Denn Tiere sind keine Maschinen

Der Amy-Krimi

von Admin, am 10.06.2017.

Wer sich heute gewundert hat, warum es kein Tagesbild gab, für den gibt es hier mal einen kurzen Blick hinter die Kulissen von Butenland:

Unsere 17 Jahre alte Kuh Amy ist eine der Kühe, die nahezu den ganzen Sommer nachts auf der Weide bleiben. Am heutigen frühen Morgen fanden wir sie kollabiert und völlig entkräftet am Ufergraben, halb im Wasser liegend. Sofort zogen wir sie mit Hilfe unseres Treckers und breiten Schlaufen in Sicherheit, trotzdem konnte sie nicht mehr selbstständig aufstehen, da ihr die Kräfte fehlten.

Sofort alamierten wir den Tierarzt, der sich sehr besorgt über ihre schwachen Herztöne zeigte, und von dem sie Injektionen und stärkende Infusionen erhielt. Einige Male versuchten wir die alte Dame wenigstens in eine stabile Bauchlage zu drehen, aber sie fiel immer wieder auf die Seite. Da wir das Schlimmste befürchten mussten, blieb alle Arbeit auf dem Hof liegen, schließlich konnten wir unser Familienmitglied, das immer noch in der Nähe des Wassergrabens lag, nicht unbeaufsichtigt lassen.

Gegen 18 Uhr wollten wir erneut den Tierarzt herbei bitten, vorher aber noch einen allerletzten Versuch wagen, da auch unsere Kräfte mittlerweile erschöpft waren. Als hätte jemand ein dramatisches Drehbuch geschrieben, gelang es diesmal, Amy in eine stabile Bauchlage zu drehen. Als sie daraufhin sofort hungrig Heu zu sich nahm und reichlich trank, sahen wir zum ersten Mal an diesem nervenaufreibenden Tag wieder Hoffnung und kehrten vorsichtig erleichtert zum Hof zurück, um Abendbrot zu essen, da unsere Mägen inzwischen nicht mal mehr knurrten.

Als wir eine halbe Stunde später zum Tatort zurückkamen, stand unser Sorgenkind und machte auch schon sichere Schritte der Marke „War was?“. Wir werden zwar heute dennoch eine Nachtschicht einlegen, aber wenn es bei euch gegen halb sieben gedonnert hat, war das der Stein, der uns vom Herzen fiel …


Kategorie: Allgemein

14 Antworten zu “Der Amy-Krimi”

  1. Ute sagt:

    Oh, Karin und Jan – ich kann Eure Sorge und die Erleichterung nachempfinden! Sooo vielen Dank, dass Ihr nicht aufgegeben habt – in anderen Haenden haette dieser Vorfall ganz anders ausgehen koennen! Und ich bin mir sicher, dass Amy von Eurer Hoffnung angesteckt und dazu angespornt wurde, ihre Erwartungen an sich selbst hochzuschrauben… Was Ihr auch immer an Schlaf ergattern koennt heute Nacht, ich hoffe, dass er erholsam ist! Und Amy – mach‘ so etwas nie wieder, das macht den Menschen, weil sie dich lieben, kaum zu ertragenden Kummer!

  2. Rielle sagt:

    Ich kann mir gut vorstellen, was für eine Angst und Sorge Ihr den Tag über hattet und hoffe sehr, daß Amy sich wieder richtig erholt. Alles Gute für Euch und eine hoffentlich ruhige Nacht.

  3. Monika sagt:

    Viel Licht und Kraft für Euch Drei…

  4. Inga sagt:

    Liebe Amy, Du schaust nicht aus, als sei da nichts gewesen! Bist Du ausgerutscht? Hoffentlich hast Du Dich in dieser Nacht weiter erholt. Und ich hoffe inständig, dass das Dröhnen und Zittern heute gegen halb sieben der Stein war und kein unzeitgemäßer Lastwagen.

    Und Deine Familie kann sich hoffentlich heute ein paar mehr Pausen gönnen als sonst.

  5. ulla39 sagt:

    Letzten Endes sehr traurig. Besonderen Dank an Karin, Jan, Euren Tierarzt und alle anderen Helfer.

    Allerdings habe ich heute morgen nichts gehört und bin seit 5.30 wach und auf. Aber der Taunus ist ja weit entfernt von der Nordsee.

    Bitte, vielleicht könnt Ihr uns bald eine nachricht geben?

  6. Christine sagt:

    Amy – Du bist sicher gestolpert + dann runtergerutscht.
    Bin so froh, dass Jan, Karin + der TA nicht aufgegeben haben + Du gerettet wurdest.
    Bitte achte künftig noch mehr drauf, wohin Du Deine Hufe setzt, denn Du bist kein Teeniemädel, sondern eine hübsche Kuhlady + sollst noch lange gesund bleiben.
    Muh Deiner Familie ein liebevolles Danke in die Ohren + freu Dich, dass sie Dich echt liebhaben + nie aufgeben!

  7. Admin Admin sagt:

    Aufatmungs-Update: Amy hat die Nacht gut überstanden, heute sehr begeistert ihr Kraftfutter aus Äpfeln und Möhren verschlungen und ist nach ihrem ausgiebigen Mittagsschläfchen ohne Probleme wieder von selbst auf die Beine gekommen. Als die Herde sich zum Krankenbesuch auf „ihre“ Weide gesellt hat, konnte sie sogar wieder in typischer Amy-Manier leicht genervt auf die nächste Weide wackeln. Alles bestens.

  8. Ute sagt:

    Ganz vielen Dank fuer diese erhoffte gute Nachricht, macht den Tag irgendwie sonniger!!

  9. Heike sagt:

    Puhh, das kostet ja schon beim Lesen richtig Nerven!
    Euch alles Kuhte, und auf das sowas nicht noch einmal passiert!

  10. Karin sagt:

    Liebe Amy, liebe Karin, lieber Jan, was’n Glück…ihr seid der Hammer. Wir denken an Euch und drücken die Daumen! Liebste Grüße, Karin

  11. Annette sagt:

    Ach, wie schön. Ich freue mich – die Freuden- und Erleichterungstränchen kullern…
    Ein ganz riesiges Dankeschön an euch – für alles………

  12. Doro sagt:

    Wie schön, zu hören, dass Amy wohlauf ist! Danke für die liebevolle Betreuung und die
    Genesungs-Info!

  13. wollfgang sagt:

    Ja liebe Amy von mir auch alles Guhte!!!

  14. ines sagt:

    Da ist man mal ein paar Tage nicht voll bei der Sache (wir kümmern uns gerade um unser neues Familienmitglied aus dem Katzenasyl) und schon gibt es Butenland-Krimis.
    Vielen Dank Karin und Jan für eure Aufmerksamkeit und Fürsorge und Amy weiterhin gute Besserung!

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