Denn Tiere sind keine Maschinen
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Eddy on Ice

von Admin | 19. Februar 2018 | noch kein Kommentar


Eddy Blumentopf war so beigeistert von der deutschen Goldmedaille bei Olympia im Eiskunstlaufen, da hat er sich gleich zu unseren eingefrorenen Kanälen begeben, um auch ein paar Figuren einzuüben. Bisher beherrscht er aber leider nur den „Rutschenden Tiger“, die „Taumelnde Katze“ und die „Fallende Samtpfote“, allerdings immerhin jeden dieser Kürteile in der zwei- bis dreifachen Ausführung. Das reicht wohl noch nicht ganz für die Medaillenplätze bei den nächsten Spielen, aber er hat bis dahin ja noch ein paar Jahre Zeit. Wir sollten ihm unbedingt noch mitteilen, dass der deutsche Goldregen dieses Jahr beim Paarlaufen eingesetzt hat. Da muss er also noch ein paar Hebefiguren mit Rosa-Mariechen einstudieren, wenn er auf diesen Spuren wandeln will.


Hier sitzen wir nun und haben´s schön

von Admin | 18. Februar 2018 | 3 Kommentare


Das heutige Video wird wieder extrem KUHschelig. Immerhin hat Fiete die Hauptrolle übernommen, der größte (und womöglich einzige) Schnurrochse im ganzen Universum. Unglaublich, dass dieser anschmiegsame und liebenswerte Schatz sich nach seiner Geburt über ein halbes Jahr eine Stallecke mit einer diagonal stehenden Tür teilen musste, sich in diesem Verlies kaum drehen konnte, und trotzdem nach seiner Ankunft auf Butenland wieder so ein Vertrauen zu den Menschen gefasst hat.

Schicksale wie das des 6jährigen Kuschelochsen zeigen zwei Dinge sehr deutlich: Zum einen, was Tiere für vergebende und friedfertige Lebewesen sind, die auch nach der schlimmsten Behandlung noch bereit sind, wieder Freundschaften mit Menschen zu schließen, zum anderen, dass keine Wunde auf einer Tierseele zu groß und kein Start ins Leben zu bitter ist, um irgendwann durch liebe- und respektvolle Behandlung wieder zu verheilen bzw. immer mehr in Vergessenheit zu geraten. Zwei sehr schöne Tatsachen, die uns die Arbeit auf Butenland tagtäglich überhaupt erst ermöglichen.


Ein gans langer Sonntagsspaziergang

von Admin | 18. Februar 2018 | 3 Kommentare


Amanda, Nicoletta und Hope haben sich nicht am Karneval beteiligt. Auf Kommando lustig sein liegt dem Trio einfach nicht, denn die Drei sind das ganze Jahr über gut gelaunt, verteilen statt Bützchen lieber Waden-Tattoos, von denen die andere Seite auch viel länger etwas hat, und bilden bei ihren Ausflügen grundsätzlich eine Polonaise. So macht auch der heutige gans lange Sonntagsspaziergang keine Ausnahme und die Stimmung erreicht ihren Siedepunkt, völlig egal, wo die drei Feierbiester auch auftauchen. Kühe werden dabei allerdings nicht fliegen, dafür sind die Stimmungskanonen zu gut mit allen Mitgliedern der Rinderherde befreundet.


So geht saugemütlich

von Admin | 17. Februar 2018 | 2 Kommentare


Wenn man so naturcool wie Winfried ist, dann wird man natürlich auch im Winter nicht von niedrigen Außentemperaturen abgeschreckt. Frei nach dem Motto „Es gibt kein zu kühles Wetter, nur zu dünne Borsten“. Deshalb hat er uns heute trotz Februarkälte darum gebeten, seine Kuscheldecke hervorzukramen und ihm einen Liegeplatz in der Sonne herzurichten. Dort hat er sich dann so zufrieden geaalt, dass Emily und Pippilotta angelockt wurden und deshalb ein paar gekonnte Krauleinheiten für ihn abfielen, die ihn direkt in Morpheus Arme getrieben haben.

Trotzdem sind diese Temperaturen doch nur etwas für knallharte Outdoor-Eber, deshalb hat es Emily schnell wieder in den Stall zu Erna und Else getrieben, die als echte Freundinnen natürlich wie immer ein Plätzchen im Heu für sie vorgewärmt haben. Und auch bei Winfried kann es nicht mehr lange dauern, bis Papa Eberhard zur Nachtruhe grunzt und ihn so ebenfalls das warme Strohbett ruft.


Lachend ins Wochenende

von Admin | 17. Februar 2018 | 3 Kommentare


„Es ist gleich, welchen Weg wir gehen, solange wir ihn nur zusammen gehen.“

(Astrid Lindgren)

Erna, Else und Emily strahlen heute um die Wette und zuerst wussten wir wirklich nicht, wer diesen Lächel-Wettbewerb gewonnen hat. Dann haben wir uns aber für Else entschieden, weil sie sich besonders viel Mühe bei der Dekoration gegeben und zusätzlich einen Bart aus Heulametta angelegt hat. Auf jeden Fall hat aber auch jeder Leser gewonnen, denn die gute Stimmung ist hoffentlich hochansteckend. Nehmt euch also ein Beispiel, schnappt euch eure Freunde und startet mit ihnen lachend in ein tolles Wochenende.


Ein KUHler Kindergeburtstag

von Admin | 16. Februar 2018 | 5 Kommentare


Janne wird heute 2 Jahre alt und feiert ihren ersten Kuhday auf Butenland. Sie hat sich im letzten April todesmutig auf eine Reise gemacht, hinter der sich der Trip der Gefährten aus „Herr der Ringe“ echt mal verstecken kann. Denn Janne kämpfte nicht gegen Orks und ähnlichen Kinderkram, sondern überwand sowohl den sehr realen Zaun zum Nachbargrundstück als auch den anschließenden Wassergraben, um dann morgens plötzlich auf unserer Weide zu stehen. Nach ihrer Ankunft mussten wir dann nicht nur die Formalitäten klarmachen, die ihr den Butenland-Pass und somit endlich den offiziellen Status als freie Kuh garantierten, sondern auch direkt unseren Tierarzt kontaktieren. Denn die Süße brachte einen Sonnenbrand auf der Nase mit, ein Krankheitsbild, das bei Rindern nicht ganz ungefährlich ist.

Der war durch eine Behandlung dann aber schnell vergessen, inzwischen ist sie putzmunter und hat sich in der Herde perfekt integriert. Zum Ehrentag bekam sie sogar eine Karte aus Berlin per Express-KUHrier, noch interessanter für das Geburtstagskind war allerdings das dazugehörige Paket mit Leckereien. Erstmal musste aber natürlich die übliche Heutorte angeschnitten werden, während auch schon die ersten zwei Partygäste Pippilotta und Emily eintrudelten. Auch Ersatz-Oma Lenchen liess es sich nicht nehmen, persönlich alles KUHte zu übermitteln. Danach durfte auch endlich das Paket der lieben Patin aus Berlin geöffnet werden, randvoll mit Dingen, die ganz oben auf Jannes Wunschzettel standen. Wir schließen das Video mit einem kleinen Nostalgie-Trip und zeigen die Jubilarin noch mal an ihrem 4. Tag auf dem Hof. Was für eine gelungene erste Party, das werden die in den nächsten Jahren noch anstehenden 30 – 40 Ausgaben nur schwer toppen können.


Ein Pumba für alle Felle

von Admin | 16. Februar 2018 | 4 Kommentare


Nicht nur die menschlichen Butenländer machen täglich mehrere Runden über den Hof, zählen die Rinder und schauen, ob alles in Ordnung ist. Auch Pumba zieht seine regelmäßigen Kreise, arbeitet er doch nicht nur als Bildverschönerung in allen Videos von uns, sondern ist nebenberuflich auch noch der speziesübergreifende Ansprechpartner für alle tierischen Butenländer. Im Bild seht ihr ihn gerade bei einer Konsultation mit der schönen Lola. Keine Ahnung, ob es da einen Stau vor der Kuhputzmaschine gegeben hat, ein Kuhfladen bei der Reinigung übersehen wurde oder in einer Stallecke nicht genug Einstreu liegt. Zum Glück muss uns das aber auch nicht interessieren, denn Pumba arbeitet sachorientiert, tierbezogen und selbstständig, so dass sich jede Anfrage Minuten nach dem Ansprechen schon in Luft auflöst. Da kann man auf dem Hof auch fragen, wen man will, überall wird Pumbas Problemmanagement nur in den höchsten Tönen gelobt.


Schauen wir mal

von Admin | 15. Februar 2018 | ein Kommentar


Heute schlendern wir in etwas intimerer Runde durch den Stall, da die meisten Rinder trotz der Kälte den Frischluftfanatiker in sich entdeckt haben und draußen tapfer ihre Runden drehen. Das Stubenhocker-Grüppchen fängt an mit Mattis, der eine Extraschicht unter der Kuhputzmaschine einlegen muss, da Muddi Dina nach dem ersten Versuch noch nicht mit der Frisur zufrieden war. Wenn das Baby zerzaust unter die Leute bzw. Rinder geht, fällt das ja schnell auf die Eltern zurück, gerade wenn man wie Dina die Erziehung alleine in die Klaue genommen hat.

Zurück im Stall liegt das Kind dann bereits wohlfrisiert neben der vor Stolz fast platzenden Mama, es folgt Martin alias der Ochse mit den interessantesten Hörnern in diesem Universum. Für die Mitrater unter den Lesern machen wir an dieser Stelle eine kleine Pause … und lösen dann erst auf, dass Emma, Chaya, Anna, Lenchen, Lola, Janne (die bereits in Gedanken ihren morgigen Kindergeburtstag plant), Jule, Fine und Greta in dieser Reihenfolge ihre Aufwartung machen.

Mattis Frisurgeneralüberholung trägt dann die ersten Früchte, denn Henriette Huhn und Frau Helga zeigen sich sehr angetan und kommen auf ein kurzes Pläuschen vorbei. Tollkühn beenden wir das Video, indem wir bei Rudi vorbeischauen, der mal wieder sehr zeitig ins Heu gegangen ist, da nur der frühe Eber die Ananas fängt. Aber natürlich blitzen wir bei ihm ab und ziehen uns dementsprechend schnell wieder zurück.


Ein Traumhund sagt Hallo

von Admin | 15. Februar 2018 | 5 Kommentare

Auf Butenland werden Liebesbeweise natürlich nicht nur am Valentinstag ausgetauscht, da schwören wir komplett auf einen diesbezüglichen Rund-um-die-Uhr-Service. So geniesst auch Pino auf unserem Tagesbild eine der vielen Streicheleinheiten, die ihn heute wie üblich wieder erwarten.
 
Die hat sich unser Security-Chef auch mehr als verdient. An die 12 Jahre lebte er in einem Tierheim auf Sardinien, bis wir ihn im Mai 2014 über eine Tiervermittlung kennengelernt und uns sofort in ihn verliebt haben. So macht er demnächst auch sein 4. Jahr auf Butenland voll. Dabei ist er noch topfit. Wir behandeln ihn zwar seit einigen Wochen medikamentös, da eine leichte Herzinsuffizienz bei ihm diagnostiziert wurde, das stört ihn aber überhaupt nicht in seinem Alltag.
 
Dieser Traumhund kommt mit allen Zwei- und Vierbeinern auf dem Hof klar, scheut aber auch nicht vor klaren, kurzen Ansagen zurück, wenn es jemand ungestüm übertreibt. Sowieso hat er als echter Herdenschutzhund immer alles im Blick, vor allem das Hoftor lässt er nur in den kurzen Kuschelpausen aus dem Auge. Hier benutzen wir extra die Einzahl, denn entspannen darf sich immer nur ein Sehorgan, das andere überwacht pflichtbewusst auch bei der schönsten Streicheleinlage achtsam die Umgebung.
 
Die Bilanz von Pino spricht dabei Bände: Seitdem wir hier alle unter seinem Schutz stehen, wurde der Hof nicht einmal überfallen, es gab keine Schießerei und nicht eine Waffe ist vor Ort zum Einsatz gekommen. Gut, das ist vor Pinos Zeit auch nie vorgekommen, trotzdem ist diese Quote makellos und absolut sein Verdienst. Kurzum fühlen wir uns einfach noch geborgener als zuvor, seit unser Eisbär mit seinem guten Namen für die Hofsicherheit bürgt.

Abschied von Marie

von Admin | 14. Februar 2018 | 10 Kommentare

Wir mussten heute nachmittag Marie erlösen lassen. Sie hatte sich seit gestern abend festgelegen und konnte weder durch selbstständige Aufrichtversuchen noch durch unsere Hilfe mehr stehen.

„Ihr könnt Tränen vergießen, weil sie gegangen ist,
oder ihr könnt lächeln, weil sie gelebt hat.

Ihr könnt eure Augen schließen und beten, dass sie wiederkehrt,
oder ihr könnt die Augen öffnen und all das sehen, was sie hinterlassen hat.

Euer Herz kann leer sein, weil ihr sie nicht mehr seht,
oder es kann mit der Liebe gefüllt sein, die ihr geteilt habt.

Ihr könnt euch vom Morgen abwenden und im Gestern leben,
oder ihr könnt morgen glücklich sein wegen des Gestern.

Ihr könnt euch nur daran erinnern, dass sie gegangen ist,
oder ihr könnt ihr Andenken bewahren und es weiterleben lassen.

Ihr könnt weinen und euch verschließen, leer sein und euch abwenden,
oder Ihr könnt tun, was sie gewollt hätte:
Lächeln, eure Augen öffnen, lieben und weitermachen.“

(David Harkins)

Marie wurde am 14.9.2006 geboren und kam im Dezember 2008 auf unseren Hof. Sie ist als Kälbchen auf einem Spaltenboden ausgerutscht und brach sich dabei das Becken und das rechte Hinterbein mehrfach. Diese Frakturen waren eigentlich ihr Todesurteil. Doch dann geschah das Wunder und der Termin beim Schlachter wurde gegen ein Leben auf Butenland eingetauscht.

Hier wurde Marie wochenlang gelagert und mobilisiert, und wie es an einem Krankenbett üblich ist, gab es auch jede Menge Liebe, Zuspruch, haufenweise Aufmerksamkeiten und Leckereien, und so fand sie tatsächlich die Kraft und den Mut, allen medizinischen Prognosen zu trotzen. Als Überbleibsel ihrer Frakturen behielt sie zwar ein steifes Bein sowie ein verschobenes Becken, aber dennoch kämpfte sich die kleine Heldin tapfer durch ihren Alltag. Und das über 11 Jahre, eine Lebensspanne, die ihr kein Arzt zugetraut hätte.

Da es immer wieder zum Festliegen kam und wir ihr mit unserem Hebegerät oft auf die Beine helfen mussten, hatte Marie auch schnell gelernt, dass sie nur auf der linken Seite ruhen kann. Natürlich stand sie hier unter verstärkter Beobachtung und war Teil unserer Krankenweide inklusive Krankenstall, wo wir sie einfach viel besser im Blick hatten als auf den normalen, sehr weitläufigen Varianten des Hofes. Wie eingeschränkt ihr Bewegungsablauf war, kann man am Anfang dieses Videos https://www.youtube.com/watch?v=YtNO4HGSqaA erkennen. Auch heute bei der letzten Visite hat unser Tierarzt nochmal betont, was es für ein Wunder war, dass Marie nicht nur über 11 Jahre durchgehalten hat, sondern sich nach jedem Festliegen mit ein bißchen Hilfe von uns, aber vor allem mit beispiellosen Überlebenswillen wieder hochgekämpft hat.

Trotz der Einschränkungen war Marie ein echter Dickkopf, konnte sich hervorragend durchsetzen und hatte so einen dominanten und sicheren Platz in der Herdenhierarchie. Sie wurde sogar einmal als Fotomodell gebucht und ziert das Cover einer Sammlung mit Sprachglossen der Feministin Luise F. Pusch. Unsere Wunder-Marie war einfach ein leuchtendes Beispiel dafür, dass jeder eine zweite Chance verdient hat und für einen starken Willen ein Leben mit Einschränkungen nicht unmöglich ist, sondern zufrieden tagtäglich zelebriert werden kann.

Das tat sie dann auch bis zuletzt. Wir wissen gar nicht mehr, wie oft wir Marie über die Jahre wieder auf die Beine geholfen haben, egal ob Tag oder Nacht. Ganz selbstverständlich hat unsere Kämpferin sofort danach wieder weitergemacht hat, als wäre nichts gewesen. Bei ihrem letzten Festliegen signalisierte sie uns aber, dass sie nicht mehr stehen bleiben wollte, und als uns auch der sofort herbeigerufene Tierarzt keine Hoffnung mehr machen konnte, mussten wir schweren Herzens realisieren, dass es Zeit war, Abschied zu nehmen. Hoffentlich ist Marie nun irgendwo mit ihrem besten Freund Paul wiedervereint.

Für Marie:
https://www.youtube.com/watch?v=3h0apAcQGPQ

Lege deinen süßen und müden Kopf nun nieder,
die Nacht ist gekommen, du bist am Ende deiner Reise.

Schlaf jetzt und träume von denen, die vor dir gingen,

sie rufen von einer weit entfernten Küste.

Warum weinst du? Warum sind Tränen auf deinem Gesicht?

Bald wirst du sehen, dass all deine Ängste vergehen werden,

Beschützt in meinen Armen wirst du nur schlafen.“


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