Denn Tiere sind keine Maschinen

Pressemitteilung – Das Tierschutzgesetz ist wirkungslos und die Justiz versagt: HOF BUTENLAND·MONTAG, 23. MAI 2016

von Admin, am 23.05.2016.

„Das ist einer von denen, die ganz oben landen, weil sie perfekt in dieses System passen“. Zitat Kommissar Langner aus der TV-Serie – Unter Verdacht
Tierschutzverstöße werden regelmäßig aufgedeckt und zur Anzeige gebracht – und doch verhallen sie in den meisten Fällen, werden ignoriert und die Verfahren, wie im Fall Hof Butenland gegen Veterinäramt, trotz Anklage der Staatsanwaltschaft vom Gericht eingestellt.
Richterin verhindert, nach einer Anklage durch die Staatsanwaltschaft, die Durchführung einer Hauptverhandlung gegen die Verantwortlichen des Veterinäramtes zur jahrelangen Duldung einer tierquälerischen Tierhaltung. Hof Butenland erstattete Strafanzeige wegen Untätigkeit (über sechs Jahre) gegen die Verantwortlichen des Veterinäramtes. Die Staatsanwaltschaft erhob aufgrund der Aktenlage die Anklage. Die zuständige Richterin wies die Anklage zurück und begründete, dass Mitarbeiter des Veterinäramtes nicht verpflichtet sind, zu kontrollieren, ob eine Verfügung auch tatsächlich umgesetzt wurde, und begründete damit die Einstellung des Verfahrens.
Strafanzeige und Beschwerde wegen des Verdachtes einer Rechtsbeugung gegen eine Richterin des Amtsgerichts Diepholz gestellt Richterin verhindert, nach einer Anklage durch die Staatsanwaltschaft, die Durchführung einer Hauptverhandlung gegen die Verantwortlichen des Veterinäramtes Diepholz zur jahrelangen Duldung einer tierquälerischen Tierhaltung in Syke. Die Verantwortlichen des Veterinäramtes Diepholz können damit strafrechtlich nicht mehr belangt werden. Im Juni 2012 erfuhr die Stiftung Tierschutz Hof Butenland von einem Landwirtschaftsbetrieb in Syke bei Bremen, auf dem Rinder, Enten, Gänse und Hühner unter erheblich tierschutzwidrigsten und tierquälerischen Bedingungen gehalten wurden. Die Zustände der Tierhaltung wurden auf Facebook veröffentlicht. Weiter besuchte die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ gemeinsam mit dem Tierschutzexperten Frank Weber von der Sendung „hundkatzemaus“ auf VOX die Tierhaltung. Daraufhin wandte sich Frank Weber an Hof Butenland und bat um Hilfe bei der Unterbringung und Vermittlung der auf dem Hof befindlichen Kühe. Hof Butenland sagte eine vollumfängliche Unterstützung zu und versuchte alle Tiere zu vermitteln, bzw. zum großen Teil selbst aufzunehmen. Dies wurde jedoch ohne erkennbaren Grund durch das zuständige Veterinäramt in Diepholz untersagt. Es war deutlich, dass das Veterinäramt Diepholz dabei von Anfang an versuchte, die Tierschutzarbeit zu be- oder/und zu verhindern. Erst nach langen Verhandlungen mit dem Veterinäramt und unter Einschaltung der auf das Tierschutzrecht spezialisierten Rechtsanwaltskanzlei Dr. Leondarakis, LL.M. & Koll. konnten zwei Rinder von Hof Butenland übernommen werden. Trotz verschiedener Unterbringungs- und/oder Vermittlungsmöglichkeiten, maßgeblich von Hof Butenland selbst, aber auch von anderen Tierschutzorganisationen und -einrichtungen, ließ das Veterinäramt Diepholz die übrigen Tiere schlachten. Aufgrund des offensichtlichen Fehlverhaltens des Veterinäramtes, das offenbar die tierschutzwidrigen und tierquälerischen Zustände der Tierhaltung erst möglich gemacht und dann offenbar zumindest begleitet hat; weiter aufgrund erkennbarer Unwahrheiten durch das Veterinäramt in Hinblick auf die zwei übernommenen Rinder, beantragte Hof Butenland eine Akteneinsicht bei der Behörde, die ihr verwehrt wurde. Daher wurde eine entsprechende Klage durch die Rechtsanwaltskanzlei Dr. Leondarakis, LL.M. & Koll. vor dem Verwaltungsgericht Hannover auf Erteilung einer Akteneinsicht eingereicht. Unter erheblichen Kosten und nach jahrelangem Gerichtsverfahren erhielt Hof Butenland durch das Verwaltungsgericht Hannover das Recht auf eine vollständige Einsicht in die Verwaltungsakte des Veterinäramtes Diepholz zu der besagten Tierhaltung. Es stellte sich heraus, dass die Akte unvollständig war; gleichzeitig dass die tierschutzwidrigen und tierquälerischen Haltungsbedingungen auf dem Hof dem Veterinäramt zumindest seit April 2006 bekannt waren. Und obwohl seit Mai 2006 in regelmäßigen Abständen Besichtigungen der Umstände vor Ort durch das Veterinäramt Diepholz stattfanden und es zudem auch Anzeigen durch andere Veterinäramter an den Kreis Diepholz über auffällige Rinder im fortgeschrittenen Verwesungszustand und mit stark verlängerten Klauen in der Tierkörperbeseitigungsanstalt gab, unternahm das Veterinäramt keinerlei tatsächliche rechtliche Maßnahmen gegen den Tierhalter. Lediglich zwei Geldbußen in Höhe von jeweils 150,00 € wurden gegen den Tierhalter im Jahre 2008 und 2009 verhängt (wobei unklar ist, ob diese überhaupt vollstreckt wurden). Die hier jeweils verantwortlichen Personen des Veterinäramtes Diepholz haben die tierquälerischen und tierschutzwidrigen Zustände auf dem Hof in Syke zumindest sechs Jahre begleitet und die Zustände zumindest geduldet, eher durch die Unterlassung von Maßnahmen, sogar gefördert. Denn das Veterinäramt hätte bereits in 2006 die Auflösung des Tierbestandes und ein Tierhaltevebot der Halter durchsetzen müssen. Dies geschah dann, erkennbar erst aufgrund des öffentlichen Druckes, im Juni/Juli 2012. Aufgrund des vorbezeichneten Verfahrensganges und dem Untätigbleiben der Behörde über sechs Jahre erstattete Hof Butenland durch die Kanzlei Dr. Leondarakis LL.M. & Koll. im April 2014 Strafanzeige gegen die Verantwortlichen des Landkreises Diepholz wegen des Verdachtes tierquälerischen Verhaltens, somit eines Verstoßes gegen § 17 Tierschutzgesetz (TSchG) durch Unterlassen und möglicher weiterer Straftatbestände. Die Staatsanwaltschaft eröffnete die Ermittlungen, und obwohl die meisten Taten der Verantwortlichen des Veterinäramtes wohl verjährt waren, wurde wegen der übrigen Taten Anklage durch die Staatsanwaltschaft erhoben, mit dem Antrag an das Amtsgericht Diepholz, die Hauptverhandlung durchzuführen. Mit Bescheid vom Oktober 2015 wies das Amtsgericht Diepholz die Eröffnung des Hauptverfahrens zurück und beendete damit das Verfahren vollständig. Eine strafrechtliche Verurteilung der Verantwortlichen des Veterinäramtes Diepholz ist damit durch die Einstellung des Verfahrens durch eine Richterin des Amtsgerichtes Diepholz abgewendet. In der Begründung wurde lediglich auf eine Verfügung des Teamkoordinators des Veterinäramtes vom 07.07.2011 abgestellt, welche die Einleitung eines Bußgeldverfahrens, sowie die schriftliche Bestätigung seiner mündlichen Verfügung der Behandlung eines Vaginalprolaps bei einem Tier, sowie die Klauenpflege der Rinder anordnete, aufgeführt. Dazu erklärte die Richterin dann, dass der Mitarbeiter des Veterinäramtes nicht verpflichtet gewesen sei, zu kontrollieren, ob seine Verfügung auch tatsächlich umgesetzt wurde und begründete damit die Einstellung des Verfahrens. Diese nach unserer Auffassung rechtswidrige, schändliche, erbärmliche und an finsterste Zeiten deutscher Justiz erinnernde Begründung, würde bei einer Gültigkeit vermutlich dazu führen, dass Amtsträger strafrechtlich nie zur Verantwortung gezogen werden, sobald diese in irgendeiner Art und Weise zumindest behaupten, dass sie „irgendwas“ angeordnet hätten. Denn eine Umsetzung der Anordnungen, selbst von einem Teamleiter des Veterinäramtes, sieht die Richterin beim Amtsgericht Diepholz für nicht notwendig an und beschließt damit vielmehr, dass eine strafrechtliche Verurteilung ausgeschlossen wird. Gegen diesen Beschluß hat Hof Butenland durch die Rechtsanwaltskanzlei Dr. Leondarakis LL.M. & Koll. am 16.02.2016 Beschwerde fachlicher und dienstlicher Art eingelegt. Eine andere rechtliche Möglichkeit bestand nicht, da der Beschluss des Amtsgerichtes unanfechtbar ist.
Die Strafanzeige gegen die ausstellende Richterin des Amtsgerichtes Diepholz wurde inzwischen abgelehnt. Aus der Erfahrung ist es nahezu nicht zu erreichen, dass ein/e Richter/in in seiner/ihrer Tätigkeit selber strafrechtlich belangt wird.


Kategorie: Allgemein,Kuhaltersheim

26 Antworten zu “Pressemitteilung – Das Tierschutzgesetz ist wirkungslos und die Justiz versagt: HOF BUTENLAND·MONTAG, 23. MAI 2016”

  1. Ursula sagt:

    Ich muss es so deutlich sagen: Diese Merkeldiktatur, dieses
    satanische, kranke System mit seinem Anhang von opportunis-
    tischen Systemlingen auf allen Ebenen ist widerlich und
    abstossend. Ich denke dabei auch an das neuerliche Gerichts
    urteil, das das Schreddern von Küken für zulässig erklärt,
    oder dass Schächten für mittelalterliche Ideologien er-
    laubt ist.

    Tiere haben keine Lobby, das Tierschutzgesetz ist ein
    Popanz, um den Eindruck zu erwecken, alles sei in Ordnung.

    Lasst Euch nicht entmutigen, es gibt nur den Weg des
    Widerstands! Vielleicht noch ein Tipp für alle Fälle:
    Dominik Storr ist ein sehr engagierter Rechtsanwalt in
    Tier- und Umweltschutzfragen (ist selbst Veganer). Er
    hat vor dem EUGH das Urteil zum Jagdverbot auf Privat-
    grundstücken erreicht.

  2. Ulla39 sagt:

    @Ursula, Wenn Du im Zusammenhang mit dem Schächten mit mittelalterlichen Ideologie das Judentum und den Islam meinst, klingt das wie O-Ton AfD.

    Früher haben auch die Christen geschächtet; davon sind sie abgekommen und haben dafür andere Qualen für „Nutz“tiere eingeführt.

    Laß‘ ich das alles beiseite, so ist Fleisch zu essen für Muslime keinesfalls Pflicht. Es ist eine Sitte, aus meiner Sicht Unsitte, abgesehen vielleicht von dem jährlichen Opfer. Aber da erkennen Muslime inzwischen, daß sie, selbst keine Herdenbesitzer, nur die Händler reich machen und spenden das Geld für bestimmte Projekte oder einzelne Menschen.

    Mit anderen Worten: Ein generelles Verbot zu schächten beeinträchtigt keinesfalls die Religionsfreiheit. Bin selber Muslimin seit mehr als 60 Jahren und promovierte Islamwissenschaftlerin. Ich weiß, wovon ich mit guter Begründung rede. Die Justiz in Deutschland sollte sich endlich mal ein Herz fassen und Mut im Umgang mit Tieren zeigen: Absolutes Verbot zu Schächten.

    Ein anderes Beispiel findet Ihr ja oben.

  3. Annette sagt:

    Liebe Butenländer,
    danke, dass ich euch so eingesetzt und aufgerieben habt! Und wie furchtbar schwer, nach all den Bemühungen dermaßen abgewiesen zu werden und dieses dann verkraften und verarbeiten zu müssen. Die armen Tiere, die so viele Jahre leiden mussten, obwohl ihr Leid bekannt war aber die Menschen, die hätten handeln können, nicht gehandelt haben. Ich finde ihn oft/immer unerträglich – diesen Gedanken an das Ausgeliefertsein der Tiere. Sie sind angewiesen auf unsere Hilfe. Aber oft wird es denen, die helfen wollen so schwer bzw. sogar unmöglich gemacht. Das kann einen völlig fertig machen je mehr man sich darauf einlässt und damit beschäftigt. Umso wunderbarer, dass es Menschen wie euch gibt, die sich immer wieder einmischen und immer wieder auf’s Neue versuchen, den Tieren eine Stimme zu geben. DANKE!!!

    Könnt ihr denn sagen, welche beiden Rinder diejenigen sind, die ihr aufnehmen durftet?

  4. Inga sagt:

    Danke für diese Darstellung, auch wenn sie Schmerz bereitet. Ich arbeite immer wieder mal dafür, dass in China der Tierschutz rechtlich verankert wird, obgleich auch das nur ein Schritt in die Richtung ist, Tiere wirklich vor Willkür zu schützen. Wie klein dieser Schritt sein kann, zeigt dieses deutsche Beispiel.

    Parteipolitik oder Religion hat mit der Einstellung von Menschen Tieren gegenüber sehr wenig zu tun, finde ich.

  5. Thekla sagt:

    Es ist unfassbar. Dabei dachte ich bisher, es ändert sich nichts, weil niemand etwas tut. Das stimmt offensichtlich nicht.
    Eine Veränderung soll verhindert werden.
    Vor allen Dingen der Punkt, dass ein Mitarbeiter des Veterinäramtes nicht verpflichtet ist, die Erfüllung seiner Verfügung zu überprüfen.
    Wahrscheinlich fiel der Richterin nichts anderes ein, denn das widerspricht doch dem gesunden Menschenverstand.
    Mein Verdacht ist, dass die Agrarindustrie einfach zu mächtig ist und dass keine Präzedenzfälle geschaffen werden dürfen.
    Tiere dürfen – in der Allgemeinwahrnehmung – keine fühlenden Lebenwesen werden.
    Gerade aus dem Grund bin ich froh, dass es Hof Butenland gibt – um die eigene Wahrnehmung zu erweitern.

  6. Ellen sagt:

    Da sieht man, wie weit es mit unserer „Justiz“ gekommen ist. Recht haben und Recht bekommen sind in unserem Staat etwas völlig anderes. Lobbyismus herrscht bei uns in allen Ämtern, gewählte Staatsdiener – von uns bezahlt – dienen ganz anderen „Herren“. Es mutet sich an wie ein Kampf gegen Windmühlen. Die Allgemeinheit ist einfach zu träge und zu desinteressiert, sonst hätte sich schon längst etwas geändert. Ein Beamter hat mit keinerlei Konsequenzen zu rechnen – und wie man sieht auch ein Richter-/in nicht. Armes Deutschland. Trotzdem ist es wunderbar, dass es solche Menschen wie die „Butenländer“ gibt. Wir müssten endlich alle aufstehen und diesen ganzen „Muff“ und „Sumpf“ bekämpfen. Ich danke, dem Butenland-Team für sein Engagement – ohne euch wäre die Welt ärmer.

  7. Sabine sagt:

    Unglaublich – Deutschland ist halt oft auch nur eine Bananenrepublik. Von den Gerichten bekommt man Urteile aber kein Recht. Richter/innen können offentsichtlich Fehlurteile fällen ohne jemals dafür zur Rechenschaft gezogen werden zu können.

    Was war denn all die Jahre mit der Fachaufsicht – Veterinärämter haben doch eine übergeordnete Behörde, die eingreifen muss, wenn sie Fehler machen. Haben die auch nur weggesehen und gepennt?

    Mit der Lebensmittellobby will sich wohl keiner anlegen.
    Traurig und demotivierend!

  8. naficeh sagt:

    ich wünsche mir von herzen, dass die richterin am ende ihres lebens vor ihrem richter steht und spätestens dann verantwortung übernehmen muss. ich wünsche mir, dass es doch eine -übergeordnete- gerechtigkeit geben wird.
    einfach nur traurig.

  9. Ursula sagt:

    Liebe Ulla39,
    Deinen Hinweis auf „O-Ton AfD“ empfinde ich als Totschlag-
    argument, um missliebige Gedanken/Argumente abzuwürgen.
    Das empfinde ich dann als unwissenschaftlich, weil es
    einem offenen Diskurs schadet. Hätte nicht sein müssen!

    Im Übrigen bin ich der Meinung, dass ALLE Religionen/
    Ideologien bzw. deren jeweilige Auslegung mit ihrer Ver-
    achtung der Tiere massgeblich das heutige Tierelend, das
    wir alle beklagen, mitverursacht haben. (Hiervon nehme ich
    den Buddhismus ausdrücklich aus.) Also muss auch hier
    angesetzt werden, um die Situation zu verbessern.

  10. Inga sagt:

    Liebe Ursula,

    ich kann Dir nicht ganz folgen. Es gibt in allen Religionen Menschen, die sich bemühen, auf ihr Herz zu hören, und andere, denen es nur auf die Macht oder ein bequemes Leben in Konventionen ankommt. Wobei letztere leider offensichtlich in der Überzahl sind. Und ich sehe nicht ein, warum ich Christen oder Moslems oder wen auch immer in seinen oder ihren tiefsten Überzeugungen angreifen sollte, wenn sie versuchen, ein Leben ohne Tierleid zu führen.

    Ich wüsste auch nicht, wie man „da ansetzen“ sollte, um die Situation zu verbessern. Der Butenländer Ansatz liegt mir mehr.

  11. Dagmar sagt:

    @ naficeh,

    Deine Wünsche sind auch meine Wünsche.

    Es wird am Ende Gerechtigkeit geben.
    Für Jeden.
    Ich glaube an den Satz: alles was von mir aus geht, kommt dreifach zu mir zurück.

    Danke an Karin und Jan.

  12. Christine sagt:

    Das ist ja extrem – und alles wird mal wieder auf dem Rücken der armen Tiere ausgetragen. Tiere werden wie Billigware behandelt und wenn Menschen dann versuchen, dem entgegenzuwirken, werden sie nach langem Ringen auch noch so abgeschmettert. Für mich (uns alle glaub ich) seid ihr einfach Helden, mutige Erdenengel für Tiere – laßt Euch nicht entmutigen, die Tiere wissen, daß Ihr um sie gekämpft habt!
    @Naficeh und Dagmar: das seh‘ ich auch so bei der Richterin – was du aussendest, kommt auch wieder zu dir zurück und das ist in dem Fall eine ganze Menge.

  13. Ursula sagt:

    Liebe Inga,
    ich habe, wie Du auch, grossen Respekt vor jedem, der sein
    Leben ohne Tierleid führt. Aber wie Du selbst sagst, sind
    die Anderen in der Überzahl und fühlen sich damit auch
    „im Recht“. Das können sie nur, weil die „Moralinstanz“
    Kirche Tiere für jegliche Nutzung durch den Menschen frei-
    gegeben hat. Da spielt das Gebot „Du sollst nicht töten“
    plötzlich keine Rolle mehr.

    Oder hast Du je davon gehört, dass die „Moralinstanz
    Kirche“ sich aktiv und eindeutig gegen Massentierhaltung,
    Tiertransporte, Tierversuche ausgesprochen hat bzw.
    Änderungen in diesen Bereichen eingefordert hätte?

    Vor Ostern gab es z.B. eine an die Kirchen gerichtete
    Petition gegen das Töten von Osterlämmern mit mehreren
    zehntausend Unterschriften. Ergebnis: Kein Bischof war
    bereit, die Unterschriften entgegen zu nehmen.

    Ich halte es für zwingend, immer wieder auf diese
    Zusammenhänge hinzuweisen.

  14. Heike sagt:

    Meine Güte, es gibt so perverse Menschen! T’schuldigung für den Ausdruck, aber was anderes ist es einfach nicht!
    Die leben noch sowas von in der Steinzeit… wenn ich mir das so recht überlege, da gab es bestimmt auch schon Menschen mit Mitgefühl und Respekt vor Tieren.
    Also, keinen Ahnung wie man bewusst so daneben entscheiden kann! Würde hier noch ganz andere Ausdrücke gebrauchen, aber erstens will ich nicht auf deren Niveau runtergehen und zweitens keine rechtlichen Schritte gegen mich oder Gleichgesinnten provozieren.
    Aber ich glaube ganz fest daran das diese…..Richterin mal vor IHREM Richter steht und ihr Urteil bekommt, im Namen der Tiere.

    Ps.
    Ich bin nicht religiös und versteh die Diskussion weiter oben gerade nicht. Die Menschen allgemein sind wie ein Pilz auf dieser Welt der sie komplett überzieht und nur aussterben kann wenn er sich selbst alles Futter vernichtet hat. Leute, es dauert noch ein bißchen, machen wir das Beste draus!

  15. Gabriele sagt:

    Alle Beteiligten in der Fleischindustrie stecken doch unter einer Decke und da hakt die eine Krähe der anderen doch kein Auge aus. Konnte wieder Nächte nicht schlafen als ich von dem Kükenschreddern gelesen habe. Da meint man, dass Richter doch gebildete und kultivierte Menschen seien und dann wird von so einem Arschloch so ein verheerendes Urteil gefällt. Soll dieser Mensch nach seinem Tod für dieses Urteil für immer in der Hölle schmoren und abermillionenmal das Leid der geschredderten Küken am eigenen Leib erleben müssen, immer und immer wieder.

    @Liebe Heike, warum entschuldigst Du Dich für den Ausdruck „pervers“ der ist doch noch viel zu gelinde formuliert. Abartige Menschen sind das, die zu solchen Taten gegen wehrlose Geschöpfe in der Lage sind. Auch diese Beteiligten mögen bitte, wenn es denn einen Gott gibt, für ihre Taten im karmischen Sinne zur Verantwortung gezogen werden.

    @Liebe Ursula: Leider gibt es auch sehr viele Buddhisten, die Fleisch essen. Es wird zwar zur Gewaltlosigkeit aufgerufen, jedoch ist es den Bettelmönchen nicht verboten, Spenden auf Fleischbasis anzunehmen. Auch unter den nicht im Kloster lebenden Buddhisten gibt es viele, die trotzdem Fleisch essen.

    Ich finde es sehr schade, dass die Medien die AfD in so ein negatives Licht stellt. Hier werden meiner Ansicht nach die falschen Leute an den Pranger gestellt. Übrigens schächten nicht nur die Moslems die Tiere, sondern auch die Polen und die Juden essen nur „koscher“ Fleisch. Ich habe große Angst vor dem Islam!!!! Nicht nur, weil sie die Tiere, sondern auch die Mädchen und Frauen so unterdrücken und ausbeuten. Ich könnte hier darüber noch mehr unangenehme Details berichten, möchte aber niemandem zu nahe treten und halte mich deshalb besser zurück. Hier geht es ja auch um den Schutz der Tiere und nicht um religiöse Meinungsverschiedenheit.

    Ich wünsche allen Menschen, die sich aktiv für den Tierschutz einsetzen auch weiterhin viel Kraft und Zuversicht. Die hartgesottenen Fleischfresser wird man auch mit den schlimmsten Infos nicht von ihrer Vorliebe abbringen, weil die einfach der Ansicht sind, dass die Tiere dafür geboren wurden um aufgegessen und ausgebeutet zu werden. Man denke nur an die ganzen Völker, die sich selber versorgen müssen. In den ärmeren Ländern oder in Nomadenvölkern werden die Tiere von den Bauern und Hirten selber geschlachtet, da gibt es keine Tierschutzauflagen und niemanden, der kontrolliert, ob es mit „rechten“ Dingen zugeht. Die haben ihre Ziegen, Kamele, Yaks, Schafe, Schweine, Gänse etc. und leben mit und von den Tieren. Das ist ein Fass ohne Boden und das Tierleid schreit zum Himmel und mein Herz blutet und leidet mit den Tieren mit. Es bedrückt mich und ich bin sehr verzweifelt. Somit ist Butenland eine seltene und großartige Oase der Liebe, Fürsorge und dem Respekt der Tiere gegenüber.

  16. Cornelia sagt:

    @Ursula, danke für deine Beiträge. Und @ Ulla: Hier einen parteipolitischen Diskurs provozieren zu wollen hilft niemanden.
    Die Menschen auf Butenland haben sich, trotz in ihrer hoch politischen Arbeit in Beiträgen, immer relegions- und parteineutral, AUSSCHLIEßlICH das Tierwohl fokussierend, geäußert. Dass das gut ist, zeigt dein Beitrag.
    Und weder ein Doktortitel in Islamwissenschaft noch irgend etwas anderes autorisiert dich, jemanden mit unterstellter Parteinähe, bewusst diskreditieren zu wollen, auch wenn das grad mal „in“ ist.

  17. Inga sagt:

    Liebe Cornelia,

    ich weiß nicht, ob Ulla diese Beiträge noch liest. Ich selbst habe den Ausdruck „Merkeldiktatur“ von Ursula als parteipolitisch aufgefasst und Ursulas Antwort eher als Abwehr einer Diskreditierung ihrer Religion. Aufrufe gegen eine bestimmte Politik (und nein, ich wähle Merkel nicht) oder Religion finde ich hier fehl am Platz.

    Deshalb auch noch einmal, liebe Ursula,

    es ist wahr, was Du schreibst, aber Du schreibst nur über die gegen andere Lebewesen gerichteten Äußerungen religiöser Machtmenschen. Das ist nicht Religion an sich. Viele Menschen haben keine andere Möglichkeit, ihre spirituellen Bedürfnisse anders zu formulieren als in religiosen Begriffen. So ist z.B. Mystizismus in vielen Religionen zur Gegenströmung gegen das Machtmenschentum geworden. Aber es gibt auch viele andere Versuche, dem zu entkommen. Dass man den Buddhismus nicht pauschal einfach ausnehmen kann, wurde hier schon geschrieben. Den Atheismus auch nicht, jeder -ismus steckt voller Bischöfe, Gurus, Prediger und Experten, die ihre einzige Wahrheit verkünden und dabei nur ihre eigenen Interessen verfolgen. Und so halte ich es für gefährlich, pauschal gegen Religionen zu wettern, das verletzt unnötig Menschen, die etwas anderes darin suchen und führt zu nichts.

  18. Inga sagt:

    Korrektur, erster Absatz: erste „Ursula“ = Ursula, zweite „Ursula“ – Ulla.

  19. margitta sagt:

    oh je, wie soll ich es schaffen, das alles zu lesen, könnt ihr euch in eurer selbstdarstellung nicht kürzer fassen? und zu den geschredderten kücken: ist die alternative ein qualvolles leben? bitte keine seitenlange abhandlungen dazu, kleine statesments reichen mir völlig.

  20. Inga sagt:

    Liebe Margitta,

    ja.

  21. Ursula sagt:

    Liebe Inga,
    ich schreibe jetzt hier ein letztes Mal zu diesem Thema,
    weil ich den Eindruck habe, dass die Dinge zerredet werden.

    Sicher ist jede Kritik am System politisch, weil alles mit
    allem zusammenhängt. Oder auch (altes Sprichwort): Der
    Fisch stinkt vom Kopf.

    Die freiheit, meine Meinung zu äussern, werde ich mir auch
    hier bewahren. Ich finde es aber erstaunlich, dass selbst
    auf der Tierschutz-Seite von Butenland, die Meinungs- und
    Gedankenpolizei Streife läuft. Das ist keine gute Ent-
    wicklung.

  22. Inga sagt:

    Liebe Ursula,

    hoffentlich übernimmst Du auch die Verantwortung für Deine unzerredeten einfachen Lösungen. Alles Gute auf dem Weg.

  23. Cornelia sagt:

    @Inga: Es ging eingangs um das religiöse SCHÄCHTEN. Bist du noch am Thema???
    Die einfache unzerredete Lösung heißt: AUFHÖREN DAMIT!
    Was sonst?

    Kann Ursula`s Frust gut nachvollziehen!

  24. Cornelia sagt:

    PS:@Ursula: Habe, angeregt durch deinen Post, Christen/Kirche und Tierschutz – die skandalöse Osterlämmeraktion – recherchiert und bin auf „Kirche und Tiere e.V.“, kurz „AKUT“ gestoßen.
    Klitzekleiner Trost in dem ansonsten sehr, sehr trüben Thema.

  25. Inga sagt:

    @Cornelia
    O-Ton Ursula:
    „Im Übrigen bin ich der Meinung, dass ALLE Religionen/
    Ideologien bzw. deren jeweilige Auslegung mit ihrer Ver-
    achtung der Tiere massgeblich das heutige Tierelend, das
    wir alle beklagen, mitverursacht haben. (Hiervon nehme ich
    den Buddhismus ausdrücklich aus.) Also muss auch hier
    angesetzt werden, um die Situation zu verbessern.“

    Darüber habe ich mich mit ihr ausgetauscht.

    Über das Schächten hat auch Ulla fundiert geschrieben. Wir alle hier kämpfen gegen Verhalten, das Tieren Leiden verursacht, glaube ich.

    Schreien ist nicht nötig.

  26. Gabriele sagt:

    @Liebe Inga: Schreien tun wir vielleicht nur aus Verzweiflung, ich jedenfalls, weil wir vielem gegenüber ohnmächtig und machtlos sind. Wir können nur uns selber ändern und an uns selber arbeiten, die Fehler, die wir bei anderen sehen stehen nicht in unserer Verantwortung.

    @Margitta: geschredderte Küken – die Alternative: keine Eier mehr produzieren, keine Eier mehr kaufen, keine Eier mehr essen, keine Produkte kaufen, die Eier enthalten. Aber, das wird wohl ein Traum bleiben. Wer Eier essen möchte und einen großen Garten hat, könnte selber Hühner halten und sie leben lassen, bis zu ihrem natürlichen Tod. Hat man Hähne, braucht man tolerante Nachbarn, wegen dem Krähen. Liebe Margitte, hoffe mein Statement war kurz genurg.

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