Denn Tiere sind keine Maschinen
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Pavarotti Superstar

von Admin | 21. Oktober 2017 | ein Kommentar

Unser krähender Rockstar Pavarotti ist etwas unzufrieden mit der Zuschauerresonanz auf seiner letzten Tournee quer über den Hof. Und tatsächlich sind es immer nur die gleichen Groupie-Hühner, die ihn begeistert abfeiern. Aus diesem Grund hat er heute ein Promotionfoto bei uns angefordert, das er kopieren und dann auf den Weiden und im Stall verteilen kann. Wäre doch gelacht, wenn er beim nächsten Konzert nicht auch ein paar Rinder und das eine oder andere Schwein in der Zuschauerschaft begrüßen könnte. Das Gesangstalent für speziesübergreifende Euphorie ist ja absolut da.


Bei der Arbeit mit T4, Chaya und Emma

von Admin | 20. Oktober 2017 | 3 Kommentare

Dass Butenland ohne die tierischen Bewohner keinen Sinn machen würde, liegt auf der Hand. Nicht so weit verbreitet ist allerdings die Tatsache, dass hier auch alles im Chaos enden würde, wenn wir nicht täglich tatkräftige ehrenamtliche Unterstützung von unseren vierbeinigen Familienmitgliedern bekämen.

Bestes Beispiel dafür ist der heutige „Bett & Snack“-Lieferservice frei Stall. Erst gibt unser Kater T4 für Jan professionell das Navigationsgerät und schnurrt perfekte Richtungsanweisungen, damit die Heuballen sicher zum Bestimmungsort gefahren werden können. Dort angekommen wartet schon Chaya, bestätigt kurz den Erhalt der Lieferung und breitet sie dann fachmännisch im gesamten Schlafsaal aus. Und als wäre das nicht schon großartig genug, hat sie auch noch mit Emma eine Ausbildungsstelle besetzt und gibt ihr natürliches Deko-Talent großzügig an kommende Generationen weiter. Da kann Mensch einfach nur staunen.

https://www.youtube.com/watch?v=2nqKZNO2PFg


Freunde fürs Leben

von Admin | 20. Oktober 2017 | 3 Kommentare


Den entspanntesten Mittagsschlaf hält Winnie noch immer, wenn Pippilotta ihm vorher einen schweinischen Witz erzählt hat. Danach geht es immer mit einem Lächeln ins Traumland und entsprechend gestärkt ist Schwein für die nächste Erkundungstour über den Hof oder eine weitere Arbeitsschicht im Kräutergarten. Wenn man so großartige Freunde hat, darf Papa Eberhard auch ruhig etwas länger bei Rosa Mariechen Süßholz grunzen und sich leicht bei der gemeinsamen Bettruhe verspäten.


Gestern und heute war Klauenpflegetag bei allen Rindern

von Admin | 19. Oktober 2017 | 5 Kommentare

Heute haben wir unseren regelmäßigen Klauenpflege-Marathon beendet. Da Butenland inzwischen 43 Rinder beherbergt, dauert diese Prozedur volle 2 Tage und wir sind auch jeweils locker 8 Stunden pro Schicht beschäftigt.

Als erstes müssen die Rinder geschlossen von der Weide geholt und Abtrennungsgitter aufgebaut werden. Um bei der Arbeit zeitlich etwas Licht am Horizont zu sehen, haben wir mit gleich 2 Klauenständen gearbeitet. Außerdem baten wir Willy, einen erfahrenen und professionellen Klauenpfleger, zu Hilfe. Er fährt auch immer unsere geretteten Neuzugänge sicher gen Butenland, sprich wir sind bereits ein eingespieltes Team.

Unsere Giganten Fiete und Martin, sowie unser nicht weniger gigantisches Riesenbaby Mattis passen leider in keinen Klauenstand, so mussten wir für die drei Herren unseren Treibewagen zweckentfremden und ihn kurzerhand zum Stand umfunktionieren.

Am Ende des Videos seht ihr noch, wie sich die Rinder wieder frisch pedikürt gen Weide aufmachen. Und auch wir sind immer sehr erleichtert, wenn wir diesen fixen Termin mal wieder hinter uns gebracht haben.


Erst gehen die Bienen, dann der Mensch

von Admin | 19. Oktober 2017 | 6 Kommentare
Die jährlich gesammelte Insektenmasse ist innerhalb der vergangenen 27 Jahre um mehr als 75 Prozent geschrumpft. Als mögliche Ursache für den Insektenschwund führten die Wissenschaftler Klimafaktoren, zunehmende landwirtschaftliche Nutzung und sogenannte Lebensraumfaktoren an. Einen Zusammenhang zwischen der intensivierten Landwirtschaft und dem Insektensterben sei nach Ansicht der Wissenschaftler naheliegend.

Seltsam ist die Ruhe auf der Welt, wenn man das Thema anspricht. Die Menschen geraten überall in Rage, egal um was es geht. Nur beim Insektensterben geht kein Ruck durch Gesellschaften, obwohl daran das Überleben der gesamten Menschheit hängt. Denn durch den Insektenrückgang sterben nicht nur immer mehr Vogelarten aus, auch der Mensch ist auf die kleinen Helfer angewiesen, da sie die Pflanzen bestäuben. Und ohne Pflanzen wird es dramatisch leer auf dem Mittagsteller, das müssen selbst Fleischesser einsehen, da sie erstens von Fleisch allein nicht gesund leben können und zweitens auch ohne Futtermittel keine Tierhaltung mehr betreiben können.

Trotzdem kommt dieses Thema weltweit in keinem Wahlkamf vor und alle Bürger reagieren nur traurig bis resigniert. Dabei ist das der Ast, mit dem wir am realistischten nach unten rasen, sobald wir ihn in sehr, sehr naher Zukunft komplett abgesägt haben.

http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2017-10/insektensterben-fluginsekten-gesamtmasse-rueckgang-studie


Flug über Butenland

von Admin | 18. Oktober 2017 | 2 Kommentare

Heute nehmen wir euch wieder mit auf einen Flug über Hof und Umgebung. Hof Butenland wurde 1842 auf der Halbinsel Butjadingen erbaut. Über mehrere Generationen wurden hier Milch und Käse produziert. Ende der 1970er Jahre übernahm Jan den Familienbetrieb von seinen Eltern. Er war der erste Bauer in der Region, der seinen Betrieb auf biologische Landwirtschaft umstellte. Schnell merkte er aber, dass Bio keine befriedigende Lösung ist, wenn man beim Tierwohl keine Kompromisse machen will. So gab er die Milchkuhhaltung auf und versprach den letzten 10 Kühen auf dem Hof, dass sie dort ihr Leben ohne jede Ausbeutung verbringen dürfen. Das war der Startschuss für das Kuhaltersheim Hof Butenland. 2007 hat Jan den gesamten Hof, sowie 40 Hektar Land in eine Stiftung übertragen. Das Versprechen der 10 Kühe wurde mittlerweile auch aktuell 43 Rindern und mehreren Schweinen, Pferden, Hunden, Katzen, Kaninchen, Hühnern, Enten und Gänsen gegeben.


Mit den Augen eines Rinds

von Admin | 18. Oktober 2017 | 5 Kommentare


Am Mittwoch ist die halbe Arbeitswoche vorbei, das ist quasi der ideale Zeitpunkt, um schon mal vom nächsten Wochenende zu träumen. Lillja macht es euch auf dem Tagesbild vor.

Übrigens sehen Rinder anders als Menschen. Da ihre Augen seitlich am Kopf liegen, verfügen sie über eine 330-Grad-Sicht. So etwas bekommt der Mensch nur in eher unappetitlichen Horrorfilmen hin, und das auch nur, wenn er durch filmische Kunstgriffe nicht mehr als Homo sapiens durchgeht. Dafür ist die plastische 3D-Sicht von Rindern stark eingeschränkt und ihre Sehschärfe ist vergleichbar mit der des Autoren, wenn er seine Brille absetzt. Experten schätzen sie auf circa 30 % im Vergleich zum Menschen. Auch ihr Bildauflösungsvermögen ist gering.

Beim Bewegungssehen macht das Team Wiederkäuer aber erneut Punkte gut. Während wir uns da mit maximal 25 Bildern pro Sekunde begnügen müssen, verdoppeln Rinder diesen Wert locker und kommen auf eine Rate von bis zu 60 Bildern. Sie verfügen im Auge über eine reflektierende Schicht, die dem Menschen fehlt, so sehen sie im Dunkeln weitaus besser.

Rinder gehören zu der Gruppe der Dichromaten. Das heißt übersetzt, dass sie zwei verschiedene Arten von Zapfen in ihrer Netzhaut haben. Dichromaten können deshalb auch nur zwei Farben gut erkennen, bei Rindern sind das blau und grün, deshalb sehen sie sehr schlecht im Rot-Bereich. Der Mensch ist ein Trichromat, verfügt über einen Zapfen mehr, und kann deshalb sehr viel besser rot sehen als ein Rind. Das Wortspiel ist hier durchaus beabsichtigt.

Diese Rotschwäche ist auch sehr interessant bei dem unsäglichen Thema „Stierkampf“. Denn der Stier als Dichromat reagiert überhaupt nicht auf das rote Tuch des Toreros, da er es gar nicht farblich wahrnehmen kann. Die Tiere müssen bis aufs Blut gereizt und gequält werden, um in der Arena aggressiv zu werden. Der Mythos des roten Tuchs und die natürliche Reizbarkeit der Stiere durch diese Farbe ist genauso unhaltbar wie die gesamte Pseudo-Sportart, die nichts anderes als massive Tierquälerei darstellt.


Die Damen und der Herr aus der Hof Butenland Pflegestation

von Admin | 17. Oktober 2017 | 4 Kommentare

Im heutigen Tagesvideo nehmen wir euch mit auf unsere Krankenweide. Bei den Bewohnern dieser Fläche (Marie, Mieke, Luise, Minna, Samuell, Marte, Maret und Herbstzeit) müssen wir besonders darauf achten, ob ein Auslauf jahreszeitlich bedingt überhaupt noch möglich ist, da die Wiesen im Herbst immer matschiger und tiefer werden, was natürlich gerade unsere Sorgenfellchen und Seniorinnen vor besondere Probleme stellt. Deshalb sind die „Picknick im Freien“-Tage für dieses Jahr wohl gezählt, lauscht also nochmal Karin, wenn sie euch jeden Bewohner dieser speziellen Fläche kurz vorstellt.


Ein rosanes Lächeln

von Admin | 17. Oktober 2017 | 3 Kommentare


Abends auf dem Kuhdamm

von Admin | 16. Oktober 2017 | 3 Kommentare

Auch auf unserer Weide wurde ein weiterer Montag geschafft und die Butenländer Rinder machen sich über den Kuhdamm auf in Richtung Stall. Dort gibt es bestimmt den einen oder anderen Heu-Absacker, und man frönt noch etwas dem Lieblingshobby „Wiederkäuen“, bis dann auch schon das Sandöchschen vorbeischaut und die Nachtruhe einläutet. Wie immer wünschen wir allen Lesern viel Spaß beim Namen raten, während die kuhle Parade an der Kamera vorbeizieht.

Den Rindern stehen nur noch zwei Weiden zur Verfügung. Die anderen Weiden haben wir aufgrund der Nässe des Bodens und der matschigen Übergänge sperren müssen. Alle Rinder verbringen inzwischen die Nacht in den Ställen und wandern morgens wieder geschlossen auf die Weiden.


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