Denn Tiere sind keine Maschinen
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Miesmuscheln – lebend verkauft

von Admin | 22. September 2018 | 5 Kommentare


Heute ist auf Butenland eine besondere Tierrettung angesagt. Eine Tierrechtlerin hat uns lebende Muscheln geschickt, die bei Aldi vertrieben werden und aus einer holländischen Aquakultur stammen. Zur Zeit herrscht hier gerade Hochwasser, deshalb werden wir die armen Kreaturen jetzt in die Nordsee setzen.

Falls der Hinweis auf der Verpackung zu klein ist, zitieren wir ihn mal an dieser Stelle: „Lebende Tiere! Bitte achten Sie auf einen verantwortungsvollen und schonenden Umgang. Muscheln müssen beim Verkauf lebend sein und vor dem Verzehr gekocht werden.“ Die Konsumenten essen da also nicht nur schmerzempfindliche Lebewesen, die ein Nervensystem besitzen, durch Kiemen atmen und auf ein komplexes Kreislaufsystem inklusive Herz zurückgreifen, sie kochen sie auch noch bei lebendigen Leib. Das muss wohl mit der klassischen Hölle gemeint sein, lebend erhitzt und zu Tode gekocht zu werden. Von Teilen der Menschheit, die moralisch nicht mal mehr zucken und sich damit verteidigen, dass ihre Opfer nicht laut schreien können und „gut“ schmecken.

„Man möchte wirklich sagen: Die Menschen sind die Teufel auf Erden und die Tiere die geplagten Seelen.“
(Arthur Schopenhauer)


Martins Hambacher Forst

von Admin | 21. September 2018 | 2 Kommentare


Seitdem Martin mitbekommen hat, wie sehr sich die menschlichen Butenländer über den politischen Offenbarungseid im Hambacher Forst empören, ist er noch intensiver in der Butenländer Forstvariante beschäftigt. Wir wissen noch nicht, wie wir dieses verschärfte Training einschätzen sollen. Zum einen wären wir schon entsetzt, wenn wir die Tage einen Abschiedsbrief von ihm finden würden, in dem er uns kurz über seine Abreise informiert. Auf der anderen Seite würde es uns aber auch brennend interessieren, wie Polizisten ein Baumhaus räumen wollen, das ein 1.200 Kilo-Ochse besetzt. Na ja, eigentlich müssen wir uns aber keine Gedanken machen, denn die meisten Busfahrer nehmen gar kein abenteuerlustiges Rind mit und erteilen deshalb schon Abfuhren beim Einstieg. Und wenn sich doch mal jemand erbarmt, dann scheitert es letztendlich immer an dem nicht vorhandenen Hartgeld. Denn zum Glück hat sich weder eine Klaue voll Heu noch der eine oder andere Apfel als Zahlungsmittel im öffentlichen Personennahverkehr durchgesetzt.


Lisbeth wünscht ein schönes Wochenende

von Admin | 21. September 2018 | 5 Kommentare


Die Vorgeschichte der 15jährigen Lisbeth ist fast typisch für unsere Herde. Einige Kinder an die Milchindustrie verloren und als zynisches Dankeschön bei nachlassender Milchleistung einen Termin beim Schlachter bekommen. In Lisbeths Fall waren es 8 Nachkommen, die ihr sofort nach der Geburt entrissen wurden und nach denen sie tagelang geschrien hat.

Zum Glück wurde sie dann aber eine Woche nach ihrem 14. Geburtstag an unseren Hof vermittelt. Hier angekommen war sie nur am ersten Tag überfordert, da sie sich erstens an die weitläufigen Weiden gewöhnen musste und auch zweitens nicht mit der neugierigen Schar Rinder klargekommen ist, die den Neuzugang natürlich direkt bestürmen mussten. Das war etwas stressig, aber schon am zweiten Tag lag Lisbeth entspannt auf dem Gras und hatte ihren Platz in der Herde gefunden. Überhaupt hat sie sich als sehr gemütliches Familienmitglied entpuppt, das ihren festen Freundeskreis pflegt, aber auch jederzeit für ein Schwätzchen außerhalb der gewohnten Clique ein offenes Ohr hat.

Bizarr an Lisbeths Fall war, dass sie auf unserer Übernahme-Liste noch gar nicht dran war. Eigentlich sollte Juliana aus einem Versuchslabor den Platz bekommen. Doch dann bemerkten die Verantwortlichen, dass sich Butenland ganz offen gegen Tierversuche positioniert und wollten deshalb trotz bereits abgeschlossenen Vermittlungsgesprächen die junge Kuh nicht mehr an uns weitergeben. So rückte Lisbeth nach und bereichert nun unsere Herde, während Juliana an einen anderen Hof gegangen ist, bisher leider trotz Nachfragen nur ein Foto direkt nach ihrer Ankunft veröffenlicht wurde und es keine weiteren Updates zu ihr gegeben hat.


Erste Begegnung der kuhlen Art – Jonna trifft Emma

von Admin | 20. September 2018 | 6 Kommentare


Jonna wohnt hier in der Nähe und unterstützt uns 2 Tage in der Woche bei der Arbeit, weil sich die raue See an unserer Bewerbungsfront leider noch immer nicht gelegt hat. Heute hatte sie ihre erste direkte Begegnung mit einer Kuh. Für dieses kollegiale Vier-Augen-2-Hände-Premieren-Kraulgespräch hat sich Emma netterweise zur Verfügung gestellt, und wenn wir die Bilder richtig deuten, dann war sie hochzufrieden mit dem Verlauf und pocht sicher bald auf eine Wiederholung.

Im Hintergrund seht ihr übrigens Isolde. Viele Fans fordern schon länger endlich mal eine Hauptrolle für sie, aber leider hat die Süße da andere Pläne, weil sie zu den etwas menschenscheueren Exemplaren unserer Herde gehört. Das akzeptieren wir selbstverständlich und bitten sie deshalb gar nicht erst zu einem filmischen Rendez-Vous. Aber wenn sie sich freiwillig im Hintergrund die Ehre gibt, möchten wir sie ihren Paten und anderen Fans natürlich nicht vorenthalten.


Die Veggienale in Hamburg

von Admin | 20. September 2018 | noch kein Kommentar
Jan ist dieses Wochenende wieder unterwegs und hat einen Butenland-Stand auf der Veggienale in Hamburg.
 
„“Öko meets vegan“ heißt es zur 3. Auflage der Veggienale & FairGoods in Hamburg. Zum ersten Mal mit dabei ist die Partnermesse „Grünes Geld“ – mehr Nachhaltigkeit geht nicht.
 
Jede Menge Aussteller erwarten Dich mit attraktiven Angeboten aus den Bereichen Bio-Lebensmittel, Ethische Finanzen, Fairer Handel, Ökostrom, Elektromobilität, Zero Waste / Plastikfrei leben, grünes Wohnen, EcoFashion, Naturkosmetik, Shareconomy, Nachhaltiger Konsum, Tierschutz und Tierrechte, gesunde pflanzliche Ernährung, allgemeine Gesundheit und bewusstes Leben.
 
Rund 50 Programmpunkte sind geplant wie z.B. Kochshows, Workshops, Fachvorträgen, Mitmach-Aktionen, Verkostungen, Tombola und Kindertheater.
 
Das Rahmenprogramm und die Ausstellerliste werden in Kürze veröffentlicht.
 
Der Eintritt kostet an den Tageskassen 8,00 EUR, ermäßigt 6,00 EUR. Im Online-Vorverkauf gibt es Tickets ab 5,00 EUR.
Der Online-Vorverkauf startet ab 01. März 2018.
Der Eintritt für Kinder und Jugendliche (bis einschließlich 14 Jahre) ist frei.“
 
Also nichts wie hin, unser Bauer freut sich auf euch.

Eine Runde Rinder gucken?

von Admin | 19. September 2018 | 6 Kommentare


Wir nehmen euch heute mit auf unsere Morgenvisite, einer der drei täglichen Kontrollgänge. Hinzu kommt ein regelmäßiger Besuch auf der Krankenweide zum Tagesabschluß so gegen 1 Uhr nachts. Wir haben uns mal den Spaß gemacht und ausgerechnet, was wir da insgesamt pro Tag für eine Strecke abwandern. Es sind 10 – 12 Kilometer, je nachdem, wo die Damen und Herren ihr Picknick veranstalten und auf welchen Weiden die Einzelgänger der Herde ihre Wiederkäuschicht einlegen. Und das reicht uns noch nicht mal als Parcoursherausforderung, deshalb chauffieren wir bei jeder Runde zusätzlich einen geschwindigkeitsaffinen Pekinesen in seinem Hundeporsche über die Strecke. Kein Wunder also, dass wir auch ganz ohne Nordic-Walking-Stöcke oder Joggingschuhe topfit sind.


Das Beste, was einer Kuh passieren kann

von Admin | 19. September 2018 | 7 Kommentare

In der aktuellen TV-Hören und Sehen ist ein Artikel über Butenland erschienen.


Ein schweinischer Herbst der Liebe

von Admin | 18. September 2018 | 8 Kommentare


Heute können wir euch ziemlich stolz im Tagesvideo die neue Schweine-WG präsentieren. Wir waren selber ziemlich baff, als wir Rosa Mariechen und Erna zum ersten Mal beim Kuscheln erwischt haben. Aber wie konnten wir auch ernsthaft daran zweifeln, dass sich Ernas Geduld und Nervenstärke nicht auch irgendwann bei der leicht launischen Diva durchsetzen würde? In der nächsten Szene sitzt Erna dann alleine im neuen schweinischen Liebesnest, weil Rosa Mariechen sogar völlig selbstlos ein paar Melonensnacks an der Menschenbar bestellen wollte. Das hat allerdings so lange gedauert, dass Erna doch mal nachgucken musste und die Diva dann im weitläufigen Areal verpasst hat, so dass diese in der folgenden Szene die Alleinunterhalterin gibt. Zur Abendruhe haben sich die beiden aber wiedergefunden und sich im neugegründeten gemeinsamen Schlafzimmer niedergelassen. Wunder gibt es einfach immer wieder …


Wie Hund und Katz

von Admin | 18. September 2018 | 5 Kommentare

Unser Tagesfoto fasst sehr gekonnt zusammen, wieso sich Katzen nie als Wachangestellte durchsetzen konnten, während Hunde es auf dem Gebiet zu einer wahren Meisterschaft gebracht haben.
 
So unterschiedlich wie die Dienstauffassung der beiden Protagonisten ist auch ihr Lebenslauf. Pinocervo (für seine Freunde gerne auch Pino) lebte 12 Jahre in einem Tierheim auf Sardinien. Als die erste Butenländer Eisbärhündin Kylie 2014 verstarb, war in der ersten Trauer eigentlich allen klar, dass kein weiterer Hund in dieser Größenordnung auf den Hof kommen sollte. Diese Phase hielt knappe 2 Tage an, dann war uns klar, dass es ohne Herdenschutzhund einfach nicht geht. Also surften wir im Internet, stießen schnell auf die Vermittlung http://www.streunerherzen.com/ , die wir an dieser Stelle auch nochmal sehr gerne empfehlen können, und im Mai 2014 durften wir dann unseren neuen Security Chef vom Düsseldorfer Flughafen abholen. Seitdem macht dieser Traum von einem Hund den perfekten Job im Sicherheitsbereich, hat erfolgreich alle Gänse angelernt, und ist trotzdem ein großer Schmuser, selbst zu seinen Dienstzeiten. Was aber auch gar nicht anders geht, denn unser Pino ist immer im Dienst und hat selbst im Schlaf mindestens ein Ohr oder ein Auge zur Nachtwache verdonnert.
 
Eddy dagegen ist ein echter Freigeist. Wie alle Butenländer Katzen ist er ein Streuner, über dessen Herkunft wir nichts wissen. Eines Tages fanden wir ihn plötzlich in unserem Pferdestall, wo er ein Loft bezogen hatte und dieses fauchend vor jedem Eindringling verteidigte. Nur unsere Futterspenden wurden gnädig angenommen, aber auch nur, wenn man beim Servieren einen Sicherheitsabstand einhielt. Irgendwann nach zwei Jahren stolzierte er dann genauso selbstverständlich in unser Wohnzimmer und liess sich dort auf einer Couchecke nieder, die er fortan ebenso fauchend verteidigte. Selbst heute zeigt er hin und wieder noch sehr deutlich mit seinen Stimmbändern an, wenn ihm irgendetwas nicht passt, lässt sich aber mittlerweile durchaus auch anfassen und kraulen, solange Mensch das nicht übertreibt.

3 Wochen später – Wie geht es Lady Welle?

von Admin | 17. September 2018 | 4 Kommentare


Das heutige Video haben wir nochmal Lady Welle gewidmet. Unsere Kämpferkuh hat einen sehr durchwachsenen September hinter sich, teilweise haben wir uns wirklich ernsthafte Sorgen um sie gemacht. Man darf schließlich nie den Hintergrund dieses Rinds vergessen, dem 12 Kälber gestohlen wurden und das als Turbokuh 140.000 Liter Muttermilch in ihrem Leben geben musste. Wenn sich bei so einer Kandidatin plötzlich die Pansenfunktion einstellt, und das gleich mehrere Male hintereinander, dann schrillen bei uns natürlich alle Alarmglocken. Karin erzählt euch im Video nochmal ihre Krankengeschichte der letzten Wochen im Detail.

Inzwischen macht unsere Lady aber wieder brav ihre täglichen Eimer mit Kraftfutter leer, wirft uns diese nach Gebrauch auch wieder um die Ohren und ist inzwischen ganz die Alte. Eben die Kämpferseele, bei der wir schon öfter den Abschied kommen sahen, die uns aber immer wieder aufs Neue überrascht hat. Und das hoffentlich noch einige Male tun wird.


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