Denn Tiere sind keine Maschinen

Abschiede

Danksagung an die Patinnen und Paten

Wir möchten uns an dieser Stelle im Namen jedes Butenland-Tieres, welches von Ihnen unterstützt wurde, herzlich bedanken. Auf Hof Butenland versuchen wir den Tieren ein freies und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, doch leider kommt auch für die tierischen Bewohner irgendwann die Zeit Abschied zu nehmen. Nachfolgend gedenken wir der Tiere, die von uns gegangen sind.

Beim Aufgang der Sonne und bei ihrem Untergang erinnern wir uns an sie;
Beim Wehen des Windes und in der Kälte des Winters erinnern wir uns an sie;
Beim Öffnen der Knospen und in der Wärme des Sommers erinnern wir uns an sie;
Beim Rauschen der Blätter und in der Schönheit des Herbstes erinnern wir uns an sie;
Zu Beginn des Jahres und wenn es zu Ende geht, erinnern wir uns an sie;
Wenn wir müde sind und Kraft brauchen, erinnern wir uns an sie;
Wenn wir verloren sind und krank in unserem Herzen, erinnern wir uns an sie;
Wenn wir Freude erleben, die wir so gern teilen würden, erinnern wir uns an sie;
So lange wir leben, werden sie auch leben, denn sie sind nun ein Teil von uns, wenn wir uns an sie erinnern.

(jüdisches Gebetbuch)

Lotta

(* 31.12.2006 † 20.05.2016)

Sie ist nun frei
und unsere Tränen
wünschen ihr Glück
Johann Wolfgang von Goethe

Lotta, geboren am 31.12.2006 lebte seit Juni 2008 auf Hof Butenland. Seit vergangenem Herbst litt sie zunehmend unter Gelenkproblemen. Das Aufstehen fiel schwerer, so dass sie bereits zum Winter in Krankenstall-und weide umzog. In den letzten Tagen verschlechterte sich ihr Zustand so sehr, dass wir sie erlöst haben.
Für Lotta: https://www.youtube.com/watch?v=qHFxncb1gRY

Es gibt eine Dame, die sich sicher ist, dass alles Gold ist, was glänzt.
Und so erwirbt sie eine Treppe in den Himmel – die Stufen ins Glück.
Sie weiß, wenn sie dort ankommt, kann sie mit einem Fingerschnippen alles
bekommen, weswegen sie herkam.
Und sie erwirbt eine Treppe in den Himmel.
Und so wie wir den (Lebens-)Weg abspulen, unsere Schatten größer als unser Herz, geht da eine Dame, die wir alle kennen, die in weißem Licht erstrahlt und uns zeigen will, wie sich alles immer noch in Gold verwandelt.
Und wenn du ganz genau hinhörst, wird der Einklang schließlich auch dich erreichen, wenn alle eins sind und eines alles bedeutet, ja, ein Felsen zu sein und sich nicht mehr zu bewegen.
Und sie erwirbt eine Treppe in den Himmel.

 

Prinz Lui

(* April 1998 † 20.3.2016)

Ich ließ meinen Engel lange nicht los,
und er verarmte mir in den Armen
und wurde klein, und ich wurde groß:
und auf einmal war ich das Erbarmen,
und er eine zitternde Bitte bloß
Da hab ich ihm seine Himmel gegeben, –
und er ließ mir das Nahe, daraus er entschwand;
er lernte das Schweben, ich lernte das Leben,
und wir haben langsam einander erkannt…
Rainer Maria Rilke

Wir konnten Prinz Lui nicht mehr helfen. Die Medikamente brachten nicht die erhoffte Wirkung, und so haben wir Prinz Lui heute morgen erlöst.
Prinz Lui, geb. im April 1998 lebte seit 11 Jahren mit uns.
Unser Prinz verstand es, mit seinem Charme jeden um die Klaue zu wickeln, so dass seine Wünsche (fast) immer erfüllt wurden und er stets im Mittelpunkt des Geschehens stand. Wir werden unsere männliche Dramaqueen und seine skandalösen Auftritte sehr vermissen.
Prinz Lui war ein großer Musikfan. Stundenlang saß er in seinem Korb, daneben das Radio und lauschte seiner Lieblingsmusik.
Knowing Me, Knowing You – Für Lui, ein letztes Lied, wie er es liebte: https://www.youtube.com/watch?v=VjIyfY4dMFc

Kein sorgenfreies Gelächter mehr
Stille bis ans Ende unserer Tage
Ich gehe durch ein leeres Haus
Tränen in meinen Augen
Hier ist es wo die Geschichte endet,
Dies ist der Abschied
Wie ich mich kenne, wie ich dich kenne
Gibt es nichts, was wir tun können
Wie ich mich kenne, wie ich dich kenne
Müssen wir uns dem stellen,
Dieses mal ist es endgültig vorbei
Eine Trennung ist niemals leicht, ich weiß,
Aber ich muss gehen
(Ich muss jetzt gehen, ich muss gehen, jetzt ich weiß)
Wie ich mich kenne, wie ich dich kenne
Ist es das Beste, das ich tun kann
Erinnerungen, gute Tage, schlechte Tage
Sie werden immer bei mir seinv
In diesen altvertrauten Zimmern
Spielten einst Kinder
Nun ist da nur Leer,
Nichts zu sagen
Wie ich mich kenne, wie ich dich kenne
Gibt es nichts, was wir tun können
Wie ich mich kenne, wie ich dich kenne
Müssen wir uns dem stellen,
Dieses mal ist es endgültig vorbei
Eine Trennung ist niemals leicht, ich weiß,
Aber ich muss gehen
(Ich muss jetzt gehen, ich muss gehen, jetzt ich weiß)
Wie ich mich kenne, wie ich dich kenne
Ist es das Beste, das ich tun kann

 

Pietje

(* 9.7.2005 † 7.3.2016)

Pietje, geb. am 9.7.2005 lebte seit Juni 2008 mit uns.
In unserem Beisein und inmitten ihrer Herde brach Pietje unerwartet und plötzlich zusammen und verstarb wenige Minuten später vermutlich an einer Lungenembolie.
Pietje wurde damals als junges Kalb in Holland entdeckt. Sie lag völlig geschwächt auf der Weide. Mit viel Geduld und großem Aufwand wurde Pietje soweit aufgepäppelt, bis sie transportfähig war.

Zum Abschied für Pietje:
https://www.youtube.com/watch?v=cIQuItwVO0w

…Immer wenn ich dich besuch,
fühl ich mich grenzenlos.
Alles andre ist von hier aus so weit weg
Ich mag die Ruhe hier
zwischen all den Bäumen,
als ob es den Frieden auf Erden wirklich gibt.
Es ist ein schöner Weg,
der unauffällig zu dir führt,
ja ich hab ihn gern,
weil er so hell und freundlich wirkt.
Ich habe Blumen mit.
Weiß nicht, ob du sie magst…..
will nicht, dass du dir Sorgen machst.
Und so red ich mit dir wie immer,
so als ob es wie früher wär,
so als hätten wir jede Menge Zeit.
Ich spür dich ganz nah hier bei mir
kann deine Stimme im Wind hör’n
und wenn es regnet, weiß ich, dass du manchmal weinst
bis die Sonne scheint,
bis sie wieder scheint.
Ich soll dich grüßen
von den andern, sie denken alle noch ganz oft an dich
Und so red ich mit dir wie immer
und ich verspreche dir,
wir haben irgendwann wieder jede Menge Zeit.
Dann werden wir uns wieder sehn.
Du kannst dich ja kümmern, wenn du willst,
dass die Sonne an diesem Tag auch auf mein Grab scheint.
dass die Sonne scheint,
dass sie wieder scheint ……

 

Käthe

(* 26.4.2002 † 9.10.2015)

Für all die Zeiten, in denen du zu uns hieltest
Für all die Wahrheit, die du uns vor Augen führtest
Für all die Freude, die du in unser Leben brachtest
Für all das Unrecht, dass du wieder Recht machtest
Für jeden Traum, den du wahr werden ließest
Für die Liebe, die wir in dir fanden
Werden wir dir immer dankbar sein.

Käthe wurde am 26.4.2002 frei auf Hof Butenland geboren. Sie blieb scheu und distanziert uns gegenüber. Sie lebte ihr eigenes Leben und in ihrer eigenen Welt. In den letzten Monaten lief sie verlangsamt, die Gelenkprobleme verschlechterten sich. Während der letzten Tagen lag sie viel. Morgens konnte Käthe nicht mehr selbstständig aufstehen und lag fest. Wir konnten nichts mehr für sie tun. Der gerufenene Tierarzt kam schnell und erlöste Käthe.

Für Käthe – immer in unseren Herzen:

Weißt nur, dass du sie liebst, wenn du sie gehen lässt.
Und du lässt sie gehen…… Du siehst sie, wenn du deine Augen schließt.
Vielleicht wirst du eines Tages verstehen, warum

An die Decke in der Dunkelheit starrend.
Das gleiche leere Gefühl in deinem Herzen.
Liebe kommt langsam und vergeht so schnell.
Nun, du siehst sie, wenn du einschläfst.
Niemals zu berühren und niemals zu halten.
Weil du sie zu sehr geliebt hast.
Und du tauchst zu tief.

 

Angelika

(* 20.1.2002 † 5.10.2015)

Angelika Abschied

Einschlafen dürfen, wenn man müde ist,
eine Last fallen lassen dürfen,
die man lange getragen hat,
ist eine gute Sache.

(Hermann Hesse)

Angelika lebte seit Juni 2008 auf Hof Butenland.

Wir entdeckten Angelika Muh bei einem Bauern. Sie war völlig abgemagert. Der Bauer hatte versucht, während der Geburt Angelikas Kalb mit einem Strick herauszuziehen und dabei den Geburtskanal verletzt. Sie kam in eine Klinik, wo sie medizinisch versorgt wurde und eine aufgetretene Labmagenverlagerung operativ behoben wurde. Angelika hat sich danach aber nicht mehr richtig erholt und war als Milchkuh für den Bauern wertlos geworden. Dank guter und intensiver Pflege wurde Angelika wieder gesund und zunehmend selbstbewusster. Angelika hat sich lange Zeit den Job der Herdenchefin mit Frieda geteilt und wurde dadurch auch uns Menschen gegenüber zugewandt. Im Sommer 2014 haben wir sie auf unsere Krankenweide gebracht, da Angelika körperlich abgebaut hatte und wir sie lieber im Blick behalten wollen.

In den vergangenen Wochen wurde ihr Gangbild schlechter. Die Athrose behandelten wir mit Schmerzmedikamenten. Mehr konnten wir nicht tun. Heute konnte Angelika nur noch schwerfällig aufstehen und legte sich bereits nach wenigen Schritten wieder hin. Der Tierarzt kam und wir haben sie erlöst.

Für Angelika:

Obwohl wir diesen Weg der Demut gemein haben, allein
wie zerbrechlich ist das Herz
Oh gib diesen wackligen Füßen Flügel zum Fliegen
Um das Antlitz der Sterne zu berühren
Richte deine Augen auf den Ozean
Richte deine Seele auf das Meer
Wenn die dunkle Nacht endlos scheint
Erinnere dich bitte an mich
Erinnere dich bitte an mich

 

Mathilde

(* 12.2.1998 † 27.5.2015)

mathilde abschied

Wie schön muss es erst im Himmel sein, wenn er von außen schon so schön aussieht.

(Astrid Lindgren)

Mathilde ist friedlich auf der Weide eingeschlafen. Sie wurde 17 Jahre alt.

Mathilde lebte seit 2008 auf Hof Butenland und zeigte schon bei der Aufnahme Gelenkprobleme. Ihre Gelenke wurden zunehmend steifer, und das Aufstehen wurde beschwerlich. Auch ihr Herz wurde schwächer.

Für Mathilde:

Obwohl wir diesen Weg der Demut gemein haben, allein
wie zerbrechlich ist das Herz
Oh gib diesen wackligen Füßen Flügel zum Fliegen
Um das Antlitz der Sterne zu berühren
Richte deine Augen auf den Ozean
Richte deine Seele auf das Meer
Wenn die dunkle Nacht endlos scheint
Erinnere dich bitte an mich
Erinnere dich bitte an mich

 

Agathe

(* 19.4.2002 † 24.5.2015)

agathe

Vielleicht bedeutet Liebe auch lernen, jemanden gehen zu lassen,
wissen, wann es Abschied nehmen heißt.
Nicht zulassen, dass unsere Gefühle dem im Weg stehen,
was am Ende wahrscheinlich besser ist für die, die wir lieben.

(Sergio Bambaren)

Agathes Kreislauf war zusammengebrochen. Eine medikamentöse Behandlung zeigte nicht die erhoffte Wirkung. Die Herztöne wurden schwächer. Wir haben sie erlöst. Agathe wurde 13 Jahre alt und kam im Juni 2008 nach Hof Butenland. Vorher lebte sie mit ihrer Mutter Amy in jahrelanger Anbindehaltung.

Dieses Video entstand einige Tage vor ihrem Zusammenbruch und zeigt die Zuneigung zwischen Mutter Amy und ihrer Tochter Agathe (liegend).

Für Agathe

Die Welt schaut rauf zu meinem Fenster mit müden Augen, so staubig und scheu.
Ich bin hier oben auf meiner Wolke, ich seh dich kommen, aber du gehst vorbei.
Doch jetzt tut’s nicht mehr weh, nein, jetzt tut’s nicht mehr weh.
Und alles bleibt still und kein Sturm kommt auf, wenn ich dich seh.

Es ist vorbei, bye bye Junimond.
Es ist vorbei, es ist vorbei,
bye bye.

(Rio Reiser)

 

Mastercard

(* 1998 † 19.12.2014)

mastercard abschied

Mastercard ist friedlich eingeschlafen.

Ich ließ meinen Engel lange nicht los,
Und er verarmte mir in den Armen
Und wurde klein und ich wurde groß
Und auf einmal war ich das Erbarmen,
Und er eine zitternde Bitte bloß.
Da hab ich ihm seine Himmel gegeben,
Und er ließ mir das Nahe, daraus er entschwand,
Er lernte das Schweben, ich lernte das Leben,
Und wir haben langsam einander erkannt.

(Rainer Maria Rilke)

Mastercard wurde 18 Jahre alt. Als er 2005 zu uns kam, begeisterte der damals etwa acht Jahre alte ehemalige mallorquinische Straßenhund vom allerersten Augenblick an Mensch und Tier. Er fühlte sich stets verantwortlich, kümmerte sich um schwächere Tiere und beschützte sie liebevoll. Als seine beste Freundin Nusha im letzten Jahr verstarb, baute er kontinuierlich ab. Zuerst wurde er taub, dann ließ seine Sehkraft nach, schließlich erblindete er ganz und wurde dement. In letzter Zeit verließ er kaum noch sein Körbchen und schlief tief und fest, mit nur kurzen Unterbrechungen, 23 Stunden täglich.

Für Mastercard:

Für immer und dich – 
Ich bieg dir den Regenbogen – Für immer und dich – 
Ich regne und ich schein für dich – 
Ich schrei für dich – ich bleib für dich – Für immer und dich

Foto: Mastercards Lieblingsplatz waren im Sommer die von der Sonne gewärmten Futterschüsseln…

 

Rosalie

(* 2.9.2000 † 12.12.2014)

rosalie

So lass uns Abschied nehmen wie zwei Sterne durch jenes Übermaß von Nacht getrennt, das eine Nähe ist, die sich an Ferne erprobt und an dem Fernsten sich erkennt. 

(Rainer Maria Rilke)

Rosalie lebte über neun Jahre mit uns. 2005, im Alter von fünf Jahren, hatte sie bereits drei Kälber geboren und sollte getötet werden. Zufällig sahen wir, wie der Bauer auf der Weide dem Schlachter den Kauf-Handschlag gab. Es gelang uns, Rosalie und auch Frieda zu retten.

Rosalie litt seit Aufnahme unter einem ataktischen Gangbild (Krämpfe mit ausfahrenden Beinbewegungen, Anheben und hackendem Aufsetzen der Füße), das ursächlich bei Verdacht auf Rückenmarksverletzung und Störung der Tiefensensibilität ist. Inzwischen war die Wirbelsäule stark verknorpelt, sodass es zum Schluss zum Festliegen kam. Rosalie erhielt stabilisierende Infusionen, einen Mineralstoff-Boli sowie eine Schmerzmedikation. Stunden später stand Rosalie noch einmal auf, trank und fraß ausgiebig und legte sich dann wieder ins Stroh. Wir hofften, dass sich ihr Zustand stabilisiert, aber weder in der Nacht noch am Tage konnte sie selbstständig ihre Position verändern. Mit Hilfe des Hebegerätes stellten wir sie auf, aber sie konnte ihre Hinterbeine nicht mehr koordinieren. Die Tierärztin kam umgehend und wir haben Rosalie erlöst.

Für Rosalie:

Wenn du auf mich wartest, dann werde ich zu dir kommen
Obwohl ich so weit gereist bin
Ich habe für dich immer einen Platz in meinem Herzen
Wenn du an mich denkst, wenn du mich einmal in all der Zeit vermisst
Dann werde ich zu dir zurückkommen
Ich werde zurückkommen und den Platz in deinem Herzen füllen…
Wenn du von mir träumst, wie ich von dir träume
An einem Ort, an dem es warm und dunkel ist
An einem Ort, an dem ich das Klopfen deines Herzens spüren kann

Wir danken allen, die Rosalie durch eine Patenschaft ein freies und selbstbestimmtes Leben ermöglicht haben.

 

Findus

(* Anfang 2013 † 22.11.2014)

findus

Morgens haben wir noch gemeinsam mit Findus gefrühstückt, eine Stunde später fanden wir ihn leblos auf der Straße, überfahren.

Findus war ein Findekater – jemand hatte ihn 2013 bei uns ausgesetzt. Er war unser jüngster Kater, ungestüm, immer und überall dabei, verkuschelt, neugierig, frech, verspielt…

Wir werden deine unbekümmerte Art durchs Leben zu gehen vermissen, kleiner Findus.

Wenn ihr mich sucht, sucht mich in euren Herzen. Habe ich dort eine Bleibe gefunden, lebe ich in euch weiter.

(Rainer Maria Rilke)

Für Findus:

Du bist das Geschenk aller Geschenke,
Seit ich dich kenne, trag‘ ich Glück im Blick.
Oh, du bist das Geschenk aller Geschenke,
Seit ich dich kenne, kenne, trag‘ ich Glück im Blick.

 

Alma

(* 27.1.2005 † 26.8.2014)

alma

Wir nehmen Abschied von Alma

Sie ist nun frei
und unsere Tränen
wünschen ihr Glück.

(Johann Wolfgang von Goethe)

Für Alma:

Here is my heart and I give it to you
Take me with you across this land
These are my dreams, so simple and few
Dreams we hold in the palm of our hands

Hier ist mein Herz, ich schenke es dir
Nimm mich mit dir über dieses Land
Dies sind meine Träume, so einfach, so wenige
Träume, die wir in unseren Händen halten

Im Sommer 2012 war Alma bei uns eingezogen. Sie stammte aus einem Betrieb, in dem die noch wenig erforschte Krankheit Chronischer Botulismus aufgetreten war. Alma war die einzige überlebende Kuh aus dem Bestand von 180 Tieren. Im Anschluss verbrachte sie knapp zwei Jahre an der veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig, wo Frau Prof. Dr. Krüger sie im Rahmen ihrer Forschungen zu den Auswirkungen des aggressiven Pflanzenschutzmittels Glyphosat (bekannt unter dem Handelsnamen Roundup) untersuchte und betreute. Mit Glyphosat verseuchtes Futter war mit großer Wahrscheinlichkeit der Auslöser für die schwerwiegenden gesundheitlichen Probleme bei Alma. Regelmäßige Mineralstoffgaben und tierärztliche Untersuchungen, die Frau Krüger selbst weiterhin bei uns durchführte, waren notwendig. Alma hatte ein schweres Leben. Sie erlitt eine Mastitis in der Hochträchtigkeit, eine Gebärmutterdrehung, und ihr totes Kalb musste per Kaiserschnitt geholt werden. Danach erlitt Alma eine Labmagendrehung, die operativ behoben wurde.

Wir fanden Alma heute morgen auf der Weide und vermuten, dass sie einen plötzlichen Hirnschlag hatte, möglicherweise verursacht durch einen Gehirntumor. Wir gaben eine Obduktion in Auftrag, die die genaue Todesursache jedoch nicht klären konnte.

Wir schenken Alma unsere Herzen.

Wir danken Frau Prof. Dr. Krüger für ihren Einsatz und ihre Anteilnahme, auch danken wir allen Paten und Patinnen, die mit Alma einen kleinen Weg gegangen sind.

Alle Butenländer und Almas bester Freund Ochse Samuell

Almas Ankunft im Sommer 2012 auf Hof Butenland.

 

Lulu

(* 1997 † 19.8.2014)

lulu

Einschlafen dürfen,
wenn man müde ist,
eine Last fallen lassen dürfen,
die man lange getragen hat,
ist eine gute Sache.

(Hermann Hesse)

Für Lulu, die nach einem erfüllten Leben eingeschlafen ist:

Ich habe für dich immer einen Platz in meinem Herzen
Wenn du an mich denkst, wenn du mich einmal in all der Zeit vermisst
Dann werde ich zu dir zurückkommen
Ich werde zurückkommen und den Platz in deinem Herzen füllen…
Wenn du von mir träumst, wie ich von dir träume
An einem Ort, an dem es warm und dunkel ist
An einem Ort, an dem ich das Klopfen deines Herzens spüren kann

Lulu lebte 17 Jahre auf Hof Butenland, die erste Hälfte davon als Stall- und Sorgloskatze. Kraul- und Streicheleinheiten fand sie allerdings schon immer gut, und irgendwann hat sie ihr Weg dann auch zu uns ins Haus geführt. Lulu war immer präsent.

Danke für die gemeinsamen Wege, die wir jahrelang mit dir gehen durften.

 

Kylie

(* 2001 † 5.5.2014)

kylie

Kylie lebte über 13 Jahre mit uns. Heute ist sie eingeschlafen.

Ich ließ meinen Engel lange nicht los,
Und er verarmte mir in den Armen
Und wurde klein und ich wurde groß
Und auf einmal war ich das Erbarmen,
Und er eine zitternde Bitte bloß.
Da hab ich ihm seine Himmel gegeben,
Und er ließ mir das Nahe, daraus er entschwand,
Er lernte das Schweben, ich lernte das Leben,
Und wir haben langsam einander erkannt.

(Rainer Maria Rilke)

Von Jan für Kylie.

 

Herr Höcker

(* unbekannt † 18.2.2014)

herr höcker

Die Blätter fallen. Fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
Sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

(Rainer Maria Rilke)

Franz, genannt Herr Höcker, ist friedlich eingeschlafen. Wir fanden ihn morgens leblos im Stall.

Franz kam zusammen mit der Höckerdame Franziska von einem Hof zu uns, auf den das Veterinäramt aufmerksam geworden war. Da die beiden nicht mehr die Jüngsten waren und Herr Höcker seit einiger Zeit an Arthrose litt, bekam das alte Ehepaar eine separate kleine Weide nebst eigenem Stall im Schweden-Stil. Franz und Franziska waren ein Herz und eine Seele. Wir befürchteten, dass Franziska nach Franz‘ Tod abbauen würde, doch die alte Dame scheint mit ihrer Witwenschaft gut leben zu können, sodass wir auch davon abgesehen haben, einen neuen Partner für sie zu suchen.

 

Nusha

(* ca. 2000 † 11.12.2013)

nusha

Einschlafen dürfen,
wenn man müde ist,
eine Last fallen lassen dürfen,
die man lange getragen hat,
ist eine gute Sache.

(Hermann Hesse)

Bei einer Routineuntersuchung wurde bei der bis dahin symptomatisch nicht auffälligen Nusha ein unheilbares Lungenkarzinom mit schlechter Prognose diagnostiziert. Nachts hustete Nusha mehrfach stark. Ihre Atmung wurde kürzer und flacher. Morgens hatten wir einen Termin bei einem Onkologen, um uns einen zweiten Rat zu holen. Nach eingehender Untersuchung und Sicht der Röntgenaufnahmen riet er dazu, Nusha gehen zu lassen, da die Gefahr einer Erstickung drohe. Ihr Freund Master war bis zuletzt an ihrer Seite.

Ein Lied für Nusha:

Für jemanden, der so klein ist,
Wirkst du so stark.
Meine Arme werden dich halten.
beschützen dich und halten dich warm
Diese Verbindung zwischen uns
kann nicht zerbrechen
Ich werde hier sein, weine nicht

Weil du in meinem Herzen sein wirst
ja, du wirst in meinem Herzen sein.
Von diesem Tag an
Jetzt und für immer
Du wirst in meinem Herzen sein
Unwichtig was sie sagen.
Du wirst hier in meinem Herzen sein,
immer.

 

Luna

(* 2012 † 5.11.2013)

luna

Luna war jemand, nicht etwas:

Luna liebte die Freiheit, die Sonne, sie liebte Musik, sie unterhielt uns mit ihrem unentwegt gackernden Gesang, ihrer Fröhlichkeit, ihrer besonderen Art, Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Sie zeigte uns, dass jedes Wesen eine Persönlichkeit ist. Luna ist sanft in ihrem Strohhaus eingeschlafen.

Für Luna: Thank you for the music

So sage ich danke für die Musik, die Lieder, die ich singe,
Danke für all die Freude, die sie bringt.
Wer kann ohne sie leben, frage ich in aller Ehre.
Was würde das Leben sein, ohne ein Lied oder einen Tanz, was wären wir?
So sage ich, danke für die Musik, dass sie mir gegeben wurde.
Was für eine Freude, was für ein Leben, was für eine Chance.

Luna hatte Glück. Sie wurde kurz vor dem Schlachttermin aus einer Mastanlage befreit. Sie war erst ca. 30 Tage alt.
Masthühner müssen ihr Mastendgewicht zwischen 1,5 und 1,8 Kilogramm bereits im Alter von 30 bis 34 Tagen erreichen und werden dann geschlachtet.

Masthühner wachsen dreimal so schnell wie Legehennen, Gewichtszunahmen von 51 Gramm pro Tag sind in der Kurzmast die Regel. Ein Masthuhn kann pro Tag etwa 6,5 Prozent Körpergewicht zunehmen. Kein Wunder also, dass die Hühner oft unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbrechen. Diese Tiere sind auf ein rasches Wachstum gezüchtet, wobei zusätzlich das Sättigungsgefühl weggezüchtet wurde.

Als Folge dieser grausamen Züchtung wog Luna zuletzt 5,8 Kilo. Ihr Körper ist unter diesem Gewicht gebrochen, die Organe haben die Funktionen eingestellt.

Dennoch hat sie bis zum letzten Tag tanzen und singen dürfen. Noch einen Tag vor ihrem Tod hat sie uns in die Küche begleitet und wir haben miteinander gesungen.

 

Susi

(* 2011 † 25.10.2013)

susi

Susi kam mit 18 weiteren Hennen im Dezember 2012 aus einer Bio-Freiland-Haltung zu uns. Susi war kleiner als ihre Kolleginnen und hatte sich an einer unmöglichen Stelle in dem großen Stall verkrochen, den zwei Freundinnen von uns nach der alljährlichen Ausstallung mit Erlaubnis des Besitzers nach versteckten Hennen durchkämmten. Susi war es, die sie zu noch drei weiteren Hennen führte, da Nicola immer wieder versicherte, sie habe da noch ein kleines Huhn mit schwarzen Füßen gesehen und sie müssten es finden.

Da sie so klein und schwach war und von den anderen Hühnern gemobbt wurde, hat Susi die erste Zeit bei uns in der sogenannten Sauna zusammen mit Huhn Luna und einer Elvira, die nicht mehr gut zu Fuß ist, verbracht. An den Luxus der Dreier-Suite gewöhnt, haben sich die drei Hübschen dann sehr schwer getan, als sie später in den richtigen Hühnerstall umsiedeln sollten. Sie haben sich bestimmt gedacht, „Wir wären doch schön blöd-gack, wenn wir unser schickes Etablisse-gack-ment gegen diese Massenunterkunft tauschen, gack!“ Also trugen wir die drolligen Drei über eine Woche lang abends zur Schlafenszeit immer hinüber in den Hühnerstall, damit sie lernten, wo ihr neues Quartier ist. Susi verbrachte ihren Mittagsschlaf übrigens am liebsten hinter dem Drucker in Karins Arbeitszimmer und half uns mit ihrer Freundin Luna regelmäßig bei der Küchenarbeit.

Wir fanden Susi leblos im Stall. Sie hatte vorher keine Anzeichen von Krankheit gezeigt und ist – so hoffen wir – einfach eingeschlafen und nicht mehr aufgewacht. Wir vermissen unser kleines Heldenhuhn.

Und meine Seele spannte
weit ihre Flügel aus,
flog durch die stillen Lande
als flöge sie nach Haus…

(Joseph von Eichendorff)

 

Stina

(* 17.3.2007 † 6.10.2013)

stina

Stina, You’ll Be In My Heart

Stina ist in unseren Armen eingeschlafen:

Du wirst in meinem Herzen sein
Komm, hör auf zu weinen, alles wird gut werden.
Nimm einfach meine Hand, ich werde dich beschützen vor allem was um dich herum passiert.
Ich werde da sein, weine nicht.

Für jemand Kleinen wirkst du stark,
meine Arme werden dich festhalten,
werden dich warm und sicher halten.
Dieses Band zwischen uns kann nicht gebrochen werden.
Ich werde da sein, weine nicht.

Weil du in meinem Herzen sein wirst,
Ja, du wirst in meinem Herzen sein,
von diesem Tag an, jetzt und für immer.

Du wirst in meinem Herzen sein,
es zählt nicht was sie sagen.
Du wirst hier in meinem Herzen sein, immer.
Warum verstehen sie nicht wie wir beide fühlen, sie vertrauen einfach dem nicht, was sie sich nicht erklären können.
Ich weiß wir sind unterschiedlich. Aber tief in uns drinnen sind wir gar nicht so verschieden.

Weil du in meinem Herzen sein wirst,
Ja, du wirst in meinem Herzen sein,
von diesem Tag an, jetzt und für immer.

Als das Schicksal dich rief musstest du stark sein
Ich mag vielleicht nicht mit dir zusammen sein,
aber du musst durchhalten und weitermachen.
Später werden sie es sehen, ich weiß es.
Wir werden es ihnen zusammen zeigen.

Weil du in meinem Herzen sein wirst glaub mir,
du wirst in meinem Herzen sein.
Ich werde da sein, von diesem Tag an für immer.
Oh, du wirst in meinem Herzen sein,
es zählt nicht was sie sagen.
Du wirst in meinem Herzen sein, immer.

Schau einfach über deine Schulter.
Ich werde immer da sein.

Stina wurde am 24.01.2008 aufgenommen, sie war noch kein Jahr alt. Stina war deutlich zu klein für ihr Alter und ihre Rasse (Charolais). Aufgrund einer nicht behandelten Lungenentzündung blieb sie kleiner als für ihre Rasse üblich, für die Zucht war sie nicht geeignet.

Wir haben gehofft und gekämpft, aber Stina hatte keine Kraft mehr. Noch bevor der Tierarzt kam, ist sie eingeschlafen.

Danke an Alisa, die sich in den letzten Tagen so fürsorglich um Stina gekümmert hat, die stundenlang bei Stina saß, und dafür, dass Stina in ihren Armen einschlafen durfte.

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