Denn Tiere sind keine Maschinen
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Ruhe in Frieden, Milla

von Admin | 20. Februar 2017 | 6 Kommentare

Milla ist heute friedlich eingeschlafen.

„Und wenn du dich getröstet hast, wirst du froh sein, mich gekannt zu haben. Du wirst immer mein Freund sein. Du wirst dich daran erinnern, wie gerne du mit mir gelacht hast.“

Antoine de Saint-Exupéry

Milla ist im März 2016 zu uns gekommen.
Der Landwirt hatte sie unter so katastrophalen Umständen gehalten, dass selbst das Veterinäramt nicht mehr wegschauen konnte, sie zusammen mit Marte, Maret und Maja (die nach nur wenigen Tagen hier verstarb) beschlagnahmte und nach Butenland vermittelte.
Schon damals war klar, dass gerade Milla aufgrund ihres hohen Alters, im Mai wäre sie 26 Jahre alt geworden und ihres schlechten Allgemeinzustands nur noch eine kurze Lebenszeit vergönnt war.

Heute ist Milla gegangen. Sie hatte keine Kraft mehr und schlief friedlich ein.

Wir sind froh, dass Milla in ihrem letzten Jahr nochmal Sonne, Wind, Himmel und Weiden, sowie ein Leben in Freiheit erleben konnte.

Milla bleibt ein Mahnmal gegen das Leid der Kühe.
Wir konnten nur wenig und eine kurze Zeit wieder gutmachen.
Wir haben versucht, ihr durch Liebe, Schutz und durch die Freundschaft vieler Menschen und ihrer Paten Würde zurück zu geben.

Für Milla:
https://www.youtube.com/watch?v=3h0apAcQGPQ

Lege deinen lieblichen und erschöpften Kopf nieder
die Nacht bricht herein
du bist am Ende deiner Reise angekommen,
schlafe jetzt und träume von denen, die vor uns kamen
sie rufen
vom fernen Ufer.

Warum weinst du?
Was haben diese Tränen auf deinem Gesicht zu bedeuten?
Schon bald wirst du erkennen
dass alle deine Ängste verfliegen werden
sicher in meinen Armen
wirst du einfach nur schlafen.

Was kannst du am Horizont sehen?
Warum rufen die weißen Möwen?
Jenseits des Meeres
geht ein blasser Mond auf
die Schiffe sind gekommen, um dich nach Hause zu bringen.

Und alles wird sich in silbernes Glas verwandeln
ein Licht auf dem Wasser
dass alle Seelen passieren.

Die Hoffnung verblasst in der Welt der Nacht
durch Schatten entfällt sie der Erinnerung und der Zeit
Sag nicht, dass wir am Ende angekommen sind
Weiße Ufer rufen
Du und ich werden uns wiedersehen.

Und du liegst hier in meinen Armen
nur schlafend.

Hier noch einmal der WDR Bericht über die Ankunft von Milla, Maret, Marte und Maja auf Hof Butenland:
https://www.youtube.com/watch?v=5-n25C7qy44&feature=share&list=PLSDMCR7Se6uId0dbUNL0XoBW_ml4F3hoA&index=3

 


Eine Heupraline zum 8ten Muhday für Dani

von Admin | 20. Februar 2017 | 4 Kommentare

Dani wurde am 20.2.2009 in einem östereichischen Mastbetrieb geboren und lebt seit d. 24.8.2013 auf Hof Butenland.
Dani hatte das Glück, eine sehr lautstarke Freundin zu haben. Chayas herzzerreißendes Schreien war es, das unbeabsichtigt auch Dani die Freiheit beschert hat, denn für die vierwöchige Quarantänezeit wurde jemand gesucht, der Chaya Gesellschaft leisten und danach gemeinsam mit ihr nach Hof Butenland kommen sollte. Dani und Chaya stammen aus einem Mastbetrieb mit Anbindehaltung und konnten mit Hilfe einer Spendenaktion vor der Schlachtung bewahrt werden. Im Gegensatz zu den meisten Mastrindern waren die beiden schon relativ alt, als wir sie aufgenommen haben. (Mastrinder werden üblicherweise im Kindes- bzw. Jugendalter mit ca. neun Monaten, maximal zwei Jahren geschlachtet. Allerdings waren Chaya mit ihren drei und Dani mit ihren damals vier Jahren gerade mal ausgewachsen und werden hoffentlich noch viele schöne Jahre bei uns verbringen können.) Dani wäre in ihrem ersten Stall fast verhungert und ist dort konfisziert worden. Auch sie hat wahrscheinlich bereits ein Kalb geboren. Zum Schnäppchenpreis ist sie dann an einen Mäster verkauft worden und im selben Stall wie Chaya gelandet. Beide Kühe stammen ursprünglich aus Österreich.

Richtig angefreundet haben sich die beiden Damen in der gemeinsamen Quarantänezeit. Sie sind ein bisschen wie Feuer und Wasser: Dani ist sehr selbstbewusst, zutraulich und optimistisch. Chaya war anfangs sehr ängstlich und zurückhaltend. Dani hat Chaya geholfen, sich in der neuen Situation zurechtzufinden und ihr abends im gemeinsamen Übergangsstall zugemuht, dass jetzt alles gut werden wird. Und Chaya wurde tatsächlich mit jedem Tag sicherer und selbstbewusster. Am 24. August 2013 um zwei Uhr morgens war es endlich soweit: Chaya und Dani hatten den langen Weg aus Bayern zu uns in den hohen Norden geschafft und verbrachten die erste Nacht in Freiheit gemeinsam in unserem geräumigen Offenstall auf Stroh und mit jeder Menge frischer Luft. Anfangs waren die beiden bei uns unzertrennlich, erforschten ihre neue Welt und staunten sichtlich, wie groß sie ist. Dani hat sich inzwischen zu einer verschmusten Kuh entwickelt, die Streicheleinheiten schätzt. Mit Chaya verbringt sie immer noch sehr viel Zeit, läuft aber auch gut im Rest der Herde mit.


Vor 12 Jahren begann alles mit Frieda

von Admin | 19. Februar 2017 | 11 Kommentare

Auf Hof Butenland sind zwar alle Tage etwas Besonderes, aber der gestrige Tag sticht doch noch etwas hervor. Gestern hat es Frieda nämlich zum ersten Mal zugelassen, dass ich sie berühren durfte. Was für ein großartiges Ereignis. Sowohl für Frieda, mit der hier vor 12 Jahren alles begann und die endlich nach so langer Zeit signalisiert hat, dass auch ihre innere Wunde langsam verheilt und sie wieder bereit ist, Menschen gegenüber Vertrauen zu zeigen. Als auch für mich, die endlich das Fell meiner wunderschönen Herzenskuh spüren durfte. Dieses Wunder „12 years in the making“ ist ganz allein mein persönliches Lebenshighlight.

Damals bei ihrer Rettung war Frieda erst fünf Jahre alt, hatte bereits drei Kälber bekommen, die sie nie erleben durfte, und sollte geschlachtet werden. Dadurch schwer von Menschen enttäuscht, blieb sie auch für uns stets unnahbar, distanziert und auf Abstand. Ich wünschte mir immer, ihr nahe zu sein.

Gestern habe ich sie zum ersten Mal berühren dürfen. Ihr Fell gespürt. Sie hat es zugelassen. Meine wunderschöne Frieda, mit der alles hier begann. Es vergeht kein Tag, an dem ich mich nicht über ihr Leben hier freue.


Happy Kuhday, Elsa Rübergemacht

von Admin | 19. Februar 2017 | 10 Kommentare

Elsa, geb. am 19.2.2013 ist seit 20.8.2014 Butenländerin.

Sie machte einfach durch Zäune und Wassergräben zu uns rüber.
Elsa stand nach Dina und Fine, (im letzten Sommer schaffte es dann auch noch Leevke) als Kuhlady Nummer drei unerwartet auf unserer Weide. Also hieß es für uns einmal mehr: Same procedure – den Bauern ausfindig machen, die Kuh freibekommen, ihr einen Namen geben und sie zur Butenländerin machen, fertig. Denn getreu unserem Motto, dass, wer es aus eigener Kraft nach Hof Butenland schafft, auch bleiben darf, durfte diese junge Kuh selbstverständlich auch bei uns bleiben.

Anfangs scheu und unnahbar, wurde Elsa immer mutiger und neugieriger. Sie nimmt aktiv am Herdenleben teil und hat in Fine eine beste Freundin gefunden.

Elsa wäre mit etwa anderthalb Jahren das erste Mal künstlich besamt worden, hätte dann jedes Jahr ein Kalb bekommen und wäre mit fünf oder sechs Jahren wegen nachlassender Milchleistung geschlachtet worden. Dieses Schicksal einer Milchkuh bleibt ihr nun erspart. Elsa hat noch ein ganzes Leben vor sich – und das gönnen wir ihr von Herzen!


Rudi Valentino

von Admin | 18. Februar 2017 | 5 Kommentare
Rudi bekam heute ein verspätetes Valentinspäckchen, das er auf keinen Fall bereit war, mit den herumlungernden Hofdieben zu teilen:

 
Rudi, geb. 2003 ist seit Aufnahme 2005 als Folge von Bewegungsmangel und falscher Fütterung erblindet.
Rudi ist ein Softie: Distanziert, anspruchslos und bescheiden genießt er seine gewohnten Wanderwege über den Hof. Menschliche Kontakte, außer das Anreichen der Futterschüssel, lehnt er meistens lässig und manchmal bestimmt ab. Er wurde zwar schon dabei beobachtet, wie er sich von Besuchern den Rücken schubbern ließ, aber davon hat er dann auch bald wieder genug. Rudi ist eben ein Eigenbrötler. Sein Tagesablauf ist stereotyp, man könnte es auch spießig nennen. Pünktliches Frühstück, danach Gartenarbeit, ein kleiner Plausch mit tierischen Bewohnern, um zu erfahren, was in der Nachbarschaft los ist, dann eine gepflegte Mittagsruhe, ein Hofkontrollgang und Abnahme des zu seiner Zufriedenheit gepflegten Hofes. Täglich zur gewohnten Zeit, im Winter ca. 15 Uhr, im Sommer spätestens um 18 Uhr, begibt Rudi sich in sein Strohbett, aus dem Minuten später ein Schnarchen ertönt, das ihm kein Schwein so leicht nachmachen kann…

Der aller Tage wunderbare Mattis

von Admin | 18. Februar 2017 | 4 Kommentare

Die wahre Lebenskunst besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen.

(Pearl S. Buck)

Foto: Mattis


Wir wünschen ein saukuhles Wochenende

von Admin | 17. Februar 2017 | 6 Kommentare

Mit Rosa-Mariechen, Erna und Pumba, Maret, die Paul Kuhney bettfein macht, und Lady Welle, die der schönen Lola das Fell putzt.


Begegnungen

von Admin | 17. Februar 2017 | 4 Kommentare

Das Glück besteht darin, zu leben wie alle Welt und doch wie kein anderer zu sein.

Simone de Beauvoir

Foto: Rudi und Fine


Another day in paradise

von Admin | 16. Februar 2017 | 15 Kommentare

Alles so schön bunt hier – Lillja schaut einen Hof-Butenland-Heimatfilm:

Mit Ente Truc, Pinobär mit Utes Postpaket aus England, die putzigen Hühnerdamen, Kaninchen beim Rohkost-Frühstück, Gans Amanda mit ihrer hofeigenen Schubkarre bei der Stallarbeitaufsicht und Rudi beim Abendessen, das er pünktlich nachmittags um 15 Uhr einfordert.


Die neue Haushaltshilfe

von Admin | 16. Februar 2017 | 10 Kommentare

Einen Lebenshof zu führen, ist wirklich eine sehr zeitintensive Sache, deshalb haben wir uns jetzt eine professionelle Haushaltshilfe gegönnt, die uns unter anderem bekocht. Seitdem wird zwar noch verstärkter mit Körnern gearbeitet und wir haben auch die eine oder andere Feder im Essen, aber trotzdem hilft es enorm. Auf dem Bild sieht man sie bei der Vorbereitung unseres aktuellen Mittagessens.


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