Denn Tiere sind keine Maschinen

Kurze Heuernte-Pause

von Admin, am 29.05.2017.

Heute gibt es leider kein Tagesvideo, denn die Heuernte hat angefangen, was immer sehr zeitintensiv ist und alle verfügbaren Kräfte bindet.

Damit euch nicht langweilig wird, teilen wir aber mal dieses Video von Extra 3. http://daserste.ndr.de/extra3/Christian-Ehring-Grillsaison-Fleischsaison,extra12914.html Vielleicht denkt ja mal der eine oder andere darüber nach, ob er den Sommer tatsächlich alle zwei, drei Tage mit Grillen verbringen muss und wie notwendig es ist, dreimal täglich irgendeine Fleischportion zu verschlingen.

Eigentlich muss so etwas gerade den Fans dieser Seite hier besonders irritierend vorkommen. Denn man kann sich die Sache noch so schön reden, und man kann sich in rosarote Welten flüchten, in denen alle Tiere bewusst nach einem tollen, erfüllten Leben totgestreichelt werden, aber im Endeffekt gilt doch nur eins: Jedes Schnitzel, jede Frikadelle und jeder Aufschnitt wären ein Paul oder ein Rosa Mariechen geworden, wenn man ihnen die Chance dazu gegeben hätte. Einfach weil der Fleischkonsument mit jedem Tier einen Charakter töten lässt. Um das Fazit kommt man leider mit keiner Verdrängung der Welt herum.

Diese Seite hier existiert eigentlich sowieso nur aus einem einzigen Grund: Ein Bewusstsein dafür schaffen, dass Tiere Individuen sind, die es nicht verdient haben, gequält oder getötet zu werden. Egal auf welche Weise, weil alle Methoden unter dem Strich grausam sind, da sie an schmerzempflindlichen und selbstbewussten Mitlebewesen vollzogen werden. Darüber darf man gerne nachdenken. Und den nächsten Grillabend dann hoffentlich tierleidfrei veranstalten.


Kategorie: Allgemein

7 Antworten zu “Kurze Heuernte-Pause”

  1. Ute sagt:

    „Kurze Heuernte-Pause“ – und das ist die Seite, von der wir eigentlich weniger erfahren! Die anstrengende Schweissarbeit,die hinter den Kulissen von den Butenland-Menschen geleistet werden muss, um die Tiere im gewohnten Komfort zu halten und uns aufbauende Berichte und Filme zu schenken…. Danke, Butenland-Team! Und vergesst die Ruhepausen nicht!

  2. Petra Frank sagt:

    Tot gestreichelt werden ist erst lästig, dann unagenehme und am Ende tut es sehr weh. Ich wurde mal gestreichelt bis zur Schmerzgrenze … und danach habe ich entschieden, dass Körperkontakt mit Menschen doch nicht meins ist.
    Bringt öfter auch mal Berichte über die Arbeiten auf dem Hof. Und wie Ute schon schreibt: Vergeßt die Ruhepausen nicht.

  3. Thekla sagt:

    Mein Eindruck ist auch, dass im Sommer gegrillt werden M U S S!
    Ich finde es furchtbar. Ich höre den ganzen Tag (auf der Arbeit) NDR 2 und ich habe selbst bei den Moderatoren den Eindruck, sie tun im Sommer den ganzen Tag nichts anderes als GRILLEN.
    Gerade habe ich den Roman von Martha Grimes „Die Nacht des Verfolgers” wo nochmal die Zustände in der Massentierhaltung und auf den Schlachthöfen beschrieben werden. War nicht einfach dran zu bleiben.
    Also, ich will sagen, eure oben beschriebene Arbeit dauert wohl noch ziemlich lang an. Ich weiß immer noch nicht, was ich tun kann, außer mich vegan zu ernähren.

  4. Susanne sagt:

    !!!

  5. Monika Hoffmann-Kühnel sagt:

    Die in allen Medien und Supermarkt-Prospekten hochgepushte sommerliche Grill-Mania ist genauso ätzend wie die allerorts bejubelten Temperaturen über 30 Grad möglichst schon im März! Schließlich kommen die Lebensmittel aus dem Regal und das Trinkwasser aus der Leitung, und vielen Menschen ist ein grüner Hügel als Bildschirmschoner genug Natur. Ich kenne viele durchaus mitfühlende, engagierte, achtsame Menschen, die trotzdem nicht aufs Fleischessen verzichten mögen. Einzige Erklärung für mich: nicht noch mehr verstörende und schreckliche Tatsachen an sich heranlassen, die, wenn sie denn einmal in die Seele gedrungen sind, tiefgreifende Veränderungen zwingend nach sich ziehen. Sich selbst zu verändern ist die einzige Möglichkeit, und sie ist keineswegs gering zu achten.

  6. Inga sagt:

    Auch von mir alles Gute für die Arbeit und erholsame Feierabende. Für viele wunderbare Heupralinen, die dann später mit größtem Vergnügen zerpflückt werden.

  7. Doro sagt:

    Nachdem ich den Film gesehen und eure interessanten Kommentare gelesen habe, schaue ich zurück auf die letzten Jahrzehnte, in denen doch tatsächlich kein einziges Grill-Event meinen Weg gekreuzt hat. Selbst hier im Umfeld, wo ich wohne, wird ausgesprochen selten gegrillt. Ich bin superdankbar dafür…und fast alle Leute, mit denen ich zu tun habe , essen kein Fleisch.
    Unglaublich eigentlich. Was für ein Glück.
    Wenn ich „Grillen“ höre, denke ich an diese grünen hüpfenden Zirpis…Ansonsten sehe ich es so wie Monika es mit ihren beiden letzten Sätzen so treffend ausgedrückt hat…
    Und was den bitterlustigen Videobeitrag
    angeht, fiel mir zu Gülle und Nitrat die wundervolle EM-Technologie ein, doch ich denke, die Butenländer kennen das bestimmt schon. Einen schönen grilldampffreien Abend
    wünsch ich allen!

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