Denn Tiere sind keine Maschinen

FAZ-Kommentar zur Massentierhaltung

von Admin, am 04.11.2017.

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„Die Massentierhaltung gehört verboten. Wenn die Grünen sich bei der Jamaika-Sondierung nicht durchsetzten, wäre das eine Schande.

Man müsse erst einmal selbst Opfer von absoluter Mitleidlosigkeit geworden sein, um zu begreifen, dass sich die Würde der Kreatur nicht von selbst verstehe, schreibt David Foster Wallace in „Kurze Interviews mit fiesen Männern“. Wem so etwas, die brutale und totale Verdinglichung, noch nicht passiert sei, der werde niemals begreifen, „wie sehr es von dir abhängt, was du bist, dass du jede Sekunde deines restlichen Lebens die Wahl hast, dass du dich immer und immer wieder als Mensch denken, als Mensch erschaffen musst, da du der Einzige bist, der dich überhaupt und jederzeit und bedingungslos als Mensch sieht, obwohl du dich jederzeit auch gehen lassen könntest. Verstehst du, du kannst dich als Mensch gehen lassen. Dann geht der Mensch, und die Sache kommt.“ In der Massentierhaltung lässt der Mensch sich auf tierische Weise gehen. Der Mensch geht, und die Sache Tier kommt. Er verzichtet dann darauf, sich als Mensch zu denken. Er betäubt sich als Mensch, trainiert die Abstumpfung, damit er das Tier als Sache denken, ausbeuten und misshandeln kann, bis es als eingeschweißtes Fleischprodukt im Handel ist.“

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/bei-der-jamaika-sondierung-muss-massentierhaltung-verboten-werden-15274591.html


Kategorie: Allgemein

7 Antworten zu “FAZ-Kommentar zur Massentierhaltung”

  1. Marita sagt:

    Wer von der zukünftigen Regierung erwartet hat, dass sich in sozialen, menschlichen oder tierschutzrechtlichen Bereichen etwas ändert, welches auch nur den Hauch eines Anschein hat, der Wirtschaft könnten die Maßnahmen schaden, wird enttäuscht werden. Die Damen und Herren in Berlin interessiert nicht das menschliche und erst recht nicht das tierische Wohl. Es geht nur um Macht und Positionen. Das derzeitige Theater mit den Koalitionsverhandlungen ist für das Volk gedacht. Die Lobbyisten stehen schon in den Startlöchern. Die Not der armen Menschen ist noch nicht groß genug und die Not der Tiere bringt kein Geld. So wird alles bleiben wie es ist. Nur jeder einzelne Mensch, der den Namen verdient, kann für sich alleine seine Welt ein Stückchen besser machen. Ich habe dafür ich meine Butenländer Familie und meinen Lebensstil gefunden, damit ich nicht werde wie so manch andere……

  2. Ursula sagt:

    Ich finde den FAZ-Kommentar etwas verschurbelt
    und würde gern ein YT-Video von Silke Leopold
    dagegen setzen https://www.youtube.com/watch?v=BhnpwkSR6KY

    Ich erwarte nichts mehr von der Politik und
    fürchte deshalb Marita oben wird Recht behalten. Es geht um Profit, Macht und
    satanistische Rituale im Umgang mit unseren
    Mitgeschöpfen.

  3. Ute sagt:

    Meine Guete – selbst Pflanzen goennt man mehr Freiraum… Und dieses Bild wird in hunderten und tausenden von Betrieben, von Fabriken wiederholt. In jedem Land! (Ueber 27 Millionen von Schweinen in Deutschland allein). Wuerde gerne jedem Profiteur, jedem Politiker und anderen Gleichgueltigen eine Pflichttour durch diese Hoellen verschreiben, damit sie nicht mehr im Abstrakten reden koennen.
    Wen es interessiert: auf TED Talks sind einige gute Reden ueber Veganismus und verwandte Themen zu hoeren, unter anderem von Melanie Joy, die im F.A. Artikel ewaehnt wird (leider nur auf englisch). Vorsichtig aber mit diesem Vortrag, etwa halbwegs durch ihn werden Szenen gezeigt, die Alptraeume verursachen koennen.

  4. Susanne sagt:

    „wie sehr es von dir abhängt, was du bist, dass du jede Sekunde deines restlichen Lebens die Wahl hast, dass du dich immer und immer wieder als Mensch denken, als Mensch erschaffen musst, da du der Einzige bist, der dich überhaupt und jederzeit und bedingungslos als Mensch sieht, obwohl du dich jederzeit auch gehen lassen könntest. Verstehst du, du kannst dich als Mensch gehen lassen. Dann geht der Mensch, und die Sache kommt.“

    Die meisten Menschen Leben NICHT in diesem Zusatnd! Dieser hier beschriebenen Zustand it harte Arbeit, denn wir haben das nicht von Kind auf an gelernt! Man muss dazu auch wissen was man will und was man nicht will und darum entscheidet man sich dementsprechend und kommt ins TUN und Handeln und danach Leben. Ein Mittel immer mehr in diesen Zusatand zu kommen – dem einen fällt es leichter als dem anderen – ist sich weiterzubielen: Bücher zu lesen, von Menschen die Handeln, sei es beim Sport, gesunde Ernährung, spirituelles Wissen: Wissen, Lesen bringt uns weiter, gibt Motivation und macht uns stark! Mein Lieblingssatz derzeit ist: „Ich bin eine Säule voller Kraft und Leidenschaft.“ Machen wir uns selbst stark…und leben wir unsere Kraft. Ja, wir haben jenden Tag und jedes Mal die Wahl – beim Konsum ist das einfach, bei der Lebensführung nicht immer, aber immer öfter, wenn man sich mental diesbezüglich eben auch stärkt (lesen). 🙂

  5. Ellen sagt:

    Der Einzelne als Verbraucher hätte sehr viel Macht, Dinge und Lebensweisen zu ändern. Aber leider ist er desinteressiert und hechelt den Lobbyisten hinterher. Der Politik sind die Menschen absolut egal – was zählt sind Macht und das Wirtschaften in die eigenen Taschen. Ich erwarte mir deshalb auch keine großen Änderungen, falls jemals eine Regierungsbildung erfolgt – Ausgang ungewiß.

  6. Christine sagt:

    Unser eigenes Glück ist stark damit verknüpft, dass es allen gut geht – so geht’s jedenfalls nicht mehr weiter, wie erbarmungs- + mitleidslos Tiere behandelt werden.
    Es MUSS ein Umbruch kommen – mein Stück heile Welt + Rettungsanker, wenn ich manchmal schier am verzweifeln bin, ist Butenland♡ mit all seinen unglaublich lieben Tieren + Menschen.

  7. Doro sagt:

    @Ursula…ein aussagestarkes Video von Silke, danke für den Hinweis…ich freue mich, hier von immerhin einigen Menschen umgeben zu sein, die offensichtlich ähnlich ticken wie ich.
    Das tut gut.

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