Denn Tiere sind keine Maschinen

Heute hier, morgen dort

von Admin, am 16.05.2017.

Unser heutiges Bild zeigt zwei Mitglieder der Familie Rübergemacht, die 1 1/2 jährige Leevke, die im letzten Sommer plötzlich auf unserer Weide stand, und die gleichaltrige Janne, die in diesem April mutig zu uns aufgebrochen ist.

Uns erreichen immer wieder Fragen, wieso Rinder sich von Nachbarbauern auf unsere Weide begeben. Immerhin ist diese gar nicht so einfach zu erreichen, da muss ein Wassergraben durchschwommen, Böschungen erklommen und Zäune überwunden werden. Unsere Erklärung dafür ist, dass die Nachbarskühe wild zusammengewürfelt im Frühling auf die Weide kommen, so sehr zusammengekauft, dass kaum eine für Rinder extrem wichtige Rangordnung entstehen kann.

Also rufen gerade die jungen Rinder nach ihren Freundinnen aus dem Stall oder nach ihrer Mutter, obwohl beide oft schon weiterverkauft oder geschlachtet wurden. Hin und wieder sehen sie dabei die Butenländer Rinder im festen Herdenverband, wo jeder Neuzugang sofort seine Rolle zugewiesen bekommt und fortan sein Ding machen kann. Was größtenteils aus gemütlichem Grasen, Wiederkäuen, gegenseitiger Körperpflege durch Ablecken und ganz viel Ruhen besteht.

Das wird definitiv eine gewisse Faszination ausüben, so dass manche Rinder diese alteingesessene und vor allem funktionierende Herde als verlorene Familie ansehen und deshalb auch Strapazen auf sich nehmen, um zu ihr zu gelangen. Aber egal, ob es jetzt daran liegt oder doch eher an Paulchens Werbung, die er bei seinen Ausflügen über den Kuhdamm vor sich hermuht, wir freuen uns über jeden Neuankömmling und heißen ihn herzlich in der Freiheit willkommen.


Kategorie: Allgemein

7 Antworten zu “Heute hier, morgen dort”

  1. Susanne sagt:

    Danke, für die schöne Erklärung. Ich denke (dachte) mir auch, dass sie etwas sehen oder spüren, was sie den Weg zu euch gehen und finden lässt und nun sprecht ihr es aus.

  2. Ute sagt:

    Im Ende spielt’s ja auch keine Rolle, warum sie kommen – Hauptsache sie kommen!! Und ich weiss, dass keines der bei Euch um Aufnahme bittenden Rinder das Gesuch jemals bereut hat!

  3. Doro sagt:

    Ich stelle mir vor, dass Nachbars Rinder die friedvolle Energie wahrnehmen, die von Butenland ausgeht…wir nehmen sie per Optik und Akustik wahr, und die Tiere vor Ort haben da noch weitaus sensiblere Möglichkeiten zu erspüren, was im Umfeld vor sich geht…es ist jedenfalls wunderschön, dass sie nie zurückgeschickt werden 🙂

  4. Rielle sagt:

    Wie schön, daß ihr beiden klugen Mädchen den Weg nach Butenland gefunden habt. Ich freue mich für euch, daß ihr nun ein wundervolles Leben vor euch habt.

  5. ulla39 sagt:

    Die Erklärung ist sympathisch. Ich hatte eher eine andere, ist aber nicht nötig, sie hier wiederzugeben.
    Auf jeden Fall freue ich mich, daß alle, die es allein zu Euch schaffen, auch bleiben dürfen.

  6. Inga sagt:

    Ich kann mir gut vorstellen, dass so ein funktionierender und glücklicher Herdenverband große Anziehungskraft ausübt. Aber es gehört auch viel Mut dazu, alle Hindernisse zu überwinden, um dorthin zu gelangen. Vielleicht der Mut der Verzweiflung. Lebt glücklich, Ihr Tapferen, und lasst hinter Euch, was Euch getrieben hat.

  7. Christine sagt:

    Das friedliche Butenland ist für jedes Wesen einfach unwiderstehlich!
    Gut gemacht Leevke und Janne.

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