Denn Tiere sind keine Maschinen
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Rinderzählen mit Graf Puschek

von Admin | 22. Juli 2018 | 2 Kommentare


Es ist mal wieder Zeit für eine Runde Rinderzählen. Also hat sich Puschek mit seiner Assistentin Karin auf den Weg zur Weide gemacht und stellt euch die Herde im einzelnen vor. Und da wir ahnen, dass ihr „Bello“ noch immer nicht als Abendkurs belegt habt und deshalb wie eigentlich alle Menschen noch ziemliche Probleme mit dieser Weltsprache habt, übersetzt euch Karin als besonderen Service alle Namensnennungen direkt.

Im Video könnt ihr übrigens an mehreren Stellen sehen, was für Probleme die Regie-Legende mit manchen Komparsen hat. Da wird man schon mal gejagt oder auch einfach ignoriert, unfassbar. Gut, dass Puschek sich immer durchsetzt und die rebellischen Akteure sofort in Vier-Augen-Gesprächen konfrontiert. Man darf da die Zügel nicht schleifen lassen, denn wenn jeder Darsteller macht, was er will, dann bekommen selbst Ausnahmetalente wie unser Pekinese keine brauchbare Dramaturgie auf Film gebannt.


Winnie in the sun

von Admin | 22. Juli 2018 | 2 Kommentare


Es ist so warm auf Butenland, da feiert sogar ein Held der Arbeit wie Winfried Überstunden ab. Zum Glück hat sich da einiges angesammelt, denn immerhin steht er nun schon seit über einem Jahr ständig im Kräutergarten und schuftet, bis die Borsten glühen. Das ist ja ganz normal, wenn der Beruf gleichzeitig Berufung ist. Selbst jetzt tüftelt er an einer Eingebung, wie er seinen Sonnenschirm als mobilen Helm benutzen kann und so die nächste Schicht nicht versäumen muss. Das ist wirklich eine Arbeitseinstellung, von der wir alle noch etwas lernen können.


Klopft der Klimawandel an?

von Admin | 21. Juli 2018 | 5 Kommentare


In Butjadingen hat es seit Anfang Mai nicht mehr geregnet, dementsprechend ist es um das Futterangebot bestellt. Die Marsch ist hier eigentlich immer grün gewesen, es gibt sogar das Sprichwort „Die Sonne hat noch keine Armut in die Marsch geschienen“. Das ist zum ersten Mal in der Geschichte in diesem Jahr anders und selbst diese immergrünen Flächen müssen der Hitze Tribut zollen.

Unsere Weiden sehen zwar noch relativ grün aus, das liegt aber nur daran, dass unsere Herde über 20 Hektar zur Verfügung hat. Das Graswachstum ist für dieses Jahr definitiv beendet, wir füttern bereits Heu zu, ohne dass eine weitere Heuernte in Sicht ist. Übersetzt bieten wir unseren Rindern also momentan schon das Winterfutter an und machen uns auf eine entsprechend harte bzw. teure kalte Jahreszeit gefasst. Auch unsere Wassergräben sind leer und ausgetrocknet, glücklicherweise haben wir aber unlängst Wasserleitungen zu den Weiden gelegt, so dass wir zumindest mit dieser Situation besser umgehen können als andere Höfe in der Nachbarschaft.

Die Milchbauern in der Umgebung rufen uns sogar an und fragen, ob wir ihnen Heu verkaufen können. Überhaupt ist gerade großes Wehklagen in der Tierindustrie angesagt, denn die Preise im Schlachthof sind eingebrochen, da immer mehr Bauern Rinder abgeben, um diese nicht mehr versorgen zu müssen. Da fällt natürlich das Zitat von Hagen Rether ein, der unlängst die Frage in den Raum gestellt hat, ob wir uns jetzt noch die nächsten 30 Jahre verzweifelte Milchbauern angucken oder ob wir endlich einen Cut machen und Tierhalter von der Tierhaltung befreien.

Ganz Nordeuropa ist von dieser Dürrekatastrophe betroffen. In Schweden brennen seit Tagen Wälder bis hoch zum Polarkreis, das Ganze völlig unkontrollierbar durch die staubtrockene Umgebung, ein Ende ist nicht abzusehen. In Dänemark sind gezielte Notschlachtungen an der Tagesordnung, da die Bauern ihre Herden nicht mehr versorgen können.

Ironischerweise wurde zeitgleich der aktuelle Weltagrarbericht veröffentlicht, in dem unmissverständlich die zentrale Rolle der Nutzviehhaltung beim Klimawandel herausgestrichen wird. https://www.weltagrarbericht.de/…/nachri…/news/de/33309.html Es ist also erstens davon auszugehen, dass diese Katastrophe keine ungewöhnlich harte Spitze darstellt, die sich erst in 100 Jahren wiederholt, sondern eher die neue Norm ist, auf die man sich nun öfter einstellen muss. Und zweitens kann man wohl ohne Ironie festhalten, dass die Nutzviehindustrie gerade das erntet, was sie seit Jahrzehnten aussät. Tragisch nur, dass im Endeffekt mal wieder die Tiere die logische Zeche mit ihrem Leben bezahlen müssen.

Wir Butenländer werden allerdings wieder darin bestätigt, wirklich nur so viele Bewohner aufzunehmen, wie wir auch in so extremen Lagen wie momentan durchfüttern können, auch wenn diese Entscheidung oft kritisiert wird. Letztes Jahr mussten wir ab September an das Winterfutter gehen, da wegen dem nassen Sommer kaum Heuernten möglich waren, dieses Jahr geht es bereits im Juli wegen Trockenheit an unsere Reserven. Daran sieht man, wie wichtig ist es, so etwas bei der Anzahl der Tieraufnahmen immer einzurechnen, um so tatsächlich allen Bewohnern einen sicheren Ruhestand garantieren zu können.


Der Maler und seine Musen

von Admin | 21. Juli 2018 | ein Kommentar

Der Maler Hartmut Kiewert https://www.facebook.com/profile.php?id=100002512182338 besucht uns gerade mal wieder für ein paar Tage, ist wie immer fast den ganzen Tag nur auf den Weiden anzutreffen und produziert da seine grandiosen Meisterwerke im Akkord. Schon jetzt möchten wir darauf hinweisen, dass wir im nächsten Monat am 12.8. beim 5. veganen Sommerfest in Bremen https://www.facebook.com/events/182140989136011/ einen Stand haben und dort auch eins der Bilder versteigern werden. Notiert euch gerne direkt den Termin und schaut in 3 Wochen vorbei. Ihr könnt euch die Wartezeit verkürzen, indem ihr auf Hartmuts Internetseite surft: https://hartmutkiewert.de/ Dort findet ihr unter anderem einen Shop, in dem ihr viele seiner tollen Bilder auch als Poster ergattern könnt. 🙂


Das Riesenbaby

von Admin | 20. Juli 2018 | 3 Kommentare


Heute haben wir mal wieder eine Schmuserunde mit Mattis für euch dokumentiert. Eigentlich könnte Indira dafür eine Gefahrenzulage beantragen, denn das Ganze sieht immer einfacher aus, als es in Wirklichkeit ist.

Man muss dabei im Hinterkopf behalten, dass unser Riesenbaby nicht nur 1.200 Kilo auf die Waage bringt, sondern auch eine Hornspanne von gut einem Meter hat. Wenn man sich da mal nicht konzentriert und abgelenkt ist, während Mattis kurz eine Fliege verscheuchen will oder aus anderen Gründen das weise Haupt schüttelt, dann kann man sich den Nachhauseweg zum Hof sparen, weil man ihn fliegend erledigt. Und dabei haben wir noch nicht über Mutti gesprochen, die natürlich auch abgelenkt sein muss, bevor sich jemand ihrem Sonnenschein nähern darf.

Uns würde es deshalb nicht wundern, wenn der nächste James-Bond-Streifen davon handelt, dass Daniel Craig Mattis streicheln möchte. Das Konzept ist nicht nur locker über 90 Minuten tragfähig, gleichzeitig wäre das auch die bis dato wohl schwierigste Mission für 007.


Wie geht es Herbstzeit?

von Admin | 20. Juli 2018 | 3 Kommentare


Keine Angst, Puschek hat sich nicht von hinten an Herbstzeit angeschlichen und sie mit einem spontane Kläffmonolog erschreckt. Auch Pavarotti ist nicht auf Death Metal umgestiegen, so zeigt das Bild auch nicht, wie sie begeistert di harten Refrains mitmuht. Das ist einfach der Blick von Herbstzeit, wenn wir ihren täglichen Futtereimer anliefern.

Herbstzeit wird Ende August 17 Jahre alt und lebt seit 2008 auf Butenland. Da sie an einer Eutererzündung erkrankte, war sie für die Milchindustrie nicht mehr rentabel und konnte glücklicherweise ihre Reise auf unseren Hof statt in den Schlachthof antreten. Zuerst eine scheue Einzelgängerin, hat sie sich inzwischen gut in der Herde etabliert.

Seit 3 Jahren leidet sie an fortschreitender Arthrose und wir mussten ihr regelmäßig wieder auf die Beine helfen, da es zum Festliegen kam. Logisch, dass wir uns da große Sorgen gemacht haben, denn wenn so etwas öfter auftritt, ist das meist kein gutes Zeichen. Doch Herbstzeit hat immer wieder ihren ungebrochenen Willen bewiesen, weiterzumachen, und nun ist es auch schon seit Wochen nicht mehr zu einem Festliegen gekommen. Es schlägt einfach ein echtes Kämpferherz in dieser Kuh, das uns hoffentlich noch lange Zeit überrascht.


Erna auf den Spuren einer Diva

von Admin | 19. Juli 2018 | 3 Kommentare


Besonders zwei unserer Schweine haben ganz schön Profit aus der großen Vergesellschaftungsrunde geschlagen. So handelt das heutige Video von Erna, die es sich in der Suhle von Rosa Mariechen bequem gemacht hat.

Wobei das Wort „Suhle“ hier natürlich völlig fehl am Platz ist, handelt es sich doch um den Swimming Pool einer Diva mit entsprechender Ausstattung. Wir reden da von Original Butenländer Urschlamm, angereichert mit Wasser, das via Wolkenexpress aus den exotischten Ländern (und übrigens absolut emissionsfrei durch natürliche Hochtechnologie) herantransportiert wurde, einem lückenlosen Grasbuffet um das Becken herum, regelmäßigen Lieferungen von Versorgungshäppchen durch das menschliche Servicepersonal und einem zwar schwer gelangweilten, aber trotzdem exklusiv abgestellten Hundebademeister. Kein Wunder also, dass Erna da die eine oder andere Extrarunde einlegt und gar nicht mehr aus den PIGpösen Hofthermen herauszubekommen ist.

Sie kann sich da auch Zeit lassen, denn Mariechen erntet in der Zeit die Obstbäume auf der Weide von Erna ab, zu der sie jetzt endlich Zutritt hat. Man kann also sagen, dass die Vergesellschaftung nur durch gegenseitige Bestechung zum Erfolg geworden ist, aber wer fragt bei so einem Happy End denn noch kritisch nach?


Das Rätsel zum Donnerstag

von Admin | 19. Juli 2018 | 4 Kommentare


Auf dem heutigen Tagesbild wurde eine Butenländer Prominente nicht nur mit einer Schlammmaske unkenntlich gemacht, gleichzeitig hat sie auch noch einen fremden Swimming Pool erobert und suhlt so durch ungewohnte Umgebung. Heute abend im Video gibt es die feierliche Auflösung dieses sauschweren Bilderrätsels, bis dahin könnt ihr schon mal wild spekulieren, wer die geheimnisvolle neue Großmeisterin im Schlammcatchen denn wohl sein mag.


Unangekündigte Kontrolle vom vampirischen Gesundheitsamt

von Admin | 18. Juli 2018 | 4 Kommentare


Es ist immer ein großer Schreckmoment, wenn ein Amt unangekündigt auf Butenland vorbeischaut und irgendetwas inspiziert. So ahnte Erna auch heute nichts und beschäftigte sich in aller Seelenruhe mit einer leckeren Melone, als plötzlich ein Kontrolleur vor ihr stand und Proben aus dem Obst entnahm. Es handelte sich auch noch ausgerechnet um Puschek, ein besonders harter Hund in dieser Branche. Da können wir jetzt nur beten, dass sowohl die Ergebnisse der ersten selbst abgenommenen Oralproben als auch die direkt vor Ort im mobilen Hundeporschelabor untersuchten Versionen zur vollen Befriedigung ausfallen und keine unangenehmen Überraschungen beinhalten. Etwas beruhigt es uns, dass wir prinzipiell nur Bio verfüttern, aber man weiß ja nie. Jedes Daumendrücken ist an diese Stelle willkommen.


Fleischkonzerne schaden dem Klima mehr als die Ölindustrie

von Admin | 18. Juli 2018 | noch kein Kommentar

Ein sehr schöner Artikel für die Leute, die noch immer meinen, dass Essen ihre Privatsache wäre. Das ist nämlich leider nicht der Fall, weil die Entscheidung an der Supermarktkasse nicht nur das Wohl und Wehe von unzähligen Tieren bestimmt, sondern auch direkten Einfluss auf den Klimawandel und somit die Zukunft der nächsten Generationen hat.
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/klimawandel-fleischkonzerne-co-emissionen-1.4058225


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