Denn Tiere sind keine Maschinen

Die Hunde

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Pippilotta: Die Hündin, die schneller markiert als ihr Schatten

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„Ich markier die Welt, widdewidde bis sie mir gefällt,
ob Wand, ob Stuhlbein, egal, alles piesel ich ein.
Ich hab nen Hof, Menschen, mehr als ein Pferd,
und an allem, was ich mag, wird mein Harninhalt entleert.“

Herzlichen Glückwunsch, Sie waren Zeuge der Uraufführung des offiziellen Pippilotta-Butenland-Titelsongs. Wobei der Hang zum Extremurinieren wahrscheinlich auch ein bißchen unsere Schuld ist. Man kann einem Hund wohl nicht die Verniedlichungsform von Urin als Namen geben und auch noch ein „lotta“, also das englische Wort für „Eine Menge“, dranhängen, und dann erwarten, dass das neue Familienmitglied die „Pippi Langstrumpf“-Referenz erkennt. Eigentlich musste das ja praktisch von ihr als Aufforderung zum Freistil-Pinkeln aufgefasst werden.

Zumal die elfjährige Mallorca-Dame sowieso schnell in ihrem Alltag lernen musste, mit ihren Waffen zu kämpfen. Wer fast sein komplettes Leben in einem Massenzwinger verbringt und sogar die Tötungsstation kennenlernt, der muss sich gerade als kleine Person anders als durch bloßes Auftreten durchsetzen. Da hat Pippilotta eben raffiniert den Weg des Urins gewählt, denn durch Anstrullen lassen sich in jeder Hundegemeinschaft schnell Besitzverhältnisse klären.

Hier auf Butenland hat diese Einstellung dazu geführt, dass wir seit ihrer Ankunft im Dezember 2016 das Hundeessen getrennt in Einzelräumen reichen, weil unser Süß/Niedlich/Pinscher-Mix an keinem Futternapf vorbeigehen kann, ohne direkt hineinzupinkeln. Aber Separees sind ja eigentlich in jedem Gourmetrestaurant der Hit, warum sollten wir das unseren Hunden also nicht ebenfalls gönnen? Außerdem besteht durchaus die Hoffnung, dass Pippilotta bald erkennt, dass sie bei uns nicht mehr um ihre Portion kämpfen muss, womit diese Umstände beim Servieren dann sowieso Geschichte wären.

Auch das Markieren im Haus bekommen wir langsam in den Griff, zumal uns da die anderen Hunde großartig unterstützen und nicht darauf eingehen. Dass das nicht selbstverständlich ist, haben wir spätestens gemerkt, als ein vierbeiniger Besuch die Herausforderung unserer spanischen Urinella angenommen und mit ihr über mehrere Tage eine Harnolympiade veranstaltet hat. Aber eigentlich sind wir auch wieder selbst Schuld, dass wir nicht zeitnah die Übertragungsrechte an diesem spannenden Wettkampf an einen Spartensender verkauft und so die Taten unserer zwei Sprinkleranlagen in eine finanzielle Win-Situation verwandelt haben.

Allerdings tut man Pippilotta sehr unrecht, wenn man sie nur auf ihre überaktive Harnblase reduziert. Denn sie ist eine unglaublich verschmuste Hündin, die ständig ihre Schoßzeiten bei dem Menschen einfordert, zu dem sie Vertrauen gefasst hat. Darüberhinaus ist sie auch die Erste, die keine Bewegung im Haus verpasst und sich jedem neuen Geräusch stellt, indem sie direkt mutig an den jeweiligen Tatort tippelt und die Situation unerschrocken kommentiert. Unnötig zu erwähnen, dass jeder Butenländer super mit der älteren Dame auskommt und sich gerne Essen von ihr stiebitzen lässt, das dann als weitere gelernte Überlebenstaktik an geheimen Orten gebunkert wird. Kurzum; Pippilotta ist eine Traumhündin und aus der Butenland-Familie nicht mehr wegzudenken. Und das kann kein Harndrang dieser Welt ändern, schon gar nicht, wenn man tägliche Fortschritte auf dem Gebiet bemerken kann.

Sie möchten eine Patenschaft für die Demnächst-Besitzerin (nach abgeschlossener Markierungsorgie) von Hof Butenland übernehmen? Dann klicken Sie bitte hier:  http://www.stiftung-fuer-tierschutz.de/spenden/patenschaft/

Pumba: Kleiner Krawallmacher ganz groß

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Pumba ist ca. zehn Jahre alt und seit dem 31. Mai 2015 ein Hof Butenländer. Er wurde schwer verletzt auf der Straße gefunden, sofort zum Tierarzt gebracht und operiert. Offensichtlich war Pumba ein Streuner, denn im Tierheim von Alicante (Spanien) meldete sich niemand, der ihn vermisste. Die letzten drei Monate vor seinem Umzug nach Hof Butenland lebte Pumba in einer Pflegestelle und erholte sich. Ein Vorderbein ist leicht deformiert, bereitet ihm aber keine Probleme; der kleine Wirbelhund läuft mit uns über die Wiesen und Weiden als hätte er nie etwas anderes getan.

Charakterlich ist Pumba etwas schwierig, er will gerne zu den ganz großen seiner Art gehören und möchte auch im Haus der Anführer sein. Wir müssen hier konsequent sein, damit er seinen Platz im Rudel findet und die Grenzen kennt. Damit machen wir täglich Fortschritte und wir hoffen, dass Pumba nach und nach seine Verlustängste ablegen wird, die sein „Platzhirschverhalten“ mit verursachen. Er weiß es eben nicht anders.

Pumba ist ein süßer kleiner Kerl, der noch lernen muss, dass sich die Welt nicht immer nur um ihn drehen kann. Vorerst folgen wir mit ihm dem Motto „Müdelaufen –  das entspannt und macht gute Träume“.

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Pinocervo: Ein Traum von einem Hund

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Pinocervo ist ein Herdenschutzhund und lebte seit dem Welpenalter zwölf Jahre lang in einem Tierheim auf Sardinien, bis wir auf ihn aufmerksam wurden. Gefunden haben wir ihn über die Tiervermittlung von Streunerherzen e.V. – an dieser Stelle auch noch einmal ein kuhler Dank an den Verein für die vorbildliche Vermittlung, die kompetenten Infos und die schnelle Vorkontrolle. Wir können diesen seriösen Verein guten Gewissens empfehlen.

Nachdem wir Pino-Eisbärhund Ende Mai 2014 vom Flughafen in Düsseldorf abgeholt hatten und mit ihm nach Hause gefahren sind, hat er schon die ersten Ausflüge gemacht, sich wohlwollend frisieren lassen, findet ein Haus von innen schon sehr seltsam und ist mit allen Tieren hier sehr gut verträglich. Pino ist sehr verkuschelt und genießt Kraulen am ganzen Körper – wenn es nach ihm geht, stundenlang. Er hat ja auch viel nachzuholen… Wir freuen uns riesig über unseren Familienzuwachs und die Butenland-Herde hat in ihm einen wunderbar flauschigen Freund und Beschützer erhalten. Pino, du bist ein wahrer Traumhund!

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