Denn Tiere sind keine Maschinen
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Aktenzeichen XY GANS ungelöst

von Admin | 13. Dezember 2018 | 2 Kommentare

Lillja hat sich heute eine kleine Auszeit von ihrem Supergroupie Amanda genommen. Man braucht als Kuh halt doch ziemliche Nerven, um ständig das Geturtel einer verliebten Gans über sich ergehen zu lassen, da hilft manchmal nur ein geschicktes Verstecken inklusive Kopf einziehen.

Allerdings hat sie die Rechnung ohne Amanda gemacht, denn die entdeckt sofort die Kommissarin in sich und nimmt die übrigen Bewohner ins Kreuzverhör. Zuerst muss Janne Rede und Antwort stehen. Als die Verdächtige anfängt, auf Zeit zu spielen, und auf konkrete Fragen nach Lilljas Aufenthaltsort sogar mit gelangweilten Gähnen reagiert, kommt es fast zur Polizeigewalt, weil 00Amanda sich für einen Moment nicht unter Kontrolle hat.

Da das Mitglied unseres Gänsewachdienstes aber einiges aus ihrem Alltag in der Butenländer Unterwelt gewohnt ist, fängt sie sich schnell wieder und befragt den nächsten suspekt erscheinenden Passanten: Vampirpekinese Puschek. Sollte der Graf etwa Lillja auf sein Hundekörbchenschloß in den Hofkarpaten entführt haben? Fest steht jedenfalls, dass der Befragte sehr nervös und fahrig wirkt, was aber auch vielleicht an der etwas rigorosen „Gute Gans, böse Gans“-Verhörtechnik von Amanda Marple liegen könnte, vor allem weil sie sehr einschüchternd beide Rollen gleichzeitig übernimmt. Irgendwann ergreift er dann sogar die Flucht nach vorne und rennt Richtung Hundeporschekutsche. Das haben wir dann zum Anlass genommen, um Lillja aufzufordern, jetzt doch wieder herauszukommen. Es geht ja nicht an, dass unsere Agentin mit der Lizenz zum Schnäbeln alle Bewohner in den verbalen Schwitzkasten nimmt, da müssen wir auch an die dadurch gefährdete Nachtruhe denken.


Das 13. Törchen

von Admin | 13. Dezember 2018 | 5 Kommentare

Das Öffnen des 13. Tores ist Chefsache, denn die Dauernebenrolle in fast jedem Video Puschek persönlich nimmt die Sache in die Pfote. Inzwischen mischt der Pekinesen-Vampirgraf-Mix schon ein halbes Jahr Butenland auf. Vorher lebte er mit einem Obdachlosen zusammen, der ihn aber nicht mehr versrgen konnte und ihn deshalb im Tierheim abgegeben hat. Gerne hätten wir diesem Mann mitgeteilt, wie gut Puschek inzwischen untergekommen ist, aber leider hatte das Tierheim keine Kontaktmöglichkeit. Und unsere Anfragen bei der Caritas und anderen Hilfsorganisationen in Puscheks letzten Wohnort waren anscheinend noch nicht mal eine kurze Antwort wert. Sehr schade, denn jeder Hundebesitzer kann sich bestimmt vorstellen, was es erstens bedeutet, so ein Familienmitglied abgeben zu müssen, und was zweitens dann die Info, dass der Schatz wenigstens das große Wohnlos gezogen hat, für Gefühle auslösen würde.
 
Hier auf Butenland ist Puschek jedenfalls praktisch ohne Eingewöhnungszeit angekommen. Egal, wie groß die anderen Tiere auch vor ihm aufragen, jedes bekommt eine Ansage, wenn es dem Grafen vom Abstand her zu intim wird. Von ungestümen Teenie-Rindern wie zum Beispiel unserem Julchen lässt er sich auch nur solange jagen, wie er Lust hat. Selbst Menschen werden regelmäßig und konsequent angemahnt, etwa wenn sie einen Mittagsschlaf zur perfekten Gassigehzeit halten wollen, oder wenn der Schlaf der Pekinesengerechten unterbrochen wird, da die letzte Tagesrunde ansteht. Nur vor Hühnern und Gänsen hat das fleischgewordene Selbstbewusstsein auf vier Beinen ziemlichen Respekt, aber das versteht wohl jeder, der einer solchen gefiederten Bestie schon mal Auge in Auge gegenüberstand (und überlebt hat).

Stallpause mit Anna, Martin und Puschek

von Admin | 12. Dezember 2018 | 4 Kommentare

In der Stallsaison misten wir dreimal täglich die Ställe aus, schließlich soll das KUHle Hotel auch bei Dauerbetrieb blitzen. Abends werden zusätzlich alle drei Ställe mit Strohmehl ausgestreut. Da trifft es sich gut, dass es eine erfahrene Helferin wie Emily in ihrem Urlaub wieder auf den Hof gezogen hat.

Dabei ist sie auch in den Pausen im Dauereinsatz. Logisch, denn wenn man so beliebt wie sie auf dem Hof ist und entsprechend viele Freundschaften geschlossen hat, dann reißen bei einer Stippvisite natürlich die Wiedersehensfeten nicht ab. Heute haben sich die Butenländer InKUHencerin Anna und der 1.200-Kilo-Softie Martin ihre Emily-Zeit genommen, alles bis ins Detail durchgeplant von Puschek, der auch immer die nächsten „Meet & Greet“-Kandidaten aus dem Wartebereich aufbellt und darauf achtet, dass sich Emily hin und wieder selber ein Leckerchen zu Gemüte führt. Wenn sie schon vor lauter Klauen, Tatzen, Hufe, Krallen und Flossen schütteln zu nichts anderem mehr kommt, dann soll sie wenigstens nicht hungern, Ehrensache. Außerdem lässt sich Anna bestimmt auch nicht lumpen und leckt ihrer Freundin spontan eine besonders schöne Trendfrisur. Mit extra viel Speichel und Liebe, schließlich muss das Teil dann ja wieder ein paar Monate halten.


Tor Nummer 12

von Admin | 12. Dezember 2018 | 5 Kommentare


Das 12. Törchen in unserem Adventskalender wird GANS behutsam von Amanda geöffnet. Schon oft haben wir euch über die grausamen Verhältnisse in der Gänsemast aufgeklärt, zum Beispiel in unserem Adventskalender 2017 https://www.stiftung-fuer-tierschutz.de/2017/12/weihnachten-gans-vegan/ .

Und trotzdem gibt es in dieser lebensfeindlichen Industrie noch immer Dinge, die wir noch nicht angesprochen haben. Zum Beispiel die künstliche Besamung, deren Bedeutung in den letzten Jahren immer mehr zugenommen hat. Eingeführt wurde sie ursprünglich für kranke Zuchttiere, die wegen Penisnekrosen, Kloakenentzündungen und anderen Geschlechtsteilerkrankungen nicht mehr auf natürlichem Weg für Nachwuchs sorgen konnten. Mittlerweile werden aber auch immer mehr gesunde Tiere künstlich besamt. Dabei wird der Ganter durch eine Massage stimuliert und danach fachsprachlich „gemolken“. Die Gans wird bei der Besamung an Flügeln und Kopf fixiert und der sogenannte „Inseminator“ führt dann das Sperma mithilfe von Besamungswerkzeugen und seines Fingers in die Kloake der Gans ein. Bei einer anderen Technik wird die Gans auf den Rücken gedreht, was für das Tier eine noch höhere Belastung bedeutet. Aber was tut man nicht alles, damit die „Spitzentiere“, die eine Federproduktion von 200 bis 300 g pro Jahr oder besonders konzentriertes Brust- und Beinfleischwachstum versprechen, auch weiterhin ihre Gene wie gewünscht verteilen?

In Deutschland wurden 2017 über eine halbe Millionen Gänse geschlachtet. Die Zahl ist aber Augenwischerei, denn nur 14 % des hier konsumierten Gänsefleisches wird in unserem Land produziert, der Rest wird aus Ungarn, Polen oder sogar China importiert. Wie eigentlich alle Masttiere hungern auch Gänse vor ihrem Transport zum Schlachtbetrieb bis zu 24 Stunden. Damit will der Produzent verhindern, dass der Tierkörper beim Schlachtvorgang durch Mageninhalt und/oder Kot verunreinigt wird.

Sobald die Tiere im Betrieb ankommen, werden sie kopfüber an den empfindlichen Beinen aufgehängt. Dabei kann sich jeder ausmalen, wie diese Tortur durch den schweren Mastkörper noch verstärkt wird. Über ein Schlachtband werden die Tiere zu einem stromdurchfluteten Wasserbad transportiert, das dortige Eintauchen soll zu einer Bewusstlosigkeit führen. Natürlich klappt das aber nicht bei allen Tieren, gerade nicht in einem maschinellen Massenverfahren. Ist die Gans nicht richtig aufgehängt oder ist sie kleiner als ihre Artgenossen, dann bekommt sie den Schnitt in die Halsschlagader bei vollem Bewusstsein mit. Da diese Tötung auch voll maschinell abläuft, gibt es sogar Gänse, die erst im anschließenden Brühbad, das das Rupfen erleichtern soll, qualvoll sterben. Danach können diese schmerzempfindlichen und selbstbewussten Lebewesen endlich verpackt werden, damit Menschen mit den malträtierten Leichen ein Fest der Liebe feiern können, dessen Sinn schnell ad absurdum geführt wird, sobald man nur einmal in die Opferperspektive wechselt.


Manchmal muss man in den sauren Apfel beißen

von Admin | 11. Dezember 2018 | 4 Kommentare

Man weiß spontan gar nicht, was beim Abendessen wichtiger ist. Die Konzentration auf vitaminreiches Obst wie Granatäpfel, gerade jetzt zur kalten Jahreszeit? Das gründliche Durchkauen jedes Bissens, wider der an vielen Essenstischen normal gewordenen Hektik- und Schlingkultur? Das betonte Schmatzen, um so der Küche zu signalisieren, wie gut das Gericht schmeckt (jedenfalls sobald man zum süßen Kern des Granatapfels vorgedrungen ist und die saure Schale hinter sich hat)? Oder doch vielleicht das konsequente Leeren des Tellers und die damit einhergehende Sicherung des schönen Wetters für morgen? Egal, was auch die Lösung sein mag, Erna beherrscht all diese Dinge aus dem Effeff und könnte jederzeit Seminare dazu abhalten.


Das 11. Tor

von Admin | 11. Dezember 2018 | 4 Kommentare


Zum Öffnen des 11. Törchens in unserem Adventskalender mussten wir etwas den McGyver in uns herauskitzeln und eine Hängevorrichtung basteln. Denn Vollblutsportler wie Kaspar sind auch in der kalten Jahreszeit ständig in Action, da muss die Säckchen-Aufhängung als mobil sein. Gut, dass wir Besen auf dem Hof haben.

Eigentlich hatte das Schicksal es vorgesehen, dass der 12jährige Kaspar niemals seinen unglaublichen Bewegungsdrang ausleben kann. Denn auf seiner ersten Lebensstation war er dazu verdammt, in einer engen Box zu wachsen, um dann irgendwann kreischende Kinder beim Ponyreiten im ewig gleichen Kreis zu transportieren. Zum Glück konnte er durch eine Vermittlung nach Butenland davor bewahrt werden.

An den Folgen dieser Behandlung hatte er auch noch hier auf dem Hof in seiner Anfangszeit zu leiden. Es dauerte fast ein Jahr, bis wir ihn berühren durften und einige Therapiebesuche einer erfahrenen Pferdefachfrau waren nötig, bis er sich striegeln und führen liess. Zum Glück hatte Kaspar aber von Anfang einen erfahrenen Freund und Mentor in unserem fast 30jährigen Wallach Loriot. So ist er inzwischen absolut auf Butenland angekommen und geniesst sowohl seine täglichen Bewegungsübungen mit Indira als auch seine Entdeckungsreisen im Kreis der Familie.


Fleisch ist billig, Fleisch ist Müll

von Admin | 11. Dezember 2018 | 4 Kommentare
„Wir sorgen uns um Bienenvölker, die unter Viren leiden. Wir möchten, dass Wölfe sich bei uns heimisch fühlen. Wir richten Lebensräume für Fledermäuse ein, wir untertunneln Straßen für Kröten. Wir wissen, welche Vitamine unsere Katzen brauchen, im Winter ziehen wir unseren Hunden Pullover an. Aber bei den Schmerzensschreien, den abgetrennten Hoden, dem Blut gibt es von Mensch zu Kreatur kein Mitleid. Nur eine Kostenberechnung.“
 
Und was noch makaberer wirkt, in diesem Kommentar aber gar nicht thematisiert wird, ist noch eine ganz andere Heuchelei. Nämlich die, dass sich Abermillionen Menschen über die betäubungslose Kastration beschweren, weil sie erkannt haben, dass Schweine Schmerzen fühlen, ihre Umwelt wahrnehmen, Qual vermeiden wollen, ein Selbstbewusstsein haben und an einem anständigen Leben interessiert sind. Trotzdem sind diese empörten Menschen zufrieden mit der Hinrichtung dieser intelligenten Wesen, solange diese möglichst human vonstatten geht.
 
Natürlich ist jedes Schwein daran interessiert, nicht unnötig zu leiden, und deshalb ist es selbstverständlich auch gut, gegen unnötiges Leiden zu protestieren. Aber Achtung Newsflash: Für ein selbstbewusstes, intelligentes Lebewesen mit Schmerzempfinden, das sich Familien und Freundeskreise einrichtet, ist nicht nur die Kastration grausam. Das Beenden der gesamten Existenz, egal wie schön, schnell oder schmerzfrei, ist garantiert sogar das Grausamste, was man diesen Wesen antun kann. Woraus sich auch noch ein praktischer Automatismus entwickelt: Wer Tierkadaver in jeglicher Form von seinem Speisezettel verbannt und auf die unzähligen, tierleidsfreien Alternativen zurückgreift, für den wird auch kein einziges Ferkel betäubungslos kastriert.
 

Ein Snack für alle Federn und Felle

von Admin | 10. Dezember 2018 | 9 Kommentare

Natürlich ist klar, dass man eigentlich zwei Zusatzarme benötigt, wenn man so lange wie Emily den Hof nicht besucht hat und dann auch noch Leckereien unter das Volk bringt. Da stehen dann halt sowohl die alten als auch ganz neue Freunde Schlange beim Verteilen der Aufmerksamkeiten. Während Tilly und Zora sehr gesittet ihren Anteil wegpicken, kann sich Emil gar nicht entscheiden, ob er die bewährten Äpfel oder nicht doch eher seine Fast-Namensvetterin Emily selber als Süßigkeit ansehen soll, also wird vorsichtshalber mal beides intensiv abgeschleckt. Das wirkt auf Beobachter anscheinend so ungestüm, dass sich Jette das Geschehen lieber mit Sicherheitsabstand anguckt. Auch Chaya geht geradezu zaghaft aufgrund Emils ungewohnt hohen Actionlevel zu Werke. Aber natürlich konnte nie wirklich etwas passieren, denn sowohl Pippilotta als auch Puschek hatten das ganze Spektakel fest im Blick und wären jederzeit dazwischen gegangen, falls es jemand vor lauter Wiedersehensfreude übertrieben hätte.


Das 10. Törchen

von Admin | 10. Dezember 2018 | 4 Kommentare


Eigentlich haben Eberhard und Winfried schon am Nikolaustag ihre Säckchen bekommen. Allerdings wurden wir von den beiden darauf aufmerksam gemacht, dass die Leckereien damals in einem Video von ihnen verspachtelt wurden, diese Übergabe aber nur offiziell zählt, wenn sie durch ein Tagesbild dokumentiert wird. Das wurde alles sehr streng in der Adventskalender-Leckereien-Verordnung festgehalten, die uns von den beiden gerade vorgelegt wurde. Erstellt wurde dieser verbindliche Gesetzentwurf von einem gewissen Prof. E. Berhard in Zusammenarbeit mit Dr. W. Infried. Die Namen sagen uns zwar nichts, aber mit Professoren und Doktoren legen wir uns mal lieber nicht an, deshalb öffnet unsere kleine Schweinefamilie heute zusätzlich zur Nikolausbescherung auch das 10. Törchen. Sicher ist sicher.


Endlich wieder da

von Admin | 9. Dezember 2018 | 6 Kommentare

Obwohl Weihnachten erst in 2 Wochen ansteht, gab es heute auf Butenland die erste Bescherung. Emily ist nämlich zurück und verbringt ihren Urlaub bis zu den Feiertagen bei uns. Klar, dass ihr erster Weg zu Erna führte, dieses Dream-Team war ja auch viel zu lange getrennt. Und obwohl beste Freundinnen naturgemäß nach so einer Zeitspanne einiges zu besprechen und zu begrunzen haben, zeigt Emily, dass sie nichts verlernt hat und gerade im Kraulbereich noch immer Vollprofi genug ist, um im Stereo-Modus auch noch simultan Pippilotta zu verwöhnen.

Aber ehrlich gesagt stand heute auch nur Erna zur Kuschelauswahl, denn unsere drei anderen Schweine Rosa Mariechen, Eberhard und Winfried veranstalteten heute einen Familientag und hatten deshalb nur Augen für sich. Gerade bei einer Diva und zwei Ausnahmegärtnern, die voll in ihren jeweiligen Berufsfeldern aufgehen und darüber auch schon mal den Feierabend samt sozialer Komponente vergessen, sind solche Auszeiten mit Tunnelblick aufeinander enorm wichtig. So wurde uns ausdrücklich aufgetragen, heute alle anderen Termine zu streichen und die Stalltür nur für Essenslieferungen zu öffnen. Da richten wir uns dann natürlich auch nach.


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