Denn Tiere sind keine Maschinen

Das 15. Törchen

von Admin, am 15.12.2017.


Schade, dass unser Adventskalender über keine Tonspur verfügt, denn das 15. Törchen wird von Fiete aufgeschnurrt.

Unser 5jährige Schmuseochse musste sein erstes halbes Erdenjahr in einem Verschlag durchleben, den er sich zusätzlich mit einer diagonal stehenden Tür teilen musste. Glücklicherweise konnte er aber durch eine Spendensammelaktion gerettet und nach Butenland vermittelt werden.

Hier war er zuerst komplett überfordert, kannte er doch weder Sonne, Wind, Weiden oder Artgenossen. Dementsprechend zog er sich in seiner Anfangszeit in die hinterste Ecke unseres Stalls zurück und beäugte erstmal verunsichert das Geschehen.

Wir eskortierten ihn täglich auf die Weide, wo er immer vertrauter mit der Restherde wurde und schnell lernte, dass Gras viel besser als Erde schmeckt. Als Rind, das nur Silage und keinen Freigang kannte, wusste er nämlich am Anfang nichts mit dem seltsamen grünen Zeug anzufangen und musste das deshalb erstmal vorsichtig austesten.

Heutzutage ist Fiete zutraulich wie kein zweiter Ochse auf Butenland und der Star unzähliger Kraul-Videos, in denen er von der schnurrender Geräuschkulisse her jeder Katze Konkurrenz macht. Schön, dass du endgültig bei uns angekommen bist, lieber Fiete, ohne dich würde hier ein Riesenloch in der Familie klaffen.


Kategorie: Allgemein

5 Antworten zu “Das 15. Törchen”

  1. Christine sagt:

    Mit Schmuse-Fiete♡ ist das Foto einfach perfekt – er beäugelt sein Weihnachtssäckerl sehr aufmerksam. Einfach schön

  2. Steffi sagt:

    Sehr richtig, einfach schön! Danke! 🙂

  3. Ute sagt:

    Ein Tier in den wahrscheinlich lebensfrohesten, spielerischsten, formativsten Monaten so einzuschraenken, dieser extreme Mangel an Stimulation, die Trostlosigkeit und schmerzhafte Leere kann doch nur zur totalen Apathie fuehren – was wohl in Fietes Hirn vor sich gegangen ist?
    Kein Wunder, dass er sich so schwer tat, sein neues Leben verstehen zu lernen. Und ein Wunder, dass er ueberhaut seiner Vergangenheit relativ schnell und so absolut entfliehen konnte!

  4. Steffi sagt:

    Ute, diese totale Isolation der Tiere ist furchtbar, ich muss da auch immer an Kaspar oder an Samuell denken…. wie wunderbar, dass sie alle aus dieser grauenvollen Einsamkeit gerettet wurden und tolle Kumpel gefunden haben, 2- und 4-beinig/ pfotig 🙂

  5. Gabriele sagt:

    Unvorstellbar, was das für Menschen sind, die Tieren so etwas antun und ohne Reue daran vorbeigehen können. Bei Fiete konnte wohl das vergangene Traume ausgelöscht werden. Er ist so schön und der Kameraknopf wurde im richtigen Moment ausgelöst.

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