Denn Tiere sind keine Maschinen
suche - search.php

So feiert eine Diva Geburtstag

von Admin | 26. April 2018 | 3 Kommentare


Wenn es nach dem Betrieb gegangen wäre, in dem Rosa Mariechen auf die Welt gekommen ist, dann würde sie heute nicht ihren 6. Geburtstag feiern. Denn für diesen Teil der Tierindustrie war sie nur ein Produkt, eigentlich sogar Abfall. Sie wurde von Tierschützern in einer Mastanlage entdeckt, lag allein in einer Ecke und obwohl sie noch lebte, wurde ihr Kopf bereits von Ratten angefressen und in den Wunden nisteten Maden. Zu schwach, um sich dagegen zu wehren, war sie eigentlich dazu bestimmt, ein weiteres Opfer dieser Industrie zu werden, vergessen von den gleichen Bauern, auf deren Freiwilligkeit die Politik aktuell wieder verstärkt setzt, wenn es um Tierschutz geht bzw. sogar darum, bestehende Standards wieder einzukassieren und die Gesetzgebung unverbindlicher zu machen.

Rosa Mariechen hatte aber das Glück, auf empathische Menschen zu treffen, die sie aus ihrer persönlichen Hölle herausholten und sofort in einer Tierklinik von Spezialisten behandeln liessen. Im Juni 2012 war diese Glückssträhne dann perfekt, denn die damals zwei Monate alte Schweinedame konnte nach Butenland vermittelt werden und hier ihr neues Leben anfangen.

Und diese Chance hat sie mit beiden Klauen ergriffen und gehört heute deshalb zu den absoluten Butenland-Legenden. Vom Wesen her deckt sie dabei alle Paletten ab, egal ob zuckersüß bis maximal genervt, unsere Diva beherrscht alle Regungen auf der Gefühlsklaviatur und lebt auch jede einzelne bis zur Neige aus.

Als einziges Andenken an ihren schlechten Lebensstart hat sie die Bananenkrankheit behalten, die zuchtbedingt auftritt und in deren Verlauf die Rückenmuskulatur bananenförmig verkrümmt. Aber auch diesen letzten Wermutstropfen haben wir mit Selen- und Vitamininjektionen gut in den Griff bekommen, so dass unsere Diva bei den Auftritten vor ihrem Hofpublikum durch nichts mehr behindert wird, auch zur Freude ihrer zahllosen virtuellen Fanheerscharen.

Die Geburtstagsparty wurde dann natürlich auch entsprechend begangen. Wir haben ihr sowohl einen Strauß Osterglocken als Deko spendiert, als auch eine (viel wichtigere) Ananas-/Granatäpfeltorte mit Sojasahne und Möhrenkerzen. Nach 17 Sekunden lag die dann das erste Mal am Boden, und schließlich eskalierte das Ganze total, da das menschliche Personal das Geschenk zu kompliziert eingepackt hat. Also musste die Diva selber Klaue anlegen und wer schon mal gesehen hat, wie Miss Piggy ihren Kermit während ihrer Not-amused-Phasen behandelt, der wundert sich auch über den kleinen Wutausbruch unserer Starsau nicht mehr.

Der einzige Geburtstagsgast Pavarotti blieb deshalb auch lieber auf Distanz und kommentierte das Ganze aus dem Off, dafür aber mit besonders ununterbrochener Hingabe. Die genervte Unpässlichkeit der Diva hat dann schlußendlich auch nur unsere Kunststoffvase heil überstanden, aber da wir unseren gerüsselten Schatz kennen, haben wir auch gar nichts anderes erwartet. Wie schön, dass du aus deiner Todesecke rausgeholt wurdest und wir dich hoffentlich noch einige Jahre bewundern und anhimmeln dürfen, Rosa Mariechen. Du hättest ansonsten unglaublich in der Familie gefehlt.


Muuhpedia

von Admin | 26. April 2018 | noch kein Kommentar


Während Kälber noch sehr oft in einer Seitenlage ruhen, wird man dieses Verhalten bei ausgewachsenen Rindern kaum noch antreffen. Ausnahmen wie unser 3jähriges Fotomodell Emil bestätigen da nur die Regel. Die beliebteste Liegeposition der erwachsenen Herdenmitglieder umfasst einen aufgerichteten Vorderkörper, der Rest wird seitlich etwas verkantet. Die Beine werden dabei je nach Laune gestreckt oder angewinkelt. Die Wahl des Liegeplatzes wird übrigens nicht nur nach Witterungsschutz und Bequemlichkeit gefällt, auch die Hierarchie in der Herde spielt eine große Rolle. Ranggleiche Rinder sowieso Familien liegen öfter zusammen.

Je älter ein Rind wird, desto mehr nimmt die Liegezeit ab. Ein neugeborenes Kalb verbringt fast 90 % des Tages in einer ruhenden Position, nach einem halben Jahr liegt diese Zeitspanne schon bei nur noch 75 %. Trotzdem liegen Kühe bis zu 10 Stunden täglich, bei Bullen und Ochsen dehnt sich das Ganze sogar auf bis zu 12 Stunden aus. Pro 24-Stunden-Tag hat ein Rind nur eine circa 30minütige Tiefschlafphase und teilt sich diese auch noch in 6 bis 8 Abschnitte auf.


Gans verzwickt

von Admin | 25. April 2018 | ein Kommentar


Dass der Flirt mit allen gerade erreichbaren Menschen nicht gänsetypisch ist, beweist das heutige Tagesvideo. Dort erlebt ihr nämlich neben Hope in der üblichen Romeo-Hauptrolle auch Nicoletta, die das Ganze immer mehr als Fernsehevent angeht. Mit Betonung auf „Fern“. So geht unser Ganter immer ruckzuck auf Körperkontakt und kann gar nicht von seinem menschlichen Love Interest ablassen, während seine Artgenossin sich zwar sehr interessiert zeigt, aber nach einer Weile dann immer davonwatschelt, ohne auch nur jemandem kurz die Flügel geschüttelt zu haben.

Was aber wieder nur beweist, wie individuell diese intelligenten Lebewesen sind und was sie für extrem unterschiedliche Charaktere haben, die sich nur in einem Punkt ähneln: Nämlich der Faszination, die automatisch entsteht, wenn man sich ihnen ohne jeden Druck und fernab jeglicher Vorgabe nähert, um sie einfach nur zu erleben und ihr grundsätzlich freundliches Wesen zu entdecken.


Piggypedia

von Admin | 25. April 2018 | 3 Kommentare


Schweine besitzen auf ihrer Nasenschleimhaut im Rüssel etwa 1000-mal so viele Riechzellen wie der Mensch. Sogar Hunden sind sie auf diesem Gebiet ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen. Das Schwein nimmt das Riechbild über feinste Geruchspartikel aus der bodennahen Luft auf und kann auf diese Weise sogar Wurzeln und andere Leckereien in einer Tiefe von bis zu 50 Zentimeter lokalisieren. Gleichzeitig dient der Rüssel auch ganz ausgezeichnet als Schaufel, mit der ganze Äcker blitzschnell umgegraben werden können.

In manchen Ländern werden Schweine sogar von der Polizei wegen diesem überragenden Geruchssinn bei der Drogenfahndung eingesetzt. Noch verbreiteter ist ihr Einsatz bei der Trüffelsuche. Hier handelt es sich übrigens um ein Gerücht, dass dieser Pilz eine Leibspeise von Schweinen ist. Die Beliebtheit liegt vielmehr daran, dass die Trüffel einen Geruch absondern, der Androstenon, dem Sexualduftstoff des Ebers sehr ähnlich ist. Der Geruch, der das Herz der stolzesten Sau bricht, unterscheidet sich chemisch nur an einer einzigen Stelle von dem dominanten Duftstoff der Trüffel.


Wachkuh Chaya

von Admin | 24. April 2018 | 6 Kommentare


Unsere Butenländer Wachkuh Chaya war heute mal wieder einem Riesenskandal auf den Spuren. Das hofeigene Windrad ist nämlich stehengeblieben, so mussten Techniker anrücken und im Motorraum nach dem Rechten sehen. Und diese Leute melden sich nie bei unserer selbsternannten Leitkuh an, was natürlich überhaupt nicht geht. Da muss man dann dringend aus der Herde laufen, sich auf dem Kuhdamm positionieren und die dreisten Eindringlinge eine gute halbe Stunde lang anbrüllen.

Rein zur Vorsorge weisen wir diesmal darauf hin, dass das weder etwas mit Angst noch mit irgendeiner Form von Leid zu tun hat. Chaya hat einfach eine Hormonstörung und ist deshalb auch in Behandlung. Aus dem Grund mutiert sie gerne mal zum Wer-Bullen, braucht dafür nicht mal den Vollmond und vergisst dann völlig, dass sie eigentlich eine Kuh ist. Sie hat also auch in diesem Fall keine schlechte Erfahrung mit Leuten, die Windräder wieder instandsetzen, gemacht, da werden dementsprechend auch keine bösen Erinnerungen hochgespült, Chaya geht einfach steil auf alles, was sie nicht kennt und sich nicht bei ihr angemeldet hat. Da sie sich aber im Endeffekt immer nur aufspielt und nie wirklich handgreiflich wird, ist das nichts, worüber man sich Sorgen machen müsste und man kann die Szenen beruhigt bis amüsiert unter „Typisch Chaya“ ablegen.


Unterwegs mit Riesenbaby Mattis

von Admin | 23. April 2018 | 5 Kommentare

Für die Butenländer Rinder sind jetzt alle Weiden geöffnet. Das heißt übersetzt, dass sich die Damen und Herren auf 20 Hektar Fläche täglich ihren persönlichen Liegeplatz aussuchen können.

Dina hat heute allerdings einen Familienausflug geplant. Für Riesenbaby Mattis bedeutet so etwas natürlich immer schön artig sein und nicht herumtrödeln. Wenn es dann doch mal juckt und man sich deshalb kurz an einem Baum schubbern muss, heißt es danach wieder schnell zu Mutti aufschließen. Man will ja nicht, dass die Erziehungsberechtigte einen aus den Augen verliert und deshalb an der Butenland-Info ausrufen lassen muss. Nach solchen Aktionen geht es nämlich immer ohne Milchschaum und Gute-Nacht-Gemuhe ins Bett, wer will das schon riskieren?

Bäume sind für Rinder auf der Weide sehr wichtig. Sie dienen nicht nur der Fellpflege und zur Säuberung der Stellen, die die Hörner nicht erreichen. Auch als Schattenspender sind sie unverzichtbar, gerade an den wärmeren Tagen. Wenn ihr das Video heute etwas lauter stellt, könnt ihr übrigens im Hintergrund die ersten Frösche quaken hören, die aktuell unseren doch recht eintönigen Krähen-Soundtrack willkommenerweise ergänzen.


Tour de Butenland

von Admin | 23. April 2018 | 3 Kommentare


Seitdem Anna vor ein paar Tagen die Fahradsaison eröffnet hat, geht das Radelfieber bei den tierischen Butenländern um. Heute zeigte sich Martin sehr interessiert. Aber obwohl er sich vorbildlich seit seiner Geburt einen eigenen Hörner-Fahradhelm hat wachsen lassen, mussten wir auch ihm eine kleine Spritztour wieder ausreden. Gerade die 1.200-Kilo-Popos unserer Ochsen vertragen sich einfach nicht mit der doch sehr zerbrechlichen Rahmenkonstruktion eines Drahtesels. Aber er war nicht allzu lange traurig, denn wir haben ihn kurzerhand zu unserem Fuhrpark-Manager ernannt. Die Aufgabe nimmt er sehr ernst und poliert jetzt alle fahrbaren Untersätze mit seiner Zunge auf Hochglanz.


Bühne frei für Lisbeth

von Admin | 22. April 2018 | 4 Kommentare

Unser heutiges Tagesvideo stellt Lisbeth ins Scheinwerferlicht. Die 14jährige Rinderdame ist im letzten Juli zu unserer Herde gestoßen und stellt damit den aktuellsten Neuzugang. Vorher musste sie wie so viele Bewohnerinnen unseres Kuhaltersheim ihr Leben in einem Milchbetrieb verbringen, wo ihr 8 Kinder geraubt wurden. Als ihre Milchleistung nachliess, war es eigentlich Zeit für das übliche achtlos-zynische Dankeschön dieser Industrie und sie sollte geschlachtet werden. Das konnte zum Glück verhindert werden und sie wurde nach Butenland vermittelt.

Als sie im Juli bei uns ankam, war das mitten in der Weidesaison, so dass sie hier direkt ihre ersten vorsichtigen Schritte in Freiheit ausprobieren durfte. Ein Riesensprung für eine Kuh, die nur Stallhaltung gewohnt war. Die Zeit hat deshalb auch nicht gereicht, um ihr die Skepsis vollständig zu nehmen, denn beim diesjährigen Startschuss war sie die letzte Kuh, die den Stall Richtung Grünflächen verlassen hat. Aber wie sollte es auch anders sein? Immerhin kannte sie ihr ganzes Leben, also 14 Jahre lang keine Selbstbestimmung, Freiheit und vor allem keine fast endlosen Weiden. Da reichen keine knappen drei Monate, um sich darauf einzustellen und neue Gewohnheiten zu entwickeln.

In der Herde hat sie sich mit Lady Welle und Lenchen angefreundet, und diese beiden Freundinnen nehmen sie auch öfter an die Klaue und zeigen ihr behutsam, wie gut die Freiheit schmeckt. Wir sind uns deshalb sicher, dass Lisbeth spätestens nach ihrer ersten vollen Weidesaison ihr Glück endlich fassen und immer unbeschwerter geniessen kann.


Safety first

von Admin | 22. April 2018 | ein Kommentar


Auf Butenland wird auch bei warmen Wetter hart gearbeitet. Eine Kombination, die natürlich auch schnell ins Auge gehen kann. Deshalb ist unser Gesundheitsbeauftragter Pumba mit seiner Assistentin Indira heute quer über die Weide gezogen und hat bei den Rindern ihren Erste-Hilfe-Kurs aufgefrischt. Dass das dringend nötig war, sieht man hier im Tagesbild an Minna. Trotz ihrer fast 19 Jahre wirkt sie unentschlossen, wo genau sie die Klauenmassage ansetzen soll und Indira wird auch nicht in eine stabile Seitenlage gerollt. Selbst dieses nur sekundenlange Zögern kann im Ernstfall fatale Folge haben. Da muss Prof. Dr. Pumba nochmal dringend ein Vier-Augen-Gespräch führen und ein paar Broschüren für die abendliche Stalllektüre verteilen. Vorbeugung ist da wirklich alles und so immens wichtig.


Im Beautysalon einer Diva

von Admin | 21. April 2018 | 5 Kommentare

Das heutige Video steht ganz im Zeichen der Körperpflege, verrät uns die Hofdiva Rosa Mariechen doch eins ihrer Beautygeheimnisse. Von nichts kommt da natürlich auch nichts, deshalb muss man für so einen saumäßig edlen Hautteint schon regelmäßig in den eigenen Whirlpool steigen, eine Schlammmaske mit ganz viel Original Butenländer Eau de Sühlette auflegen und tief in das eigene Erlebnisbad eintauchen. Der Clou dabei ist, dass man etwas Geduld zeigt und sich bei der Prozedur auch mal ein kurzes Sitzpäuschen gönnt, damit das Ganze optimal einziehen kann. Beachtet man all diese Tipps, dann sieht man sogar als demnächst 6jährige Schweinedame aus wie höchstens 4.

https://www.youtube.com/watch?v=hbYa7WbVlMA


nächste Seite »