Denn Tiere sind keine Maschinen
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Helden wie hier

von Admin | 20. August 2017 | 6 Kommentare

Falls jemand den Butenland-Beitrag im WDR verpasst hat, hier ist der Link zur Mediathek. Es lohnt sich. 🙂
http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/tiere-suchen-ein-zuhause/video-sondersendung-helden-wie-ihr-100.html


Leben wie Paul auf Butenland

von Admin | 19. August 2017 | 4 Kommentare

„Wenn ich in die Augen eines Tieres schaue, ich sehe kein Tier.
Ich sehe ein Leben. Ich sehe einen Freund. Ich fühle eine Seele.“

Anthony Douglas Williams

Da schon die ersten Beschwerden aufkamen, featuren wir heute mal wieder unseren Hollywood-Star Paul im Tagesvideo. Nachwievor geht es ihm bestens und er kennt keine Sorgen, was zum einen an seinem stressfreien Umfeld liegt, zum anderen an den ausgiebigen täglichen Kraulsessions, aber sicherlich nicht zuletzt auch daran, dass er eventuelle Probleme bereits nach wenigen Minuten wieder vergessen würde. Eben ganz unser Paulchen: Leben im Augenblick, einen Schlag bei den Frauen und bei leichter Desorientierung immer einen Partner, der ihm den Weg nach Hause zeigt. Sicherlich nicht das schlechteste Beispiel, von dem man sich in der eigenen Lebensführung inspirieren lassen kann.


Fernsehpflichttermin am Sonntag

von Admin | 19. August 2017 | 2 Kommentare

Simone Sombecki im Kuhaltersheim auf Hof Butenland
WDR – Morgen, 20. August 2017, 18.15 – 19.10 Uhr

In Folge drei geht es für Simone Sombecki an die Nordsee, um hier Tierschützer Jan Gerdes in einem ganz besonderen Altersheim zu überraschen. Jan betreut keine alten Menschen, sondern Rinder. Der ehemalige Milchbauer konnte die konventionelle Tierhaltung irgendwann nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren. Gemeinsam mit Partnerin Karin Mück entwickelte er die Idee für das tierische Altersheim. Hier muss keine Kuh mehr Milch geben oder Angst vor dem Schlachter haben. Aber nicht nur Rinder, sondern auch Hühner, Enten und Gänse, Schweine, Kaninchen, Pferde, Katzen und Hunde leben auf Hof Butenland. Sie alle machen ganz schön viel Arbeit. Arbeit, die Simone nun für 48 Stunden übernehmen wird. Jan schickt sie in dieser Zeit auf den Flugplatz, denn für sein Hobby hat er sonst kaum Zeit.

Simone lernt Trecker fahren, füttert, mistet und unterstützt Karin bei der Arbeit auf dem Hof. Und sie lernt ganz viele Rinder kennen: Kuh Manuela, die viele Jahre im Versuchslabor gehalten wurde und eine Art Bullauge im Rumpf hatte und die nun gemeinsam mit Simone ihren Geburtstag in Freiheit feiern darf. Oder den jungen, zutraulichen Paul, der nur ganz knapp dem Schlachthof entkommen ist.

Außerdem entdeckt Simone ihre Liebe zu den neuen Hofbewohnern, den Schweinen Winfried und Eberhard. Vater und Sohn mussten jahrelang in einem Tierversuchslabor leiden. Und noch ein Schwein lernt Simone kennen: Die riesige und immer hungrige Sau Rosa-Mariechen, die ihr einen richtigen Schrecken einjagt!

http://www1.wdr.de/fernsehen/tiere-suchen-ein-zuhause/sendungen/helden-wie-ihr-folge-drei-100.html


La Colorida wird heute 5 Jahre alt

von Admin | 18. August 2017 | 3 Kommentare

Im Video erzählt euch Karin ihre Lebensgeschichte. Alles KuHte zum Muhday, La Colorida, geniess dein Happy End noch viele Jahre lang. Und jetzt gibt´s Geschenke und die ersten Gäste kommen.

https://www.youtube.com/watch?v=XHLzoTA33Jw


Der Geruchssinn des Rindes

von Admin | 18. August 2017 | 8 Kommentare

Der Geruchssinn von Rindern ist wesentlich ausgepräter als der von Menschen. Die Kuh und ihr Kalb erkennen sich schon wenige Stunden nach der Geburt am Körpergeruch, hier kann die Mutter ihr Kind sogar jederzeit aus einer Herde „herausriechen“. Auch fremde Rinder, andere Tiere oder Menschen werden individuell nach ihrem Geruch eingeteilt. Diese sensible Nase führt auch dazu, dass unbekannte Gerüche hin und wieder als bedrohlich eingeordnet werden und plötzliche Ablehnungs- und Fluchtreaktionen auslösen. Das ist unter anderem auch der Grund, warum wir auf Butenland unsere Besuchergruppen auf maximal 10 Personen eingeschränkt haben, denn es kann passieren, dass wir schnell handeln müssen, wenn ein Rind auf einen unbekannten Körpergeruch nervös reagiert. Selbst Ausscheidungen werden extrem sensibel aufgenommen und die in ihnen enthaltenen Botenstoffe lösen unterschiedlichste Reaktionen aus.


Jule und Mama Jette – Ein Muuhpedia-Beitrag zum Thema Milch

von Admin | 17. August 2017 | 6 Kommentare

Direkt nach der Geburt leckt die Mutter ihr Kind trocken und muht dabei tief und intensiv. Das steigert direkt von den ersten Lebenssekunden an die Bindung zwischen ihnen. Das Lecken mit gleichzeitiger Ansprache wird auch in der Folgezeit ständig betrieben, so dass das Kalb seine Mama nach 2, 3 Tagen bereits an der Stimme erkennen kann. Die Kuh selber identifiziert ihr Kind nicht nur anhand seiner Laute, sondern kann auch den Geruch ihres Nachwuchses jederzeit zuordnen.

In der ersten Lebenswoche trinkt das Kalb 6 – 8 Mal täglich bei der Mutter, immer über mehrere Minuten, und nimmt dabei pro Trinkvorgang mehrere Liter Muttermilch auf. Dabei bleiben die Kälber noch an abgeschirmten Orten liegen und werden von der Mutter dort regelmäßig aufgesucht. Aber der 2. Woche führt die Kuh ihr Kind zur Herde. Wenn es dort mehrere Kälber gibt, wird ein Kindergarten innerhalb der Herdenhierarchie gegründet, der von erfahrenen Rindern beaufsichtigt wird. Die Mutter sucht ihren Nachwuchs nur noch circa viermal täglich auf, um ihn zu säugen und zu belecken, während das Kalb selber immer mehr pflanzliche Nahrung zu sich nimmt. Ab dem 2. Monat begibt sich das Kalb immer eigenständiger in die Herde, um dort zu spielen, zieht sich aber auch noch regelmäßig zu den Freunden in den Kindergarten zurück. Ab dem 5. Monat beginnt das Rind immer mehr in der Herde zu weiden und das Leben immer durchgehender im Verband zu verbringen.

Weibliche Rinder werden von den Müttern nach circa 8 bis 9 Monaten auf die eigenen Füße gesetzt, während die männlichen Kälber etwas länger für ihre Eigenständigkeit brauchen, da wurden 11 bis 12 Monate oder der völlig außer der Reihe laufende Mattis-Riesenbaby-Zeitraum beobachtet. Überhaupt sind das nur lose Richtwerte. Die Butenland-Live-Erfahrung ist, dass Martin bei Martina ein Jahr ans Euter durfte und danach jeder Versuch verweigert wurde, während Mattis von Dina 3 Jahre gesäugt wurde und noch heute hin und wieder Milchschaum abstaubt, während Jule mit ihren 1 1/2 Jahren noch circa zweimal täglich bei Jette trinkt. Die Bindung innerhalb der Familie bleibt aber in den meisten Fällen von der Absetzung sowieso unberührt. Oft weiden verwandte Rinder noch zusammen, beleckt werden sogar ausschließlich Familienmitglieder.

Zum Schluß noch ein paar erschreckende Entwicklungen: In den 50er Jahren gab eine Kuh durchschnittlich 2.600 Liter Milch im Jahr. 1980 waren es schon 4.548 Liter, 1998 lag der Wert bei schon viel zu hohen 5.750 Litern, während er sich heute auf erschreckende 8.000 Liter jährlich eingependelt hat. Und das ist wie erwähnt nur der Durchschnittswert, „Spitzenkühe“ werden heutzutage dazu gezwungen, fast die 20.000 Liter-Marke pro Jahr zu errreichen. Dabei muss man wohl nicht extra erwähnen, dass sich das Euter oft bis auf das Zehnfache vergrößert hat.


Martina muht Hallo

von Admin | 16. August 2017 | 3 Kommentare

Wir bleiben in unserer Vorstellungsreihe bei den Müttern und stellen euch nach Dina und Jette die dritte Butenland-Mama vor: Martina. Die 15jährige Kuhdame ist Butenländerin der ersten Stunde und quasi Gründungsmitglied des Lebenshofs. 2005 wurde sie von einem unbekannten Nachbarstier verführt, der die damals noch ziemlich lückenhaften Zäune der Nachbarweide öfter nachts ausgenutzt hat, und im September dieses Jahres brachte sie ihren Sohn Martin zur Welt. Anders als die anderen Muttis hat Martina die Beziehung zu ihm jedoch schon früh abgebrochen, die weitere Erziehung den Tanten auf der Weide überlassen und ist lieber weiter eine Einzelgängerin geblieben. Was sie aber natürlich hier auf Butenland auch ausleben darf, denn bei uns soll jeder nach seiner Fasson glücklich werden.

https://www.youtube.com/watch?v=7oXSWVcl6gY


Der imaginäre Bauer von nebenan

von Admin | 16. August 2017 | 2 Kommentare

http://www.ardmediathek.de/tv/extra-3/Christian-Ehring-Massentierhaltung-ist-/Das-Erste/Video?bcastId=23817212&documentId=45119368
Ein weiterer Punkt wird im Video gar nicht angesprochen, obwohl der auch hochinteressant ist: Wie will man eine Massennachfrage ohne Massentierhaltung befriedigen? Allein in Deutschland leben nur um die eine Millionen Veganer, das heisst umgerechnet, dass gut 80 Millionen Menschen hierzulande Appetit auf Tiermilch, Tierkörper und andere Tierprodukte haben. Spätestens wenn diese Leute alle bei ihrem Bauern von nebenan kaufen, muss der seine Schutzbefohlenen stapeln.

Es ist einfach naiv, davon auszugehen, dass man weltweit einen „Rund um die Uhr“-Service an Ausbeutungsprodukten für Abermillionen Menschen zur Verfügung stellen kann, aber diese gigantische Nachfrage demnächst locker über Bioprodukte stemmen wird. Es geht einfach kein realistischer Weg am Verzicht vorbei und diesen sollte man auch nicht von schwammigen „Anderen“ verlangen, sondern bei sich selbst anfangen.

Das Positive an der Sache ist aber glücklicherweise, dass der Autor dieser Zeilen jetzt schon seit über einem Jahrzehnt Tierprodukte von seinem Einkaufszettel gestrichen hat und von Verzicht nichts spürt. Im Gegenteil war es nie leichter (und auch genußvoller), vegan zu werden und auf diesem Weg sowohl die Umwelt, die Tiere als auch das eigene Gewissen zu erleichtern. Gerne Schritt für Schritt und ohne Hektik, wenn man denn überhaupt endlich anfängt.


Rosa-Mariechen badet

von Admin | 15. August 2017 | 5 Kommentare

Unsere Diva ist in ihrer Badewanne nicht nur Kapitän, sie hat auch die komplette Einrichtung selbst gestaltet, umgepflügt und höchstpersönlich mit dem Rüssel ausgemessen und dekoriert. Hier wird so oft völlig zurecht erwähnt, dass diese Sau eine sagenhafte Sachensucherin ist. Dabei fällt aber leider ständig unter den Tisch, dass sie auch als Innen- und Außenarchitektin ein Naturtalent darstellt. Hiermit haben wir das endlich mal herausgestrichen. Wenn die Nachwelt in ein paar hundert Jahren die „Pompösen Schlammsuhlen von Butenland“ als Weltwunder anerkennt, wird hoffentlich auch irgendwo erwähnt, wer für die Umsetzung hauptverantwortlich war.


Piggypedia

von Admin | 15. August 2017 | 6 Kommentare

Experten gehen inzwischen davon aus, dass ein Schwein mehr Kommandos erlernen kann als ein Hund. In Dänemark lebt ein Bauer, der seinen Schweinen beigebracht hat, mithilfe eines Joysticks Belüftung und Temperatur im Stall selbst zu regeln.
 
Diese Tiere bestehen den Spiegeltest, sie können sich also selbst dort erkennen, eine Fähigkeit, die sie sich mit Primaten, Elefanten und Delfinen teilen und die ihr Selbstbewusstsein unterstreicht. In der erweiterten Testreihe versteckten Forscher Futter hinter einer Abdeckung, so dass es nur noch im Spiegel zu sehen war. Die Schweine durchschauten den Trick sofort und liefen schnurstracks zum Futter.
 
Außerdem sind Schweine nicht nur intelligenter als Hunde und Katzen, auch ihre Dreckigkeit wird ihnen nur vom Volksmund unterstellt. Denn wenn sie sich in einer Suhle wälzen, unterstreicht das auch nur ihre Schlauheit, da dieser Vorgang vor Insekten schützt, kühlt und die empfindliche Haut vor einem Sonnenbrand bewahrt. Ein Schwein würde auch nie auf seinen Schlafplatz koten. Sofern es genügend Platz besitzt, trennt es streng die Toilette und den Wohnbereich.

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