Denn Tiere sind keine Maschinen

Ein Einhorn im Adventskalender

von Admin, am 19.12.2017.

Hinter dem 19. Adventstörchen wird es etwas mysthisch, denn es wird von unserer Maret, einem waschechten Einhorn aufgestossen.
 
Die 21jährige Seniorin ist fast die älteste Kuh auf Butenland, lediglich ihre beste Freundin Marte ist 4 Tage eher auf die Welt gekommen. Die beiden sind seit dem Frühjahr 2016 auf unserem Hof. Davor mussten sie fast 20 Jahre in einer Haltung verbringen, die so katastrophal war, dass irgendwann sogar das Veterinäramt tätig werden musste, den kompletten Bestand beschlagnahmte und dem Bauern ein Haltungsverbot auferlegte. Ein besonderer Dank geht dabei an die Amtsveterinärin, die die Tiere nicht wie nach solchen Maßnahmen üblich in die Tötung übergeben hat, sondern sie in ein würdevolles Restleben weitervermittelte.
 
Das geniessen Maret und Marte nun auf Butenland. Natürlich huschen sie nicht mehr wie die Kälber über die Weiden, sondern führen ihr Leben in bedächtiger Slow Motion. Das aber absolut bewusst, rüstig und mit Freude. Was könnte man Schöneres in so einem gesegneten Alter und nach so einem schlimmen Start erwarten? So können wir durchaus hoffen, noch ein paar Weihnachten mit den beiden feiern zu dürfen.

Kategorie: Allgemein

7 Antworten zu “Ein Einhorn im Adventskalender”

  1. Steffi sagt:

    Sind diese Adventssäckchen eigentlich selbst genäht und gebastelt? Ist da jemand handwerklich so talentiert? Mit Kuhsticker drauf, sehr treffend und ganz süß!!

    Wie schön, dass ich nicht alleine so verrückt bin (btw Ute: bei uns hier oben in Norddeutschland ist der Ausdruck „jetzt dreht ihr völlig durch“ oder auch „ihr seid doch verrückt“ immer sehr liebevoll und eigentlich eher als Kompliment gemeint 😉

  2. Ellen sagt:

    Schön, dass Marte auch ein Säckchen bekommt – sie hat so einen aufgeweckten, interessierten Blick – ich gönne ihr noch viele, viele Weihnachtsleckereien auf Butenland.

  3. Ute sagt:

    Und immer wieder sehe ich den Schatten der unvergesslichen Milla, wenn Maret oder Marte hier erscheinen! Und, aehnliche Emotionen: schaute mir noch einmal das Video „Endlich zusammen – Mutter und Kind“ an und freute mich nicht nur fuer Emil und Lenchen, sondern auch darueber, Pauls spielerische Annaeherungsversuche wieder geniessen zu koennen.

    Steffi – hatte „durchdrehen“ gegoogelt, um zu sehen, ob ich’s richtig verstanden habe, die englischen Uebersetzungen, zurueckuebersetzt, reichten von „Kontrolle verlieren“ bis zu „idiotisch werden“… Gebe gerne zu, dass ueber die Jahrzehnte in England mein Griff und das manchmal vielleicht gebrauchte detailiertere Verstaendnis sich wohl ein bisschen gelockert haben…. Man ist aber nie zu alt zu lernen – auch wenn es um seine eigene Muttersprache geht. Deutsch hat sich natuerlich in vierzig plus Jahren weiter entwickelt!

  4. Christine sagt:

    So eine bezaubernde Kuhlady mit ebenso hübschem Adventssäckchen. Maret gefällts!

  5. Karin sagt:

    Hallo Steffi,
    das Advendssäckchen hat eine liebe Patin selbst genäht.

  6. Heike sagt:

    Was muss das eine starke Tierärztin sein die täglich solch ein Leid sieht, behandeln muss, reagieren und ertragen muss und dann die ein oder andere Seele versucht zu retten wo man doch am liebsten alle retten möchte.
    Da dran würde ich wohl ersticken!
    Meine absolute Hochachtung vor solchen Menschen!

  7. Ute sagt:

    Heike, ich bin mir nicht sicher, ob die handelnde Tieraerztin in diesem Fall auch Nicole Tschierse war, aber – wenn Du kannst – schau mal auf ihre Facebookseite, da findest Du Beitraege, denen man als rechtdenkender Mensch nur beipflichten kann, wunderschoen einfuehlsam geschrieben. Und immer wieder moechte ich ihren Artikel „Gesichter der Angst“ empfehlen….

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