Denn Tiere sind keine Maschinen
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Schauen wir mal in die Wohnzimmer

von Admin | 24. November 2017 | noch kein Kommentar

Heute nehmen wir euch mit auf einen Rundgang durch den Offen- und den alten Stall. Natürlich werden dabei auch die Bewohner vorgestellt und wir zeigen euch die gemütlichen „Schöner Liegen“-Wohnentwürfe der einzelnen Rinder. Leicht tollkühn beenden wir das Ganze am Bett von Rudi und riskieren so die Jugendfreigabe für dieses Video, ist die Geräuschkulisse von Grumpy Pig doch wie immer nichts für schwache Nerven.
https://www.youtube.com/watch?v=DZgXJc19z1w


Warten auf den Frühling

von Admin | 24. November 2017 | 2 Kommentare


Das November-Wetter ist so ungemütlich, da holen wir uns die gute Laune lieber nochmal mit einem Schnappschuss aus dem letzten Sommer zurück. Da konnten unsere zwei knuffigen Seniorinnen Marte und Maret ihre „Oh, Karin kommt mit Äpfeln!!!“-Gesichter noch im schönsten Sonnenschein präsentieren. Aktuell recken sie ihre süßen Schnuten kaum in den kalten Regen, zum Glück müssen sie das aber auch gar nicht, da die Äpfel und andere Leckereien per menschlichen Lieferservice direkt in den kuscheligen Stall transportiert werden.


Tillys Fitnessparcour

von Admin | 24. November 2017 | 2 Kommentare

In unserem heutigen Video zeigen wir euch, dass Tilly nicht nur ständig auf Butenländern wie Anton ihr Nest errichtet und dann einschläft, sondern dazwischen durchaus gerne joggt und emsig etwas für ihre Fitness tut. Auch wenn sie sich nach dem Lauftraining bei Indira ihre Tagesration Weintrauben abholt. Aber irgendeinen Anreiz muss es ja geben, auf den man sich nach dem Sport freuen kann. Gerade anstrengende Workout-Programme wie Rinder-Slalom, Schweine-Rodeo oder Mensch-Erklimmung müssen schließlich irgendwie versüßt werden, ansonsten bleibt selbst das entschlossenste Huhn nicht dran und es kehrt schnell der Schlendrian in die Tagesroutine ein.


Butenland sucht

von Admin | 23. November 2017 | 3 Kommentare

Die Stiftung Hof Butenland sucht zeitnah eine weitere engagierte Vollzeitkraft zur Arbeit auf dem Hof und zur Mithilfe bei den Tieren, da der bisherige Inhaber dieser Stelle sie leider aus Gesundheitsgründen nicht mehr besetzen kann.

Da wir ein Kuhaltersheim und Lebenshof für viele Tiere sind, wünschen wir uns, dass unsere Mitarbeiter Respekt und Aufmerksamkeit für jedes tierische Individuum mitbringen. Außerdem benötigt man zur tatkräftigen Mitarbeit auf dem Hof auch körperlichen Einsatzwillen und ganz handfeste praktische Fähigkeiten.

Wir erwarten:
– Kenntnisse in der Tierpflege und -versorgung
– Geschick im handwerklichen Bereich wäre von Vorteil

– unabdingbar: Einsatzwillen, Belastbarkeit und Flexibilität

– außerdem: Bereitschaft, jedem Bewohner respektvoll und freundschaftlich auf Augenhöhe zu begegnen

– ebenso: Teamfähigkeit und Kommunikationsbereitschaft gegenüber allen Butenländern, nicht nur den menschlichen
– ein Muß: Führerschein und Wetterfestigkeit
– die Bereitschaft zum Erlernen landwirtschaftlicher Fähigkeiten (u.a. Maschinenbedienung/-pflege, Heuernte, etc.)

Für die Arbeit auf einem Lebenshof mußt Du, abgesehen von Deiner fachlichen Qualifikation, bestimmte Voraussetzungen mitbringen:

Dein Idealismus, die Tiere betreffend, ist nicht an die Stechuhr gebunden
Dir ist bewußt, daß es sich auf dem Lebenshof um harte Arbeit handelt
Du kannst gut mit Dir alleine sein, ohne Dich einsam zu fühlen
Du bist bereit, selbstständig zu denken und Dich im Handeln mit dem Team abzusprechen

Wir bieten:
– Möglichkeiten zur Weiterbildung im landwirtschaftlichen Bereich
– Gehalt nach Absprache und Qualifikation
– Wohnmöglichkeit kann gestellt werden

Saisonbedingt fällt Mehrarbeit an, dazu kommen Wochenenddienste im Wechsel nach Vereinbarung.

Gerne nehmen wir auch Bewerbungen auf eine Praktikantenstelle entgegen. Unsere Praktikanten können selbstverständlich mit dem gesetzlichen Mindestlohn rechnen, die Dauer des Praktikums sollte mindestens 6 Monate umfassen, da die Einarbeitungszeit gerade bei so vielen unterschiedlichen tierischen Bewohnern und Tätigkeiten sehr intensiv ist und sich auch für uns lohnen sollte.

Da wir mit unserem Hof immer am Kapazitätslimit arbeiten, müssen wir leider darauf bestehen, dass keine weiteren Tiere mitgebracht werden dürfen.

Aussagekräftige Bewerbungsunterlagen mit Eintrittstermin und Gehaltsvorstellung bitte ausschließlich per Email an:

Jan Gerdes (jangerdes@stiftung-fuer-tierschutz.de)


Greta feiert ihren 5. Kuhday

von Admin | 22. November 2017 | 8 Kommentare

Heute weht ein Hauch von Asien über Butenland, denn Greta feiert ihren 5. Kuhday. Als Kobe-Rind hat sie ihre Zuchtwurzeln in Japan. Diese Rinderart umgibt noch immer ein verklärter Freiheitsmythos, werden diese Tiere doch angeblich ausschließlich in Weidehaltung aufgezogen und erleben quasi den Himmel auf Erden, bis sie zur Delikatesse weiterverarbeitet werden.

Beschäftigt man sich intensiver mit dem Schicksal dieser Rinder, dann wird schnell klar, dass auch diese Wesen gnadenlos vom Menschen ausgebeutet werden. Egal ob Weidehaltung oder nicht, Kobe-Rinder sind Mastrinder und sterben deshalb genauso erbärmlich wie ihre Artgenossen durch ein Bolzenschussgerät, das einen künstlichen Schlaganfall auslöst. Auch können sie von der natürlichen Lebenserwartung eines Rindes nur träumen. Kein Kobe-Rind erreicht diese 30-Jahre-Marke, stattdessen werden sie mit spätestens 3 Jahren im Teenageralter umgebracht.

Dass es bei Kobe-Rindern auch Zuchtbullen gibt, davon kann unsere Greta ein trauriges Lied singen. Sie wurde mit nur 8 Monaten viel zu früh zwangsgeschwängert, weshalb sie ihr Kind auch nur als Totgeburt auf die Welt brachte. Somit war sie als Geburtsmaschine nicht mehr einsetzbar, und da sie sowieso aus einem bayrischen Mastbetrieb stammt, der Kobe-Rinder in die Türkei verschiffte, war ihr Schicksal damit besiegelt.

Spätestens bei diesen Transporten endet dann jede Romantik, auch für das angeblich ach so umsorgte Kobe-Rind. 265.000 Rinder wurden 2016 allein in die Türkei exportiert, das ist eine Fahrt von über 70 Stunden. Wer gute Nerven hat, der kann sich unter diesem Link https://www.zdf.de/…/37-grad/37-geheimsache-tiertransporte-… eine Sendung zu diesem schrecklichen Thema angucken, die das ZDF gestern fast pünktlich zu Gretas Geburtstag ausgestrahlt hat.

Zum Glück wurde unsere Japanerin von einer Tierärztin gerettet und konnte im Januar 2015 nach Butenland vermittelt werden. Ihre vierwöchige Quarantänezeit verbrachte sie übrigens zusammen mit unserem geliebten und letzten Monat viel zu früh verstorbenen Paul Kuhney.

Wir freuen uns sehr, dass wir ihr all diese Torturen ersparen konnten und wollten eigentlich eine Heutorte zum heutigen Feiertag kredenzen. Aber leider machte unsere Rennkuh ihrem Namen alle Ehre, war den ganzen Tag aktiv und hatte überhaupt keine Lust auf unsere kulinarischen Aufmerksamkeiten. Womöglich hatten die auch zuviele Kalorien, Sportlerinnen sind da ja doch sehr eigen. Auf jeden Fall präsentieren wir euch deswegen einen Zusammenschnitt aus älteren Geburtstagsvideos.

Das ist aber auch egal, liebe Greta, wir wünschen dir alles Gute zu deinem Kuhday. Feiere ihn in der absoluten Gewissheit, dass wir dich niemals umbringen werden, nur weil dein Fleisch genetisch so zart ist, dass es für viele herzkalte Gourmets sogar einen Mord rechtfertigt. Hier wirst du das Leben verbringen, dass allen anderen Kobe-Rindern lediglich versprochen wird. Geliebt, mit ganz viel Respekt, umsorgt, in selbstbestimmter Freiheit, aber vor allem nicht beendet durch eine vorsätzliche Tötung im Beinahe-Kindesalter.


Das Recht auf Leben

von Admin | 22. November 2017 | 4 Kommentare

„Jedes Schwein hat das Recht auf ein glückliches Schweineleben.“
 
Astrid Lindgren

Da schnurrt der Fiete wieder

von Admin | 21. November 2017 | 3 Kommentare

Lange haben wir kein Video von unserem Schnurrochsen Fiete mehr gepostet, das wollen wir mit diesem Eintrag ändern. An dieser Stelle lösen wir auch gleich eine immer wiederkehrende Frage auf: Wir wissen nicht, wie schwer Fietes Kopf ist. Dieser Ochse legt seinen Schädel so sanft auf und schmiegt sich jedesmal so vorsichtig an uns, dass wir noch nie sein ganzes Gewicht gespürt haben. In die Arme geht jede Kraulsession natürlich trotzdem, das liegt aber nur an der Größe unseres Riesenschmusers. Fiete würde uns nie in irgendeiner Form weh tun, dafür ist der Schatz viel zu achtsam im Umgang mit seinen zerbrechlichen Menschenfreunden.


TV-Tipp für heute

von Admin | 21. November 2017 | 9 Kommentare

Arte 20:15 Das System Milch
ZDF 22:15 „Geheimsache Tiertransporte“

Heute könnt ihr mit 2 Programmhinweisen gleich einen ganzen Themenabend bestreiten. Los geht es auf Arte um 20.15 Uhr mit dem Film „Das System Milch“, ein kritischer Blick hinter die Kulissen der Milchindustrie, produziert von Grimme-Preisträger Andreas Pichler. Ausgestrahlt wird der Beitrag zu einer geradezu sensationell frühen Zeit in der Prime-Time, werden diese Sendungen doch sonst immer um Mitternacht herum versteckt. http://programm.ard.de/?sendung=28724385361940

Eine halbe Stunde später geht es weiter im ZDF mit der Dokumentation „Geheimsache Tiertransporte“, eine Reportage über den Horror, den Tiere auf ihren Henkerstouren quer durch Europa erleiden müssen. https://www.zdf.de/…/37-grad/37-geheimsache-tiertransporte-…

Gut, dass Gebührengelder auch für solche unbequeme Perspektiven zu vernünftigen Uhrzeiten ausgegeben werden. Zeigt es doch, dass diese Themen immer mehr in der Gesellschaft ankommen und nicht mehr totgeschwiegen werden können.


Anna und Fine feiern ihre Kuhdays

von Admin | 20. November 2017 | 6 Kommentare

Heute könnte es im Stall etwas lauter werden, denn gleich zwei unserer Rinderdamen haben Geburtstag. Anna wird 9 Jahre alt, während Fine ihr 5. Jubiläum feiert. Da werden natürlich noch mehr als sonst die Klauen geschwungen und kein Heuballen bleibt auf dem anderen.

Anna kam zusammen mit ihrer besten Freundin Lara (links im Video) im Herbst 2010 auf unseren Hof. Davor musste sie erst ein Jahr in Anbindehaltung verbringen, um den Sommer vor der Butenlandübernahme zwar mit Lara, aber ohne jeden weiteren Artgenossen einsam auf einer Weide zu verbringen. Und dass, obwohl Anna nichts so sehr liebt wie Kontakt zu anderen, sei es zu Menschen, denen sie leidenschaftlich gekonnt die Frisur mit ihrer Zunge schick zurechtlegt, oder anderen Rindern, die sie nicht weniger gerne neugierig beschnuppert. Zum Glück kann sie beiden Hobbys nun seit über 7 Jahren frönen und Versäumtes nachholen.

Fine gehört dagegen zu unser Familie Rübergemacht und stand im April 2014 plötzlich auf unserer Weide. Und da jeder Vierbeiner bleiben darf, der sich mutig durch Wassergräben und Sicherheitszäune kämpft, nur um unseren Hof zu erreichen, ist die Süße nun auch schon über drei Jahre eine Butenländerin.

Gesundheitlich gibt es bei Fine leider etwas nicht ganz so Schönes zu vermelden: Der zuerst diagnostizierte Abszess, der sich an ihrem Unterbauch gebildet hat, stellte sich, nachdem er sich nicht öffnete, leider im Ultraschall als Bruch heraus. Unglücklicherweise liegt er direkt unter dem Zwerchfell und der Bauchhauptschlagader, und ist deshalb nur mit Risiko operabel. Im Moment kann Fine noch sehr gut damit leben und hat keine Einschränkungen, sollte sich der Bruch aber vergrößern, muss unser Tierarzt ran. In diesem Fall müsste dann mit einem Gitter gearbeitet werden, damit das Gewebe nicht wieder nach unten fallen kann.

Aber das ist zum Glück noch Zukunftsmusik. Heute werden erstmal die Heutorten aufgefahren und es wird gefeiert. Logisch, dass sich bei so einem Großereignis die Gäste die Stallklinke in die Klauen, Pfoten und Hände geben. Lasst es krachen, Mädels, heute rotiert die kuhle imaginäre Discokugel die ganze Nacht lang.


Entenwetter

von Admin | 20. November 2017 | 2 Kommentare


Auf Butenland herrscht Dauerregen, dazu auch noch mit fast eisigen Temperaturen. Selbst die passionierten Sachensucherinnen unter den Schweinen bleiben da lieber im warmen Stall und machen dort ihre Tagesentdeckungen. Auch die Rinder strecken höchstens mal eine Nase kurz in das Schauerwetter und beschliessen dann, die mühsam unter der Putzmaschine gestylten Frisuren nicht zu riskieren. Trotzdem schieben nicht alle Butenländer Regenfrust. Unsere Enten können gar nicht genug bekommen vom Nass aus dem Himmel. Da sind auch die Temperaturen egal, solange es nur flüssig ist. Und wir trösten uns jetzt einfach damit, dass jedes Wetter seine Anhänger hat. Man muss da auch mal gönnen können.


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