Denn Tiere sind keine Maschinen

Minna

von Admin, am 28.04.2017.

Minna:
Geboren: 15.5.1999 – Butenländerin seit: 14.2.2015

Minna und ihre Tochter Stine stammen von einem verwahrlosten Hof, wo sie in einem baufälligen Stall in Anbindehaltung ausharren mussten. Minna lebte seit ihrer Geburt dort und hatte etliche Kälber. Ihr letztes Kalb war im Jahr 2008 Stine. Die jahrelange Anbindehaltung hat schwere körperliche Probleme zur Folge: Minnas Gangbild ist schlecht, sie konnte zuvor ja nur wenige kleine Schritte nach vorn und zur Seite machen. Man hört die Knochen und Gelenke knacken… Minna muss sich langsam an das Leben in Freiheit gewöhnen – sie kennt weder Weidegang noch den Umgang mit Artgenossen. Zu ihrer Tochter hatte sie vorher lediglich Blickkontakt. Am ersten Tag in Freiheit haben die beiden ausgiebig, über eine Stunde lang, Körperkontakt gepflegt.

So lebte Minna vor ihrer Rettung:

 


Kategorie: Allgemein

7 Antworten zu “Minna”

  1. Ute sagt:

    Als ich das Video des ersten Koerperkontaktes zwischen Minna und Stine sah, dachte ich, wie verzweifelt Minna versuchte, ihre Tochter „wiederzubeleben“ und wie abgestorben Stines Seele schien. Zu tot zu leben… Es sah wirklich aus, als haette sie sich selbst aufgegeben.

    Ein bisschen gute Nachricht aus England – vielleicht interessiert’s: siebzig Kuehe, etwa dreissig davon schwanger, wurden gerettet, weil der Bauer seine Meinung ueber die Richtigkeit, Tiere auszubeuten, geaendert hat.“Jay“ hat nach jahrzehntelanger Ausnutzung seiner Herde erkannt, dass Rinder gefuehlsreiche Lebewesen sind und sich entschlossen, aus der Milchindustrie auszusteigen. Seine siebzig Kuehe werden als ganze Herde von einer Tierschutzorganisation in der suedlichen Haelfte Englands aufgenommen werden und dort fuer den Rest ihres Lebens keine Besitztuemer mehr sein muessen. Ein weiterer Name, der sich der langsam wachsenden Anzahl mutiger Landwirte anschliesst, die umdenken… (Die Herde wurde uebrigens nicht verkauft, sondern geschenkt!!!)
    Wessen Herz wird durch solche Nachrichten nicht zum Singen gebracht??

  2. Wolfgang sagt:

    Minna geniesse Dein Leben in Freiheit und Pflege/Führsorge sooo guuht wie es geht.
    Im grünem Gras liegen und den Wind spüren und die Sonne und relaxen und zu wissen das auch Stine in Sicherheit ist und ihr endlich nahe sein können!
    Die Vögel zwitschern hören, die Insekten summen, alles spriesst und wächst, den Wolken beim Segeln am Firmament zuschauen, einfach mal Kuh sein dürfen und alle Schmerzen, alles Leid und alle Dunkeheit der jahrzehntelangen Kettenhaft vergessen und alles Leid was ihnen angentan wurde von dem fürchterlichen „Bauern“.
    Nein ein Bauer kann er nicht sein und ein Mensch wohl auch nicht der kein Gefühl für seine Mitlebewesen hat und diese in EInzelkettehaft jahrzehntelang quält, was für ein abgestumpfter ?!
    Wie kann es soweit kommen das unsere ach so zivilisatorische und soziale Gesellschaft solange zusieht???
    Das sollte sich jeder fragen!

  3. Wolfgang sagt:

    Eine guhte Nachricht liebe Ute!

  4. Ute sagt:

    From: The questions of a cow
    When our eyes met in the tumbledown darkness of the stable, you could not read the plea in mine. And yet – I understood the indifference in yours.
    When did your heart grow so cold?

    Aus: Die Fragen eines Rindes
    Als unsere Augen sich trafen in der verfallenen Dunkelheit des Stalles, konntest du das Flehen in meinen nicht lesen. Ich habe jedoch die Gleichgueltigkeit in deinen verstanden.
    Wann ist dein Herz so kalt geworden?

    Wolfgang! Gut, Deine malerischen, idyllischen Beschreibungen wieder zu haben! Wir haben sie doch wieder ??

  5. Inga sagt:

    Minna und Stine, wie sie einander endlich lecken konnten und wie sie so verstört und ängstlich und gebrechlich ihre Freiheit draußen entdeckten, das hat mein Herz nach Butenland gezogen. Und wie wohl tut es jetzt, Minna entspannt dort liegen zu sehen unter dem großen blauen Himmel.

    Ute, eine wundervolle Nachricht, danke!

    Wolfgang, wie guht, wieder von Dir zu lesen.

  6. Heike sagt:

    Was tun wir diesen armen Seelen bloß an?
    Warum merken wir nichts?
    Wir stehen genau davor, wir handeln so daß wir schuldig sind und merken auch das nicht mal…
    Wie traurig ist es, Mensch zu sein!

    Ab und zu tut sich ein Lichtblick auf, diesmal in England. Vielen Dank, das ist wirklich eine guttuende Nachricht!

  7. Ines sagt:

    Liebe Ute, das sind sehr gute Nachrichten!
    Jeder Einzelne, der zu einer solchen Einsicht kommt, ist ein Gewinn!
    Ich kann mir inzwischen überhaupt nicht mehr vorstellen (ja, inzwischen, denn früher habe ich das Essen tierischer Produkte als etwas völlig Normales angesehen), wie man als Bauer jeden Tag in die Augen der Tiere sehen kann, und dabei kalt bleibt.
    Menschen sollen angeblich die intelligenteste Spezies sein. Aber woran erkennt man das?

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