Denn Tiere sind keine Maschinen
suche - search.php

Lilljas großer Tag

von Admin | 16. Januar 2018 | 5 Kommentare


Die eigentlich recht scheue Lillja ist heute das erste Mal über ihren Schatten gesprungen. Wahrscheinlich haben wir Anna einfach zu professionell gekrault, da kann wohl kein Beobachter lange widerstehen, und so hat auch Lillja ihre Streicheleinheiten eingefordert.

Um zu verstehen, wie besonders dieses Verhalten ist, muss man sich Lilljas bisherigen Lebensweg in Erinnerung rufen: Weil sie viel zu früh zwangsbesamt wurde, passte ihr erstes Kind nicht durch ihr Becken. So musste sie, selber noch ein Kind zu dieser Zeit, einen Kaiserschnitt über sich ergehen lassen, den ihr Kalb nicht überlebte. Danach blutete sie stark aus Anus und Scheide, und als wäre das und der Verlust ihres ersten Babys an Tortur noch nicht genug gewesen, wurde sie danach auch nicht richtig (oder vielleicht sogar gar nicht) ärztlich versorgt. So mussten wir im letzten November bei einer Untersuchung feststellen, dass ihre Gebärmutter mittlerweile mit ihrem Darm verwachsen ist, was zu regelmäßigen eitrigen Ausfluss aus ihrer Scheide führt.

Zusammengefasst ist es also ein kleines Wunder, dass Lillja nach gut einem Jahr Butenland (im Februar macht sie es zum ersten Mal voll) wieder langsam Vertrauen zu Menschen fasst und den Körperkontakt zu ihnen sucht. Hoffen wir, dass dieser Trend weiter so positiv verläuft und wir auch zukünftig als Kraulbeauftragte parat stehen dürfen. Nichts würde uns mehr freuen.


Tiere im Glück?

von Admin | 16. Januar 2018 | ein Kommentar

„Um das „Tierwohl“ zu verbessern, arbeiten Forscher seit geraumer Zeit am intelligenten Stall, der nicht nur für Gesundheit sorgt, sondern Schwein und Huhn auch geistig anregt.Vertreter der Tierrechtsbewegung kritisieren, dass auch der beste Stall nur dazu diene, die Tiere einzuschränken und zu töten.

Die Vorstellung, Schimpansen in engen Käfigen zu halten, zu töten und zu essen, löst bei den meisten Menschen Empörung aus. Warum hält sich die Empörung in Grenzen, wenn Schweine oder Hühner in engen Käfigen leben? Eine mögliche Antwort lautet: Tiere, die ihm ähneln, will der Mensch menschlich behandeln. Über die Jahre fanden Forscher vor allem bei den Menschenaffen immer neue Fähigkeiten, die sie mit uns teilen. Bei unseren Nutztieren dagegen wollte es niemand so genau wissen. Dabei sind auch die klug und mitfühlend, meint Tierforscher Birger Puppe:

„Was erstaunlich ist, passiert auch bei mir, was bei vielen Menschen passiert: Je näher einem ein solches Tier gebracht wird vom Verhalten, dann ist das Gefühl, dass wir die Tiere essen oder anderweitig nur nutzen, schon ein Gefühl, was man im Hinterkopf hat.“
„Ich denke dass die sogenannten Nutztiere natürlich auch an ihrem Leben hängen und gerade wenn sie jetzt ein gutes Leben hätten, gerade dann ist es doch total komisch, zu sagen, dass man ihnen nichts wegnimmt, wenn man sie tötet, oder dass das kein Problem sei. Also gerade dann ist es doch offensichtliches Unrecht, ihnen dieses Leben dann zu nehmen.““

http://www.deutschlandfunk.de/menschlichere-nutztierhaltung-huhn-im-glueck.740.de.html?dram%3Aarticle_id=407832


S.O.D. – Save our ducks

von Admin | 15. Januar 2018 | 3 Kommentare


Heute gab es auf Butenland eine Ente in See- bzw. Kanalnot, weil die Wassergräben überall an den flachen Uferzonen gefroren sind. So ist ein Mitglied unserer Watschelgang zwar problemlos ins Wasser hineingekommen, sogar sehr viel schneller und rasanter als gewöhnlich, aber an eine Rückkehr ans Land war auf diesen glatten Flächen nicht zu denken. Was also tun?

Als erste Maßnahme hat Jan an den Uferzonen das Eis weggeschlagen, was aber nicht den gewünschten Erfolg brachte. Zum Glück sprechen wir hier aber über den Mann, der auch nicht davor zurückscheut, ein Bad in der Güllegrube zu nehmen, wenn einer seiner Schutzbefohlenen Hilfe braucht. Der Link hier http://www.stiftung-fuer-tierschutz.de/2015/04/das-war-heute-vor-vier-jahren-die-guellehelden/ führt euch zu einem Fotobeweis, bei dem ihr sehr froh sein könnt, dass das virtuelle Geruchsbild noch nicht erfunden wurde. Also fackelte unser Bauer auch diesmal nicht lange und stand wenig später im eiskalten Wasser, um die Rettung dann so vorsichtig wie erfolgreich mit einer Teleskopstange durchzuziehen. Aber obwohl Eistauchen gerade in Skandinavien ein alter Hut ist und auch als sehr gesund gelobt wird, reagierte Jan nicht auf unsere Anfragen, ob er das jetzt jeden Morgen in Betracht ziehen möchte. Seltsam …

Und da es irgendwie zum Thema passt, verlinken wir auch gerne nochmal unsere Erinnerung an das Butenländer Spendenschwimmen, auch wenn das hoffentlich in anders temperierten Wasser stattfindet: http://www.stiftung-fuer-tierschutz.de/2018/01/schwimmen-fuer-hof-butenland/


Die erste Butenländer Fortsetzungsgeschichte

von Admin | 15. Januar 2018 | ein Kommentar


Janne hat heute sichtlichen Spaß am Geschehen auf dem Hof. Wir meinen sogar, etwas Schadenfreude bei der Süßen entdecken zu können. Was genau die menschlichen Butenländer da veranstaltet haben und welches Spektakel unser Hof-Nesthäkchen da so exzellent unterhält, verraten wir euch im heutigen Tagesvideo. Versucht vor lauter Spannung nicht alle Fingernägel abzukauen, die Auflösung folgt ja schon in gut 3 Stunden. 😉


Schwimmen für Hof Butenland

von Admin | 15. Januar 2018 | noch kein Kommentar

Wir möchten euch nochmal an das Spendenschwimmen erinnern, das eine Butenland-Unterstützerin am nächsten Wochenende für unseren Hof veranstalten möchte. Diese schöne Idee kann ja nicht genug Sponsoren bekommen. Hier nochmal die Mail von Katharina:

„Hallo zusammen,
ich bin Katharina, 28 Jahre alt und komme aus Bonn.
Am 20./21.Januar 2018 nehme ich am 24-Stunden-Schwimmen in Hohenhameln (Niedersachsen) teil. Dort will ich möglichst viele Kilometer schwimmen und eine möglichst weite Strecke schaffen, um den Butenland-Hof zu unterstützen. Deswegen mache ich mich jetzt auf die Suche nach Sponsoren, die mich gerne bei meinem Vorhaben unterstützen möchten.

Meine Idee: Privatpersonen oder Organisationen überlegen sich einen Festbetrag „X“ oder ein Kilometer-/Bahnengeld, mit dem sie mich sponsoren wollen (kleines Rechenbeispiel: spendet jemand 3 Cent pro (25m-)Bahn, und ich schwimme 10 Kilometer, also 400 Bahnen, ergäbe das einen Spendenbetrag von 12 Euro).

Meine aktuelle Bestleistung bei so einer Veranstaltung liegt bei 43,8 km. Ich gebe mir natürlich ganz viel Mühe, wieder ähnlich viele Kilometer zu schaffen. Gutes Tun für den Butenland-Hof eben. Alle Spenden, die ich so zusammenkriege, werde ich im Anschluss an das 24-Stunden-Schwimmen an den Butenland-Hof überweisen.

Wer Lust hat, mich zu unterstützen, kann sich gerne bei mir per E-Mail melden (Katharina.Deutzmann@t-online.de)
Ich freue mich über eure/Ihre Rückmeldungen!

Viele Grüße,

Katharina“

Alle Daumen, Pfoten, Klauen, Flossen und Hufe sind auf Butenland gedrückt, damit Katharina themengerecht von Angeboten überschwemmt wird.


Dinner for Two

von Admin | 14. Januar 2018 | ein Kommentar


Vergesst das Dinner for One, Butenland präsentiert euch das Dinner for Two. In den Hauptrollen natürlich der 11jährige Eberhard und sein 7jähriger Sohn Winfried. Die beiden sind seit dem letzten April Butenländer, davor mussten sie in einem Kachelraum ihr Leben verbringen, da ein Labor an ihnen geforscht hat. Hier auf dem Hof lernten sie dann den Wind, die Sonne, andere Tiere und Artgenossen, Wiesen, unseren Kräutergarten und viele weitere spannende Dinge kennen und kriegen seitdem nicht genug davon. Während Eberhard von Tag 1 an sein neues Leben ausgiebig erkundete und sogar das Herz der Hofdiva Rosa Mariechen eroberte, war Winfried anfangs scheu und überließ dem Papa die Inspektions- und Flirtrunden. Inzwischen ist aber auch Winnie auf dem Hof angekommen, beide strotzen vor Selbstbewusstsein um die Wette und sind aus dem Butenland Alltag nicht mehr wegzudenken.


In den Sonntag mit Tilly und Anton

von Admin | 14. Januar 2018 | 4 Kommentare


Tilly und Anton wünschen euch einen tollen Sonntag. Und schaut, was sie extra zu diesem Anlass für eine atemberaubende Balanciernummer einstudiert haben. Gut, auf einem Standbild gehen leider die ganzen Effekte wie Saltoüberschlag, FlicFlac und dreifacher Rittberger verloren, aber glaubt uns einfach mal, dass es echt sensationell war. Die restliche Belegschaft klatscht sogar jetzt noch und fordert Zugaben.


Nichts geht über die beste Freundin

von Admin | 13. Januar 2018 | 3 Kommentare


Im heutigen Video dreht sich mal wieder alles um eine der größten Freundschaften auf unserem Hof, nämlich die zwischen Emily und Erna. Das kann letztere diesmal besonders unterstreichen, denn sie wird mit Granatäpfeln gefüttert und findet ihren Lieblingsmenschen deshalb gleich doppelt so gut, obwohl es diesbezüglich schon vorher keine Luft mehr nach oben gab. Danach ist leider nicht mehr nachzuvollziehen, wer da wen in den Schlaf gekuschelt hat, denn irgendwie hat das Sandmännchen beide Hauptdarstellerinnen erwischt. Wir ziehen uns an dieser Stelle dann auch zurück und verlassen uns ganz auf Else, die hoffentlich später Emily ins Gästestroh trägt, ohne dass eine der beiden aufwacht.


Arme Schweine

von Admin | 13. Januar 2018 | 9 Kommentare

Unglaublich, was momentan wieder für eine schmierige Tragikomödie in deutschen Wäldern aufgeführt wird. Die afrikanische Schweinepest breitet sich immer mehr in osteuropäischen Ländern aus, und schon schreit alles nach falschen Sündenböcken und ihrer kruden Bekämpfung.

Dabei fängt das zynische Schmierenstück schon damit an, was die afrikanische Schweinepest überhaupt ist. Die wird in den afrikanischen Ursprungsgebieten zwar von Lederzecken übertragen, aber zur Seuche konnte der ganze Spuk nur werden, weil der Mensch unbedingt Schweine auf engstem Raum stapeln muss, weil er scharf auf ihre Kadaver ist. Damit nicht genug spielt diese Lederzecke in Europa oder überhaupt außerhalb von Afrika keinerlei Rolle. Den Virus überträgt da der Mensch, egal ob er seine persönliche Liebe für Fernreisen auslebt und den Erreger als Andenken in den eigenen Stall schleppt oder ob er Ferkel aus Risikogebieten importiert, weil er leidenschaftlich gerne Todeskandidaten vor ihrem letzten Schnaufer noch um den halben Erdball verschifft.

So oder so gibt es kein Wildschwein, das in Afrika seinen Jahresurlaub verbracht hat und nun diese Art der Schweinepest als exotischen Hauch unter den europäischen Artgenossen populär macht. Diese Tiere sind sogar so ortsgebunden, dass es absolut unwahrscheinlich ist, dass sie den Virus aus Osteuropa nach Deutschland einschleppen. Das ist aber egal, denn der Bauernverband braucht ein Opfer, das er töten kann, und da eignet sich der ursprüngliche Verantwortliche Mensch nicht für, also müssen die unschuldigen Wildschweine nun den Kopf hinhalten.

Die Population dieser Lebewesen explodiert sowieso, weil die Landwirtschaft mit ihrem Tunnelblick auf Mais- und Rapsfelder den Tieren eine unwiderstehliche Offerte direkt vor ihrer Haustür macht. Da lässt sich Mutter Natur nicht lumpen, wenn das Nahrungsangebot für eine Art quasi ohne Limit nach oben explodiert. Freundlicherweise haben Jäger auch den Wolf und andere natürliche Feinde in unseren Breitengraden ausgerottet, ein weiterer Pluspunkt für eine Wildschweinvermehrungsquote nach dem „Kevin und Schantalle“-Prinzip, das man sonst nur in deutschen Plattensiedlungen kennt. Jetzt könnte man auch noch die Fütterungen über den Winter nennen, die die Jägerschaft regelmäßig betreibt, damit ihr im Sommer nicht die Opfer ausgehen. Aber da der Mensch das Klima sowieso bereits so zerstört hat, dass diese Jahreszeit nicht mehr als natürliche Regulation funktioniert, kann man diese Taktik fast unter den Tisch fallen lassen.

Jedenfalls sollen nun offiziell 70 % der einheimischen Wildschweine sterben, weil der Mensch eine Seuche um die Welt trägt, dafür aber nicht den Kopf hinhalten will. Also darf jetzt wieder geballert werden in deutschen Wäldern, diesmal sogar aus noch fadenscheinigeren und noch freier erfundenen Gründen als gewohnt. Völlig egal, was Zahlen zu dieser holprigen Lösung sagen. Die tierärztliche Vereinigung für Tierschutz hat eine Studie in Auftrag gegeben, die belegt, dass bei einer Treibjagd nur etwa ein Drittel der Tiere per Blattschuss getötet werden. Über 60 Prozent der Tiere tragen nur schwere Verletzungen davon, wenn Hobbykiller ihre Mordlust ausleben. Eine andere Studie hat jüngst belegt, dass die Vermehrungsrate von Wildschweinen in bejagten Gebieten signifikant höher ist als in den jagdfreien Alternativen.

Das ist aber alles egal, der Mensch braucht jetzt im wahrsten Sinne des Wortes ein Bauernopfer und schickt deshalb nun tausende „Dick & Doof“-Varianten schwer bewaffnet in einheimische Wälder, teilweise vergreist, gerne mit Alkoholproblem, immer im akuten Blutrausch. Und die knallen dann möglichst viele Wildschweine und möglichst wenige ihrer Artgenossen aus den eigenen Reihen ab. Nur um danach festzustellen, dass das nichts an der Population ändert, wenn gleichzeitig weiterhin der Tisch in direkter Rüsselnähe so gut gedeckt ist und Mensch die Tiere aus Profitgier immer nachhaltiger aus ihrem ursprünglichen Lebensraum vertreibt.

Da interessiert dann auch niemand, dass im letzten Jahr ein sehr imposantes Beispiel aus der Tschechischen Republik kam. Da ist die afrikanische Schweinepest aufgetreten und die Behörden haben durch konsequentes und vor allem unaufgeregtes Handeln bis zum heutigen Zeitpunkt einen weiteren Ausbruch verhindert. Aber so etwas ist in Deutschland natürlich nicht möglich. Hier muss mit Waffengewalt ein Blutbad veranstaltet werden, und wenn dann demnächst Hein Blöd höchstpersönlich das afrikanische Souvenir mit seinem Schweinebestand bekannt macht, hat man wenigstens „alles getan“, um das zu verhindern. Jedenfalls alles, was am recht limitierten Lösungshorizont des Bauern- und Jägerverbandes aufdämmern kann.

http://www.sueddeutsche.de/wissen/tierseuche-das-wildschwein-als-bauernopfer-1.3823634


Die Launen des Herrn R

von Admin | 12. Januar 2018 | 4 Kommentare


Und wieder kommen wir zu einer weiteren Schattenseite von Hof Butenland. Nicht nur, dass der arme Rudi gezwungen wird, für sein Abendbrot aufzustehen, nein, die schon mehrmals in den Rudiakten aufgefallene und inzwischen hofbekannte Essensdiebin Tilly geht auch noch erneut auf Raubzug und will sich ihren Anteil von der Obstschlemmerei abholen. Und niemand greift ein und richtet endlich das „Grumpy Pig only“-Essenszimmer ein. Unmöglich! Was bleibt da außer den üblichen und mehr als berechtigten Schimpfkanonaden? Da kann man nur hoffen, dass kein ungebetener Besucher den 12 Stunden Schönheitsschlaf unterbricht, zu dem sich unser Grummelschatz daraufhin empört zurückgezogen hat. Als Rudi-Original hat man es manchmal wirklich nicht leicht auf diesem Hof hier.


nächste Seite »