Entwässerungstabletten gegen seinen Herzhusten, die hervorragend anschlagen und durch die es ihm deutlich besser geht. Außerdem geben wir ihm Metacam, da seine Arthrose auch unaufhaltsam voranschreitet und dafür gesorgt hat, dass er sich in den letzten Wochen mehrmals festgelegen hat. Auch diese Medizin wirkt und erleichtert unserem Grumpy Pig den Alltag.

Zumindest das Zeitfenster, das er noch wach mitbekommt, denn inzwischen schläft er fast 23 Stunden am Tag. Das klingt aber schlimmer, als es in Wirklichkeit ist, denn auch früher tendierte Rudi gerade zu einem Winterschlaf und kam in dieser Jahreszeit auch kaum aus dem Heubett. So dramatisch hat sich das also gar nicht verändert, die Wege sind einfach nur noch kürzer geworden und die Anlässe können mittlerweile mit „Toilette“ und „Mahlzeit“ zusammengefasst werden.

Der letzte Punkt ist auch nicht ganz so einfach, denn wie das im hohen Alter so ist, musste auch Rudi der Zahnfee einigen Tribut zollen. So fehlen ihm nun einige Backenzähne, was dazu geführt hat, dass wir auf die Konsistenz seiner Nahrung achten müssen. Erschwerend kommt hinzu, dass wir unserem Schweinesenioren nichts pürieren dürfen, es sei denn, wir möchten das Zeug empört entgegen gespuckt bekommen. Also schwören wir beim Rudi-Speiseplan auf Gemüse aus dem Glas und schneiden den Rest so klein wie möglich.

Etwas schwierig ist auch, dass Rudi beim Essen zum Rosa Mariechen mutiert und eine ziemliche Diva an den Tag legt. Früher war unser Grummeleber kulinarisch sehr süß unterwegs, momentan sollte es lieber etwas deftiger sein, was sich aber schon morgen wieder ändern kann. Das Ende vom Lied ist, dass wir ihm sein Essen auf einer Porzellanplatte servieren und dort sowohl Kartoffeln, Möhren und Erbsen anbieten, aber daneben auch Heidelbeerjoghurt mit Haferflocken und Melone zur Auswahl stellen. Vorbereitet im Lagerraum warten auch noch andere Alternativen, die wir sofort herauskramen, wenn sich der Herr so gar nicht mit dem Tagesmenü anfreunden kann.

Diese ständige Abrufbereitschaft hat dazu geführt, dass Rudi kaum noch meckert, da er sehr zufrieden mit dem Service ist. Wir hoffen, dass wir noch lange Zeit für ihn springen dürfen, immerhin ist unser unvergessene Prinz Lui auch 17 Jahre alt geworden, und warum sollte Rudi nicht ganz neue Rekordmarken aufstellen? An uns soll es bestimmt nicht liegen.


Hanni – damals und heute

von Admin | 10. Juli 2018 | 2 Kommentare

Kaum etwas entlarvt die Quälerei in der Tierindustrie besser als Vergleichfotos, die zeigen, in welchen Verschlägen die meisten Butenländer früher vor sich hin vegetieren mussten und wie sie aktuell ihr Leben führen. Deshalb posten wir heute mal wieder zwei Fotos, die Hannis Vergangenheit und Gegenwart dokumentieren.

Inzwischen ist sie 15 Jahre alt und seit April 2012 auf unserem Hof. Davor lebte sie fast 10 Jahre in einem Milchbetrieb, in dieser Zeit wurden ihr 8 Kinder geraubt. Die Schwangerschaft einer Kuh dauert wie beim Menschen 9 Monate, geschlechtsreif sind diese Tiere mit etwa 2 Jahren. Mit diesen Informationen kann sich jeder selbst ausrechnen, dass Hanni quasi ein Leben in Dauerschwangerschaft führen musste, ohne dass sie auch nur eines ihrer Kälber behalten, geschweige denn sich länger als wenige Sekunden nach der Niederkunft mit ihm befassen durfte. Wie fast alle Butenländer, die aus der Milchwirtschaft kommen, erbrachte sie irgendwann nicht mehr die gewünschte Leistung, das Todesurteil für die Tiere in dieser eiskalten Branche.

Hanni bekam durch die Vermittlung nach Butenland ihre zweite Chance, eine Chance, von der zigtausende Artgenossen nur träumen können. Diesen Wesen wird stattdessen jedes Jahr der Nachwuchs geraubt, solange, bis ihr Körper den Weg der eigenen Psyche folgt, ebenfalls aufgibt und dann die letzte Reise Richtung Schlachtermesser antritt. Das Ganze für einen Schluck Milch oder einen Bissen Fleisch, obwohl diese Dinge mittlerweile problemlos über pflanzliche Alternativen konsumiert werden können, ohne schmerzempfindliche, soziale und selbstbewusste Mitlebewesen dafür zu misshandeln. Verstehen oder nachvollziehen können wir das leider längst nicht mehr.


Pleiten, Pech und Pannen

von Admin | 9. Juli 2018 | 4 Kommentare


Das heutige Tagesvideo wird wahrscheinlich von Youtube zensiert, denn wir zeigen euch Szenen, die nichts für schwache Nerven sind.

Los geht es mit Puschek Löwenherz, der mal kurz Hope zeigt, dass er zwar großen Respekt vor den gefiederten Bewohnern hat, aber sich längst nicht alles gefallen lässt. Beachtet bitte den geordneten Rückzug von unserem Gänserich, der war für ihn nämlich eine Premiere, da er noch nie den Kürzeren gezogen hat. Dafür hat er die Flucht doch wirklich sehr formvollendet und elegant hinbekommen, oder?

Danach werden die Verhältnisse wieder gerade gerückt und Puschek muss sich in der Butenländer Version vom „Rumble in the Jungle“ Frau Prillan geschlagen geben. Gegen diese raffinierte Kombination aus Flügeldeckung und Schnabelkontern ist einfach kein Kraut und schon gar kein Pekinese gewachsen.

Überhaupt tut sich unser Vampirgraf schwer bei der Verteidigung von Hühnerattacken. Das wird auch in der Wiederholung des Schlagabtausches deutlich, den sich Puschek mit dem Zorro unter den neuen Hühnern geliefert hat. Aber gut, immerhin wurde ihm kein Z ins Fell gepickt, das hätte also auch wesentlich schmachvoller ausgehen können.

Zum Schluß darf er dann aber in seine standesgemäße Rolle als Held zurückschlüpfen, indem er Indira nicht direkt aus akuter Seenot befreit, ihr aber doch tapfer beisteht. Durch die anhaltende Trockenheit im Norden sind unsere Wassergräben ziemlich mitgenommen, das wollten wir etwas durch Sammeln von blockierenden Ästen auffangen. Wir mussten Indira die Spezialhose dafür zuerst förmlich aufdrängen, aber gehen davon aus, dass sie schon dankbar war, als es plötzlich nur „Blubb“ machte und sie bis zur Hüfte in einer natürlichen Schlammpackung stand. Da lachten dann nicht nur die Hühner, sondern auch unsere Kamerafrau räumte einen mittelschweren Lachkrampf ab. Gut, dass Puschek als einziger die Ruhe behalten hat, Indira Mut zubellte und dann die Rettung koordinierte. Was da alles hätte passieren können ohne den PeKINGnesen von Butenland …


KUHle Mutterliebe

von Admin | 9. Juli 2018 | 8 Kommentare


Das heutige Tagesfoto bildet stolze 2.000 Kilo Mutter-Kind-Glück ab, Dina steuert 800 Kilo dazu bei, ihr ganzer Stolz Mattis bringt über 1.200 Kilo auf die Waage.

Die toughe Mama machte sich im August 2011 hochschwanger vom Nachbarsbauern auf den Weg nach Butenland, drei Tage später brachte sie ihren Prachtburschen auf die Welt. Der bald 7jährige Mattis weicht ihr bis zum heutigen Tag kaum von der Seite und selbst wenn er hin und wieder auf Freiersfüßen wandelt, geschieht das immer im Sichtbereich seiner Suppermuddi. Sollte sich ein Mensch ohne abgesprochenen Termin allzu forsch dem kleinen Sonnenschein nähern, dann kann es leicht passieren, dass kurz die Erde bebt, weil Muddi im gestreckten Galopp angerast kommt. Die beiden sind einfach ein weiterer Beweis dafür, dass der Mensch kein Monopol auf Mutterliebe besitzt und gerade so soziale Tiere wie Rinder in Sachen Familienbildung absolut auf Augenhöhe mit dem Homo sapiens liegen. Wenn sie ihm nicht sogar wie auf vielen anderen Gebieten überlegen sind.


Die Butenländer Hofperle und Kraulkrake

von Admin | 8. Juli 2018 | 3 Kommentare


Eine der schwierigsten Anforderungen auf Butenland erwächst aus der Tatsache, dass alle Bewohner realisiert haben, wie viele Hände ein menschliches Wesen zur Verfügung hat. Da zählen dann im Ernstfall keine Ausreden ala „Hey, ich kraule gerade Erna, du bist danach dran!“ Solange die zweite Hand unbeschäftigt ist, quetscht man sich halt dazwischen so wie im Video Pippilotta und fordert das Multitasking-Talent der Zuständigen in der Streichelschicht heraus.

Wobei Indira sogar noch froh sein kann. Denn sobald sich unter den Bewohnern herumspricht, dass ein Mensch noch über zwei Beine verfügt, die mit etwas Konzentration auch durchaus zur Massage taugen, und auch die Nase mit ein bißchen Übung vielversprechende Schubber-Ergebnisse produzieren kann, dann stehen hier demnächst noch ganz andere Twister-Runden für Fortgeschrittene an. Aber hey, mit der richtigen Atemtechnik geht das dann sicher als Tai-Chi-Grundkurs durch, und das ist doch momentan voll im Trend.


Die Butenländer Wildbienenwiese

von Admin | 8. Juli 2018 | 8 Kommentare

Das Insektensterben hält ungebremst an, manche Stellen messen inzwischen Rückgänge in der Population von circa 75 %. Diese Zahlen sollten jeden Leser beunruhigen, denn gerade am Überleben der Bienen hängt die gesamte Existenz der Menschheit. Wenn demnächst niemand mehr die Pflanzen bestäubt und sich diese deshalb nicht mehr vermehren können, dann sieht es düster aus. Doch viele Menschen haben schon Probleme bei der Unterscheidung zwischen Honig- und Wildbienen, obwohl nur letztere für die Flora überlebenswichtig sind, gleichzeitig aber auch die Art stellen, die stark vom Aussterben bedroht ist. Im Kleinen kann jeder mit einer Blumenwiese gegensteuern, da zieht voll das Prinzip der vielen kleinen Hände, die an vielen kleinen Orten in der Summe Großes bewirken. Heute möchten wir euch deshalb den Butenländer Beitrag vorstellen, in der Hoffnung, ganz viele Nachahmer zu finden. Wer sich tiefer in das Thema einlesen möchte, dem empfehlen wir diese informative Seite: https://www.wildbienen.info/


Suhlenexperten unter sich

von Admin | 7. Juli 2018 | 4 Kommentare


Wir befürchten, dass Puschek seinen Beruf als Bademeister demnächst wieder an den Nagel hängen wird. Es machen sich schon erste gelangweilte Ausfallerscheinungen wie offenes Gähnen bemerkbar. Auch seine Aufmerksamkeit wird kaum auf den Pool gerichtet, sondern schweift öfter ins Umfeld ab.

Das Ganze war aber eigentlich auch von Anfang an zum Scheitern verurteilt, denn um einen glühenden Motorsport-Fan wie unseren Pekinesen bei der Stange zu halten, müsste sich Rosa Mariechen circa 200 km/h schneller durch ihre Suhle bewegen. Davon kann sie aber im wahrsten Sinne des Wortes nur träumen, denn sie legt sogar lieber ein komplett entschleunigtes Schläfchen im Pool ein. Das ist vergleichbar mit einem Formel-1-Rennen, das nur aus einem Boxenstopp besteht. Kein Wunder also, dass Adrenalin-Junkies wie Puschek von so etwas nicht mitgerissen werden.

Zum Glück steckt in unserer Diva aber auch jede Menge Nilpferd, so müssen wir uns wenigstens um ein Ertrinken keine Sorgen machen. Wir schreiben die Stelle trotzdem mal intern aus, uns wäre einfach wohler, wenn demnächst Eberhard, Martin oder ein anderer Rettungsschwimmer den Hasselhoff macht. Immerhin gilt bei uns Safety first.


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