Denn Tiere sind keine Maschinen
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Freunde

von Admin | 23. September 2017 | noch kein Kommentar

„Was ist ein Freund? Ein anderes Ich; zwei Seelen in einer.“
(Cicero)


Neues aus der Butenlandklinik

von Admin | 22. September 2017 | 2 Kommentare

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen des Tierarztes, der gleich mehrere Patienten in unserer Herde besucht hat. Als erstes kam Mattis an die Reihe, der sein Hinterbein nicht richtig belasten kann und deshalb stark hinkt. Bei unserem Riesenbaby war eine richtige Behandlung nicht möglich, da es nicht in unseren Kippklauenstand passt. So gab es nur eine Vermutung des Tierarztes auf Panaritium, also eine Entzündung oder Schwellung im Zehenbereich. Genaueres werden wir erst nächsten Montag erfahren, da hat Mattis den nächsten Termin im Spezialkippstand. Wir hoffen nur, dass es sich um kein Klauengeschwür handelt, denn das müsste der Tierarzt öffnen und danach die Klaue korrigieren.

Die nächste Patientin war Lara, bei der wir den Anfang einer Arthrose vermutet haben. Allerdings könnte es sich ebenfalls um Klauenprobleme handeln, auch hier sind wir erst nächsten Montag schlauer, wenn der Kippstand aufgebaut wurde und wir uns dann ihre Beine genauer ansehen können.

Beim Nachcheck von Samuell gab es dann endlich mal gute Nachrichten, denn er hat seine OP, bei der ihm ein Tumor aus der Nase entfernt wurde, sehr gut überstanden und befindet sich auf dem Weg zur vollständigen Genesung. Hier ist der einzige bittere Beigeschmack, dass der Tumor jederzeit wieder wachsen könnte, allerdings ist das ein Teufel, den wir jetzt noch nicht an die Wand malen wollen.

Ein trauriger Fall ist leider unsere Herbstzeit. Bei ihr schreitet die Arthrose immer weiter voran, ein Hinterbein wird immer steifer, und wir müssen Schmerzmittel einsetzen. Leider kann ihr körperlicher Abbau jederzeit rapide werden. Das müssen wir beobachten und dann entsprechend handeln, da wir kein Familienmitglied quälen möchten.

Als letzte Patientin war Fine dran, die unter einem Bauchabzess leidet, der sich zwar geöffnet hat, aber trotzdem nur sehr langsam zurückgeht. Unglücklicherweise liegt er auch noch direkt unter der Bauchhauptvene, so dass eine künstliche vollständige Öffnung per Eingriff viel zu gefährlich wäre. Also ist auch hier weiter beobachten angesagt.

Das war es dann mit unserer Zusammenfassung aus der Butenlandklinik. Wir halten euch natürlich weiter auf dem Laufenden, können aber jedes Daumendrücken für die Patienten schon jetzt gut gebrauchen.

https://www.youtube.com/watch?v=q9V8LUjPTjQ


Der Tierarzt kommt …

von Admin | 22. September 2017 | 5 Kommentare

Das wird heute wieder ein spannender Tag. Unser Riesenbaby Mattis kann sein Hinterbein nicht richtig aufsetzen und humpelt stark. Aktuell hat er sich auf die hinterste Weide zurückgezogen und wartet da auf eine Wunderheilung. Auf die wollen wir uns nicht verlassen, also haben wir unseren Tierarzt für heute nachmittag bestellt.

Das Problem ist, dass Mattis mit seinen 1.200 Kilo und der gewaltigen Hornspanne nicht in den Klauenkippstand passt. Also haben wir unseren Treibewagen auf die Weide gefahren und müssen ihn jetzt irgendwie da hineinbekommen. Was ansich schon kein Spaß ist, aber noch dadurch erschwert wird, dass Mattis es perfektioniert hat, blitzartig nach hinten auszuschlagen. Was bei seinem Kampfgewicht schon unter lebensgefährlich läuft, zumindest wenn er es bei Menschen versuchen würde, die im Umgang mit ihm unerfahren und vor allem für Mattis unbekannt sind. Aber auch für uns wird das ein Job unter Hochkonzentration. Als wäre das nicht genug, dürfen wir natürlich auch nicht Muddi Dina vergessen, die uns ebenfalls unter Garantie zeigen wird, wo der Hammer hängt, wenn man ihren Sonnenschein bedrängt.

Sollten wir diese Mutprobe wie schon sooft heil absolvieren, dann steht auch noch die Nachsorgeuntersuchung bei Samuell an, dem vor ein paar Wochen ein hühnereigroßer Tumor aus der Nase entfernt wurde. Und auch Lara hat einen Termin, bei ihr tippen wir auf erste Arthroseanzeichen. Es wird also mal wieder nicht langweilig auf Hof Butenland.


Rudis nächtliche Heißhungerattacke

von Admin | 21. September 2017 | 4 Kommentare

Wer kennt es nicht? Man geht zu Bett, wacht aber mitten in der Nacht auf und hat plötzlich Appetit. Das ist heute auch Rudi passiert, nur das bei seiner traditionell sehr zeitigen Bettruhe der frühe Abend unter „mitten in der Nacht“ läuft. Ihr müsst also verzeihen, dass sich noch das halbe Bettzeug auf seinem Körper verteilt, aber der Heißhunger auf Ananas hat einfach keine Zeit für einen Badezimmerbesuch gelassen. Und wer kann auch ahnen, dass man selbst zu dieser zumindest im Rudi-Universum extrem späten Uhrzeit von den Hof-Paparazzis erwischt wird?


Vergesst „Die Vögel“, hier kommen „Die Hühner“

von Admin | 21. September 2017 | 3 Kommentare

Wir sagen es den Hofmitarbeitern immer und immer wieder: „Bitte am Morgen als erstes die Hühner füttern, die werden sonst sauer.“ Tja, heute hat Indira leider ihren Futterrundgang bei den Schweinen begonnen, da wurde sie direkt draußen an der Stalltür abgefangen. Und wenn Hühner sich übergangen fühlen und dazu noch hungrig sind, dann trauen sich selbst so furchtlose Vertreter wie Pumba und Pippilotta nicht mehr dazwischen. Jetzt können wir alle nur hoffen, dass Pavarotti und seine Groupieschar nochmal Gnade vor Recht ergehen lassen, da die Fütterungsreihenfolge zum ersten Mal durcheinander gebracht wurde und wir geistesgegenwärtig ein paar Versöhnungskörner auf Indira werfen konnten. Ansonsten gibt es hier wohl morgen eine neue Stellenausschreibung. Wir halten euch auf dem Laufenden.


Lillja muht Hallo

von Admin | 20. September 2017 | 6 Kommentare

Heute stellen wir euch die dreijährige Lillja vor. Sie ist die erste Kuh, die vor Drehbeginn erst in die Maske wollte, dann empört gemerkt hat, dass Butenland so etwas gar nicht zur Verfügung stellt, und sich deshalb noch vor laufender Kamera die Haare frisieren muss. Aber natürliche Schönheit macht das Gesamtpaket eben immer nur zu 80 % aus, am Rest müssen auch hinreißende Persönlichkeiten wie unsere Lillja selbst Klaue bzw. Zunge anlegen.

Am Anfang ihres Lebens hatte unsere Hofschönheit leider noch ganz andere Probleme. Sie wurde viel zu früh zwangsbesamt, deshalb war ihr Becken zu schmal für ihr Kalb. Also wurde ihr erst die Zerfix zerschnitten, als das nicht reichte, musste sie einen kompletten Kaiserschnitt über sich ergehen lassen, den ihr Kind nicht überlebt hat. Nach der Tortur blutete sie stark aus Anus und Vagina und war eigentlich schon fest für die Schlachttiermast vorgesehen.

Zum Glück setzte sich eine beherzte Tierschützerin für die Süße ein, so dass sie im Februar dieses Jahres nach Butenland umsiedeln durfte. Wir würden lügen, wenn wir schreiben würden, dass Lillja sich perfekt in die Herde integriert hat. Sie sucht zwar hin und wieder Kontakt zu Anton, aber trotzdem bemerken wir öfter, dass sie alleine auf der Weide liegt.

Das ist aber kein Problem, denn sie ist nicht das erste Rind, das auf Butenland als Einzelgänger das Leben bestreitet. Im Gegenteil ist die Hofphilosophie ganz bewusst so ausgelegt, dass die unterschiedlichen Charaktere nach ihrer Fasson glücklich werden können. Egal, ob Kuschler oder kontaktscheu, Partyanimal oder introvertiert.

Lillja läuft schon lange nicht mehr von Eindrücken überfordert auf den Hof zurück und geniesst ihr Leben in der Freiheit, das ist das einzig Wichtige. Richtige Probleme gibt es für sie eigentlich nur noch, wenn Mensch mit einer Kamera anrückt, obwohl man gerade aus dem Mittagschlaf kommt und deshalb noch gar nicht die Haare schön hat. Und solche Bagatellen sollen auch zukünftig die größten Unmutsspitzen in ihrem artgerechten und selbstbestimmten Leben bilden und irgendwann hoffentlich völlig die holprigen ersten Erdenjahre vergessen machen. Willkommen in der Herde, Lillja, egal ob zentral oder im eher weitläufigen Bereich.


Lisbeths Geheimwaffe

von Admin | 20. September 2017 | 7 Kommentare

Unsere 14jährige Lisbeth ist seit 2 Monate eine Butenländerin und hat direkt bei der Ankunft ihre Erfahrung bewiesen, indem sie keinen Tag gebraucht hat, um sich in die Herde zu integrieren. Inzwischen hat sie auch die menschlichen Hofbewohner um die Klaue gewickelt, indem sie unter anderem einen raffinierten Leckerchen-Blick entwickelt und perfektioniert hat, den ihr heute auf dem Tagesfoto bewundern könnt. Da kann sich jeder Hundebettelblick hinter verstecken und es fällt auch folgerichtig bei jedem Einsatz mindestens ein Apfel mehr für sie ab. Aber wer könnte dieser genialen Geheimwaffe auch widerstehen? Bestimmt kein Butenländer …


Wir stellen vor: Janne Rübergemacht

von Admin | 19. September 2017 | 2 Kommentare

Heute stellen wir euch Janne vor. Sie gehört zu unserer Familie Rübergemacht und stand im letzten April plötzlich auf unserer Weide. Auf Butenland haben wir das Motto, dass jedes Tier bleiben darf, das es aus eigenen Antrieb auf den Hof schafft, also sind wir nach der Ankunft der Süßen direkt zu unserem Nachbarn gezuckelt und haben den Umzug klar gemacht.

Vielleicht fällt dem einen oder anderen Leser auf, dass wir die jüngste Butenländerin bereits vorgestellt haben. Das ist nicht etwa Janne geschuldet, sie hat sich in keinster Weise nochmal vorgedrängelt, wir sind nur etwas durcheinander gekommen und haben deshalb jetzt eine Kontrollliste eingerichtet. Rosa Mariechen ist sowieso schon sauer, weil sie als geborene Rampensau noch nicht dran war. Wenn sie erfährt, dass Janne dafür doppelt gefeaturet wurde, können wir uns morgen einiges anhören. Am besten machen wir jetzt schon die Beruhigungs-Ananas fertig …


Über Hof Butenland …

von Admin | 18. September 2017 | 10 Kommentare

… muss die Freiheit wohl grenzenlos sein, sofern man da dem Lied von Reinhard Mey vertraut, an das wir diese Zeile angelehnt haben. Aber wichtig ist ja eh nur, dass die Freiheit auf Butenland grenzenlos ist, und das versuchen wir Tag für Tag umzusetzen.

Über Hof Butenland kommen immer wieder Fragen auf, wie sich Butenland finanziert, was wir gerne an dieser Stelle nochmal erläutern.

Jan und Karin haben im Jahr 2007 eine Stiftung gegründet, in die Jan seinen Hof und Karin ihr fünfstelliges Privatvermögen eingezahlt haben. Sie haben quasi sowohl das Geld als auch den Hof verschenkt, vom letzteren ist Jan nicht mehr der Besitzer, sondern nur noch der Pächter. Diese Stiftung läuft über Spenden und sowohl Karin als auch Jan arbeiten dort ehrenamtlich. Das ist anders auch gar nicht möglich, da Stiftungsgründer per Gesetz in keinster Weise von der eigenen Stiftung profitieren dürfen. Außerdem bietet so eine Stiftung einen dauerhaften Erhalt der Tierschutzidee, da ihr der Hof gehört und so nicht mehr weitervererbt oder verkauft werden kann. Eine Stiftungssatzung kann darüberhinaus nicht mehr geändert werden, ist also auch langfristig angelegt.

Ihren Lebensunterhalt bestreiten die beiden mit der Vermietung von 2 Ferienwohnungen, die auf dem Hof eingerichtet wurden, mit dem Stromverkauf vom hofeigenen Windrad, sowie mit EU-Agrarsubventionen für Grünlandflächenbewirtschaftung. Der Großteil dieser Gelder fliesst direkt wieder in die Stiftung und die Versorgung der Tiere, das ist allerdings eine Einbahnstrasse. Jeder Spender und Pate kann sicher sein, dass seine Zuwendungen ausschließlich den Tieren zugute kommen. Das geht sogar so weit, dass PCs, Kameras, Traktoren und andere Dinge, die für den Arbeitsablauf bzw. die Dokumentation zwingend notwendig sind, aus privater Tasche bezahlt werden. Auch die Drohne, die öfter Kritik von Dritten auslöst und auch im heutigen Video zum Einsatz kam, ist vollständig mit Nicht-Stiftungsgeldern bezahlt worden, obwohl sie durchaus zur Überwachung der Rinder, also zur direkten Stiftungsarbeit eingesetzt wird.

Selbst der Erlös aus Kalendern und Büchern über den Hofalltag, die jährlich in Eigenregie produziert und vertrieben werden, fliessen zu 100 % in die Stiftung. Das ist wichtig, damit der Hof auch weiter geführt werden kann, falls mal die Spendengelder ausbleiben. Immerhin wurde den Tieren ein Lebensabend versprochen, da wäre es fahrlässig, dieses Versprechen von nur einer Finanzierungssäule abhängig zu machen.

Um so ärgerlicher ist es, wenn diese Fakten von Anderen aus welchen Gründen auch immer verdreht werden. Deshalb werden wir auch nicht müde, es immer und immer wieder zu betonen und richtig zu stellen. Wer von den Kritikern verschenkt ebenfalls mal eben Haus, Hof, Besitz und sämtliche finanziellen Rücklagen im Wert von 1,5 Millionen Euro und hält trotzdem still, wenn ihm danach noch eine Bereicherung vorgeworfen wird? Nach dieser Frage wird es meistens sehr still auf der Gegenseite.
https://www.youtube.com/watch?v=035DHbAXdhg


Die Butenländer Chill-Out-Lounge

von Admin | 17. September 2017 | 4 Kommentare

Vielleicht hat sich der eine oder andere Leser schon gefragt, was die Groupies von Pavarotti eigentlich während seiner Tourpausen machen. Ganz einfach; sie greifen zurück auf unser gutes altes Butenland-Radio. Und dort wird dann zur Abwechslung auch kein Hahnenschrei-Metal ausgewählt, sondern es wird sich klassischer Menschenmusik hingegeben. Und das durchaus mit voller Konzentration, wie man im Video begutachten kann. Dass das Ganze etwas meditativ abläuft, ist klar, schließlich darf man sich bis zum nächsten Pavarotti-Konzert nicht verausgaben. Immerhin ist da dann wieder innovativer Zukunfts-Pogo ohne Körperkontakt und Headbanging bis der Kamm rotiert angesagt, also heisst es bis dahin Kräfte schonen und allerhöchstens leicht im Takt schunkeln.


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