Denn Tiere sind keine Maschinen

Piggypedia

von Admin, am 26.09.2017.

Die Schwangerschaft eines Schweins beträgt circa 4 Monate, danach gebärt es 10 bis 14 Ferkel. In der industriellen Tierhaltung muss die Sau das in einem Kastenstand absolvieren, in dem sie noch ungefähr einen Monat mit ihren Kindern zusammenleben darf. Dabei ist sie so fixiert, dass sie sich weder drehen geschweige denn aufstehen kann, da sie nur noch für den Säugevorgang einen Nutzen hat.

Nach diesem Monat werden die Ferkel von der Mutter getrennt. Während die Sau neu besamt wird, werden ihre Kinder von Fressautomaten innerhalb eines halben Jahres auf über 100 Kilogramm „Schlachtmasse“ gemästet und anschließend getötet.

Diese Tötung läuft in den meisten Fällen so ab, dass die Ferkel mit Hilfe von elektrischen Strom, Helium- oder CO2-Gas betäubt werden. Bei der sogenannten elektrischen Durchströmung wird mit Hilfe einer Zange, durch die Strom fliesst, ein epileptischer Anfall künstlich herbeigeführt. Die Betäubung durch CO2-Gas geht immer einher mit Atemnot, Erstickungsgefühl und Stresssymptomen.

Da die Betäubung in vielen Schlachthöfen im Akkord und unter Zeitdruck erfolgt, wachen immer wieder Schweine auf und erleben ihren Kehlenschnitt bei vollem Bewusstsein. Auch dieser wird beim Akkord nicht immer korrekt angesetzt, so dass manche Schweine qualvoll verbluten. Laut Bundesregierung sind je nach Betäubungsart 3 bis 12 % der Schweine bei ihrer Tötung nicht richtig betäubt.

Unnötig zu erwähnen, dass Schweine in Gruppen diese Prozedur erleben und so genau mitbekommen, was ihre Artgenossen gerade durchmachen. Auch muss man nicht darüber spekulieren, ob jemand, der so viel Selbstbewusstsein hat, um sich selber im Spiegel zu erkennen, durch das Leid anderer realisieren kann, was auf ihn selber zukommt.

Es ist uns absolut schleierhaft, wie Menschen trotz dieser Tatsachen noch Appetit auf den gequälten, toten Körper dieser hochintelligenten Tiere entwickeln können. Deshalb werden wir auch nicht aufhören, unsere Umwelt über diese Zustände zu informieren.

Foto: Else, in Freiheit auf ihrer Schweineinsel


Kategorie: Allgemein

8 Antworten zu “Piggypedia”

  1. Ines sagt:

    Verdrängen heißt das Zauberwort. Die meisten wollen sowas nicht wissen und schon gar nicht die Bilder sehen.

  2. Marita sagt:

    Wenn jeder Mensch jeden Tag nur 1 Minute das Elend in den Schlachthöfen im Fernseher anschauen müsste, wäre das Problem mit den Fleischessern gelöst.

  3. Ellen sagt:

    Ich kann Marita nur zu 100 % zustimmen. Im Wegsehen ist die Menschheit Weltmeister.

  4. Ute sagt:

    Was mir so weh tut, ist die dokumentierte Tatsache (unter anderem von „One Green Planet“ und MiamiNewTimes), dass die von uns so unbarmherzig misshandelten Tiere Mitleid zeigen koennen, manchmal sogar wenn sie selbst leiden. Das macht sie, in meinen Augen, bessere Lebewesen als so viele (darf ich sagen: die meisten?) Menschen…

  5. Monika Hoffmann-Kühnel sagt:

    Wer zulässt, in den Gesichtern von Schweinen Angst, Hoffnungslosigkeit, Neugier oder Freude zu erkennen, Gefühle also, die denen der Menschen absolut gleich sind, wird kaum noch Lust auf ihr Fleisch verspüren. Das Problem ist, dass wir diese Bilder leicht vermeiden können. Und selbst wenn sie Pflicht an den Fleischtheken und Kühltruhen wären, würden sie wohl ähnlich wenig Verhaltensänderungen bewirken wie die entsprechenden Hinweise auf den Zigarettenpackungen…
    Manchmal könnte man wirklich verzweifeln!

  6. Christine sagt:

    Süsse Else mit dem lachenden, lieben Gesichtchen!
    Butenland ist dringend vonnöten, denn es tut soooo gut, gerettete, geliebte Tiere anzusehen + ein bisschen mithelfen zu dürfen, um jeden Tag stark für alle anderen, leider noch leidenden Tiere sein zu können.

  7. margitta sagt:

    ja stimmt, liebe christine, schliesse alle leidenden menschen mit ein.

  8. Gabriele sagt:

    Ich kann ja auch nicht verstehen, warum der Mensch das Fleisch anderen Spezien ißt, doch noch weniger kann ich nachvollziehen, was das für „Menschen“ sind, die diese Tiere züchten und schlachten. Mein Gott, wie dumpf müssen die sein, die den ganzen Tag in der Hölle Schlachthaus stehen, ich könnte es dort keine Millisekunde aushalten und nach diese Sekunde müsste man mich mit Medikamenten ruhig stellen.

    Um so schöner ist es, Eure Schweine so glücklich in der Natur herumlaufen zu sehen, was habt Ihr Ihnen für ein schreckliches Schicksal erspart. Danke an Jan und Karin!!!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.