Denn Tiere sind keine Maschinen

Das System Milch

von Admin, am 28.09.2017.

Im Kino: „Das System Milch“ – Die beeindruckende Doku zeigt die Machenschaften der globalen Milchindustrie und ihre Folgen für Tiere, Umwelt und Menschen.

„Milch ist Big Business. Den Profit machen allerdings nicht die Bauern, die dem System mehr oder weniger hilflos ausgeliefert seien, und nicht die Tiere, die nur leben dürften, wenn sie so viel wie möglich Milch geben, um dann nach fünf Jahren geschlachtet zu werden.

Den Profit machten die globalen Konzerne und Molkereien. Diejenigen, die Bilder von Kühen auf der Weide auf Verpackungen drucken. Diejenigen, die Chinesen einreden, sie würden größer werden, wenn sie nur genug Milch trinken würden und diejenigen, die Milchpulver nach Afrika exportieren und dort durch Dumpingpreise die kleinbäuerlichen Strukturen zerstören […]

Ein harte Kette an Folgen
Seit mehr als 8000 Jahren trinken Menschen Milch. Und viele meinen bis heute, die Milch komme von glücklichen Kühen auf grünen Wiesen. Dabei geht es europaweit um einen 100 Milliarden-Euro-Markt mit Hightech und Massentierhaltung. 500 Millionen Euro EU-Subventionen fließen jährlich an die Bauern. Auch interessant: Pro Liter Milch entstehen drei Liter Gülle, die mancherorts das Trinkwasser mit Nitrat belastet. Um Soja für das Kraftfutter der Milchkühe zu produzieren, wird in Südamerika Regenwald abgeholzt.“
https://www.dassystemmilch.de/


Kategorie: Allgemein

5 Antworten zu “Das System Milch”

  1. Ute sagt:

    Wenn man Kuehe so „am Fliessband“ haelt, kann man ja auch keine Beziehung zu ihnen finden, ihre Persoenlichkeiten nicht entdecken… Kein Wunder, dass sie zum Gegenstand degradiert werden! (Oder kann man sie so nur halten, weil man sie sowieso nur als Objekte betrachtet?)
    Nur locker hier passend, aber doch themenverwandt – die englische Milchindustrie fuehlt sich vom Veganismus jetzt so bedroht, dass sie £1.2 Millionen ausgibt, um auf die Attacke „gegen vegane Aktivisten zu gehen“. Klingt mir ein bisschen nach Ueberlebensangst aufseiten der Industrie. Sie will „die Gelegenheit wahrnehmen, ihren Ruf wieder herzustellen und Milchprodukte zu feiern“(!!!) und „Attacken abzuwenden von einer zunehmend vokalen veganen Lobby“. (Information von Viva!)

  2. Monika Hoffmann-Kühnel sagt:

    Hallo,
    auch in Deutschland scheint jetzt eine Kampagne pro Milch in Gang zu kommen. Da wird dann in diversen Medien eindringlich auf die vielen Vorzüge von Milch und Milchprodukten hingewiesen. Natürlich kein Wort über die Produktionsbedingungen mit ihrem unendlichen Tierleid!

  3. Christine sagt:

    Wir haben nur eine Erde + die wird durch solches Treiben nicht besser.
    Am schlimmsten ist, dass wir unsere Mitlebewesen so übel behandeln + am Ende selbst durch antibiotika- + angstverseuchte Fleisch- + Milchprodukte erkranken.
    Der Film ‚Hope for all‘ von Nina Messinger stellt das treffend dar – Menschen werden erst dann nachdenklicher + mitfühlender, wenn es sie selbst betrifft – vor allem ihre eigene Gesundheit.

  4. Ute sagt:

    Monika – auf der einen Seite ist das gute Nachricht, wenn die Milchindustrie sich so rechtlich bedroht fuehlt! Auf der anderen Seite aber hege ich die Befuerchtung, dass sich so mancher Mensch ueberreden laesst. Viele schenken halt einfach dem Glauben, der „lauter schreit“ und auch mehr Geld an das Problem schmeissen kann. Und dann gibt es eben auch noch die Wendehaelse, die ihren Mantel in den Wind haengen und sich dazu treiben lassen, jeder neuen und oft auch einfach nur der zuletzt gehoerten Kampagne Glauben zu schenken und ihre „Ueberzeugung“ zu revidieren.
    Der von Christine angesprochene Gesichtspunkt wird ja in letzter Zeit auch vermehrt aufgeworfen, nicht zuletzt sogar von der WHO. So, so schlimm nur, dass, bis die Menschen sich besonnen haben, Millionen um Millionen von Tieren den Preis zahlen muessen….

  5. Ines sagt:

    Es ist wirklich erschreckend, wie wenig die Menschen über die Erzeugung von Milch wissen wollen und wie gern sie den „Hochglanzfotos“ glauben! Wie ich bereits sagte, Verdrängen heißt das Zauberwort. Die Absurdität des Milchkonsums zeigt sich besonders, wenn man bedenkt, dass die Milchprodukte, die die Menschen konsumieren, vielfach aufbereitet sind und mit der eigentlichen Kuhmilch fast nichts mehr zu tun haben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.