Denn Tiere sind keine Maschinen

Quakopedia

von Admin, am 09.09.2017.

Für Enten ist Wasser absolut unverzichtbar, deshalb leben sie in freier Natur grundsätzlich an Seen, Flüssen oder anderen Wasserläufen. Sogar Regen wird enthusiastisch abgefeiert und jede Dusche von oben zelebriert. Diese Tiere benötigen das Wasser sowohl für ihre Gefiederpflege als auch für ihre ausgiebigen Badesessions. Auch ihre Nahrung finden sie bevorzugt im Uferschlick oder am Grund von Gewässern.

Mit diesen Informationen im Hinterkopf wird es noch grausamer, was die Tierindustrie diesen Geschöpfen antut. Am häufigsten werden diese Lebewesen zur Mast gehalten. Innerhalb von wenigen Wochen, nie länger als 2 1/2 Monate, werden sie turbogemästet und setzen bis zu 5 kg Gewicht an. Der Zugang zu einer Wasserfläche, die groß genug zum Baden ist, wird ihnen dabei nicht zur Verfügung gestellt. Und selbst wenn das anders wäre, könnte sie diese nicht benutzen, da sie schon nach wenigen Wochen Mast sich nicht mehr bewegen können.

In den Ställen wird oft Kannibalismus oder Federrupfen beobachtet. Kein Wunder, stehen bzw. liegen die Opfer dicht gedrängt, obwohl sie territoriale Wesen sind und so noch mehr als andere unter jeder Form von Massenhaltung leiden. Obwohl das bekannt ist, wird nicht etwa auf diese Haltungsform verzichtet, man kürzt nur Schnäbel und Krallen und setzt auf verdunkelte Ställe.

Das ist nur möglich, da es für die Mast von Wasservögeln nicht mal bundesweite gesetzliche Regelungen gibt. Von einem Einsehen des Verbrauchers ganz zu schweigen, obwohl der es wie überall selber in der Hand hätte, durch Verzicht diese Barbarei zu beenden.



Kategorie: Allgemein

5 Antworten zu “Quakopedia”

  1. Susanne sagt:

    Zum Foto: Pure Schönheit!

  2. Heike sagt:

    Wie grausam ist der Mensch… wenn es einem so bewußt gemacht wird kriegt man die Bilder nicht mehr aus dem Kopf. Man müsste viel mehr Menschen erreichen, aber ich weiß auch nicht wie. Klar kann man mit seinem Nachbarn, Kollegen, Vereinsfreunden reden, aber es wird so schnell als Blabla abgetan. Als würde man von Nagellack reden oder neuen Schuhen die exentrisch sind und eigentlich niemanden interessieren. Schnell kommt der Themenwechsel und dann die Würstchen und Steaks auf den Grill…

  3. Sigrid sagt:

    Trotzdem, Heike, darf man nicht aufgeben, andere zu sensibilisieren. Gerade werden in Brandenburg trotz erfolgreichem Volksentscheid gegen Tierfabriken zahlreiche neue genehmigt. Heute gab es eine gut besuchte Demo gegen den Ausbau Deutschlands größter Hühnerfabrik (von 120 000 täglich am Fließband geschlachteten Hühnern auf 240 000 ist das Ziel!). Zumindest wurde der Neubau jetzt von der Kommune gestoppt. Aber das ist ja nur einer dieser vielen Schreckensorte.
    Wir sind auf jeden Fall nicht allein, und das tut gut!

  4. Christine sagt:

    Was für eine schöne Ente!
    Tja – Verbraucherverzicht – da wird von Tiersendungen geschwärmt + wie putzig die Hühner, Rinder … doch sind + dann hört man, dass sie sich ein Schnitzel in die Pfanne hauen.
    Das Einzige, das man Tag für Tag machen kann (manchmal zähnefletschend, ich gebs zu), durchzuhalten + durchs eigene vegane Leben sie dann schon mal auf die vegetarische Schiene erstmal zu bringen + dann gern Kalender von Butenland verschenken, was ja doch zum Nachdenken anregt, ins Buch von Rosa-Marie reinlesen lassen, von den Begabungen + Eigenheiten der Patenkinder erzählen und und und …
    Irgendwann wirds dann doch ankommen – dranbleiben für die Tiere.

  5. Ute sagt:

    Habe heute noch einmal den Artikel „Gesichter der Angst“ von Nicole Tschierse gelesen und mir ueberlegt, dass es eine gute Idee waere, ihn auf verschiedene Weisen zu verbreiten – Aufmerksamkeit darauf lenken durch Empfehlung, Kopien weitergeben oder verschicken usw…(Glaube auf das Essay wurde vor einiger Zeit auf dem Tagebuch hingewiesen, bin aber nicht ganz sicher). Ein Bericht, der unter die Haut geht… Und ja, wie Christine vorschlaegt, Tiere als fuehlende Seelen vorzustellen kann Meinungen auch aendern, auf erfreuliche und schonende Art.

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