Denn Tiere sind keine Maschinen

Marie, die Wunderkuh

von Admin, am 09.08.2017.

Beim Ausrutschen auf dem Spaltenboden brach Marie sich als Kälbchen das Becken. Ebenso war ihr rechtes Hinterbein mindestens einmal gebrochen. Da sie deshalb nicht mehr stehen konnte, war sie eigentlich schon für die Schlachtung vorgesehen. Aber Marie wollte nicht sterben, das hat sie jedem eindrucksvoll demonstriert, der sie kennenlernen durfte, und so geschah das Wunder: Der Termin mit dem Metzger wurde in eine Vermittlung nach Butenland umgetauscht.

Marie wurde wochenlang gelagert und mobilisiert, wie es an einem Krankenbett üblich ist, gab es auch jede Menge Liebe, Zuspruch, haufenweise Aufmerksamkeiten und Leckereien, und so fand Marie tatsächlich die Kraft und den Mut, allen medizinischen Prognosen zu trotzen. Als Überbleibsel ihrer Frakturen hat sie zwar ein steifes Bein sowie ein verschobenes Becken, aber dennoch kämpft sich die kleine Heldin tapfer durch ihren Alltag.

Da es in den ersten Jahren wiederholt zum Festliegen kam, hat sie inzwischen auch gelernt, dass sie nur auf der linken Seite ruhen kann. Natürlich steht sie nachwievor unter Beobachtung, damit wir schnell helfen können, falls es nötig sein sollte. Wir haben sie auch extra in die kleine Herde auf der Krankenweide integriert, die wir einfach viel besser im Blick haben können als die weitläufigen und dadurch unübersichtlichen Varianten des Hofes.


Kategorie: Allgemein

15 Antworten zu “Marie, die Wunderkuh”

  1. Heike sagt:

    Himmel, wenn man das jetzt so genau sieht wie schräg sie da so steht… die arme Kuh!
    Und wie schön dass sie sich so tapfer durchschlägt.

    Am Anfang schaut sie ein bißchen iritiert. Was die wohl filmen wollen? Doch wohl nicht mich?? Muss ich jetzt was muhen oder was?

  2. Gabriele sagt:

    Marie, Du bist auch eine meiner vielen Lieblinge. Du bist das Wunder von Hof Butenland und es ist so schön, daß Du trotz Deiner körperlichen Einschränkung Dein Leben genießen kannst. Ich hoffe, Du hast noch ein langes Leben ohne Schmerzen, Du Süße!!!

  3. Ute sagt:

    Wie viel uns Tiere lehren koennten, wenn wir nur zu lernen willig waeren! Maries Schicksal und Behinderung wuerde, glaube ich, viele Menschen zur Verzweiflung und Bitternis bringen.

    ……ich tu gerade furchtbar „jubilieren“ – erinnert Ihr Euch an die Herde von Kuehen, die Farmer Jay hier in England vor Kurzem an eine Rettungsorganisation weitergegeben hat, weil er aus der Fleisch- und Milchindustrie aussteigen wollte? – Die selbe Organisation wurde gebeten eine weitere Herde von auch siebzig Rindern aufzunehmen, dieses Mal aus Irland und hat zugesagt. Der Bauer geht in den Ruhestand und will seinen letzten Kuehen einen guten Lebensabend geben. Dieser baldige Schifftransport unterscheidet sich dann so sehr von den „normalen“, unmenschlich miserablen und dem unbarmherzigsten aller Schicksale ausliefernden Ueberfuehrungen!
    Und, nur falls sich jemand Gedanken macht ueber die Anzahl der Tiere, die hier so einfach eine Heimat finden – diese Organisation ist gut faehig, auch diese grosse Herde zu absorbieren. Ich kann Euch nicht beschreiben, wie froh ich bin!!
    Die Herde wird uebrigens gezeigt, wie sie mit einer Ziehharmonika bespielt wird und die Kuehe zeigen ein Rieseninteresse an der Sache und muhen ihre beifaelligen Antworten der Spielerin zu… Nette Szene!

  4. Ute sagt:

    ….und, um das gestrige Mass der Freude noch voller zu machen: habe gerade erfahren, dass vom selben Bauer auch die Ponys und Schafe in die gleiche Rettungsorganisation gehen! I’m singing!!! 🙂 🙂

  5. Christine sagt:

    Was für eine tapfere, hübsche Kuh!
    Marie – Du zeigst so enorm viel Lebenswillen + hast ganz viel zweibeinige Unterstützung – find‘ Dich einfach unglaublich positiv + so lieb.

  6. Thekla sagt:

    @ Ute, sehr schöne Nachrichten, bin auf Arbeit, muss mir leider die Tränen verbeißen.
    Was ist das für eine Organisation, die das wuppen kann. Wenn man bedenkt, wie schwer es auf Butenland manchmal ist.
    Maries Film muss ich später sehen.

  7. wolfgang sagt:

    Marie ist wundervoll hält ihre hübsche Nase in den Wind und in die Sonne und es geht ihr guuht!
    Sie hört die Vogelstimmen, das Rauschen der Bäume und freier Gräser, freies Muhen, wie schön das es die Marie gibt und wie unendlich arm wäre die Welt ohne Sie.
    In ihren Gedanken fliegt Sie bestimmt mit den Schmetterlingen um die Welt, stets wissend das sie auf Hof Butelnad geliebt und unterstütz wird, einem Ort wo sie sich geborgen fühlt und umsorgt und behütet.

  8. Steffi sagt:

    Liebe Ute, habe mir das Filmchen gerade angesehen, in dem die Kühe aus Irland ihr kleines Privatkonzert genießen dürfen – herrlich! Wie die hinteren Kühe ihre Hälse recken um etwas sehen zu können… zu schön.
    Danke -again- für die vielen Infos und news am Rande! Immer mal wieder schön von der Insel zu hören… 🙂

  9. Ute sagt:

    Steffi: danke fuer Deine Worte!! 🙂

  10. Steffi sagt:

    PS: wie sieht es denn eigentlich mit den musikalischen Fähigkeiten der Butenländer aus? Dass einige Bewohner einen exzellenten Musikgeschmack haben wissen wir ja… Die liebe Auguste rockte so schön zu Nena in der Wanne („Frühjahrsputz mit Auguste“), Luna rührte mit ihrer a capella Einlage für Princessa zu Tränen, Pavarotti genießt sowieso sein Starleben…. Aber was ist mit einem Konzert für die Kühe?? Live, instrumental und unplugged versteht sich…. Könnte man mal drüber nachdenken… Oder gibt’s da was? 😉

  11. Steffi sagt:

    Aha! Gerade gefunden: einige Konzerte von Germaid aus 2013-2014 für ausgewählte Kühe (kannte ich noch nicht), und die liebe Marie ist auch dabei und muht mit! Schön anzusehen, schöne Texte 😀

  12. Ute sagt:

    Danke, Steffi, fuer diese Germaid – Videos, kannte ich auch noch nicht….
    Habe meinen Hunden und Katzen auch immer Musik vorgespielt und zumindest die Hunde fanden das hochinteressant, die Katzen hat das im Grossen und Ganzen kalt gelassen. Kulturbanausen! Legte, wenn ich die Hunde mal fuer ein paar Stunden alleine lassen musste, speziell fuer Haustiere komponierte Musik ein und das hat prima geklappt: Musik in den CD Spieler und die Hunde wussten Bescheid – jetzt geht sie und nachher kommt sie wieder….

  13. Sigrid sagt:

    @ Ute und Steffi, könnt ihr mir ein Stichwort für die Suche nennen, unter dem ich den Film über die Kühe aus Irland finden kann? Würde ihn zu gerne auch ansehen…:-)

  14. Steffi sagt:

    Hi Sigrid, du kannst nach ’sharon shannon‘ suchen und direkt auf ihre Facebook-Seite gehen, dort ist es das Video vom 08. August. Viel Spaß….

  15. Sigrid sagt:

    Danke, liebe Steffi, habe Sharons Seite gefunden – wenn auch nicht das Video vom 8. August, so doch ein anderes Kuhkonzert von ihr vor begeistertem Publikum, herrlich!

    Ich glaube, alle Tiere lieben und begeistern sich für Musik, in deren Genuss leider recht wenige von ihnen kommen, da man ihnen diese musikalische Empfänglichkeit abspricht. Um so schöner ist es dann, die von Dir erwähnte Auguste beim eifrigen „Abspülen“, die Hühner beim Lauschen vorm Ghettoblaster und die Kühe beim Open-Air-Konzert von Germaid so entspannt und aufmerksam zu erleben. Danke an Jan und Karin für diese liebevolle Rundumversorgung!

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