Denn Tiere sind keine Maschinen

Gestern und heute: Drehtag auf Hof Butenland

von Admin, am 21.05.2015.

lui interview

Für eine 30-minütige TV-Dokumentation zum Thema „Grundrechte für Tiere – brauchen wir eine neue Ethik? Wie soll sie aussehen?“ begleitet uns zwei Tage lang ein Filmteam.

Den Sendetermin geben wir rechtzeitig bekannt.

Foto: Im Interview – Prinz Lui, die Rampensau

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Kategorie: Presse und TV

25 Antworten zu “Gestern und heute: Drehtag auf Hof Butenland”

  1. Inga sagt:

    Au fein! Ich hoffe, Elvira (? es tut mir leid, ich neige da immer noch zu Verwechslungen) ist auch zu Wort gekommen, obgleich der Prinz sicherlich mit wünschenswerter Klarheit Stellung bezogen hat. Lenchen hätte wohl auch einen guten Kommentar abgeben können, wenn sie den Kopf frei gehaben hätte. Und überhaupt alle. Aber da es nun Mal kein mehrstündiger Film wird, ist Prinz Lui als Vertreter sicherlich eine Gute Wahl.

  2. Ulla39 sagt:

    Die Aufmerksam tut Prinz Lui sicher sehr gut und auf andere Weise ganz Butenland.

    Prinz Lui als Rampensau zu bezeichnen, finde ich nicht so nett.

    Bitte, wann kommt die Sendung??

    Weitere Anmerkung: Kuhaltersheim stimmt ja so langsam nicht mehr. Es ist eher ein Mehr-Generationen-Zuhause.

  3. Dagmar sagt:

    Liebe Ulla,
    da hast Du aber voll Recht! Und das Wort finde ich auch nicht schoen. Da hats schon bessere gegeben.
    Hast Du Deine neue Brille schon?
    Hatte gestern schreiben wollen, dass Schmetterlinge doch Tierchen fuer Dich waeren, so ohne Haare und Federn, wegen Deiner Allergien. Dann ist mir eingefallen, dass Schmetterlinge in enger Verbindung zu Bluetenstaub stehen und ich bin wegen Dir ein wenig traurig geworden. Ich find das so schlimm, dass ausgerechnet Du, die so lieb ueber Tiere schreibt, eine Allergie gegen sie hat.
    Lieber Wolfgang,
    den Filmbeitrag werden wir uns dann wieder auf Youtube ansehen, sobald er da zu erreichen ist.

  4. Ulla39 sagt:

    Du hast mir so lieb geschrieben, liebe Dagmar,ich danke Dir. Ich liebe Schmetterlinge ganz besonders, wie auch Kolibris, die Farben, ihre Eleganz, und sie ernähren sich nur von Pollen. Da man sie ohnehin nicht anfassen kann, macht mir das nichts aus, ähnlich wie bei Bienen und Hummeln. (Ich muß mich endlich um ein Insektenhotel für den Garten kümmern.)
    Die Brille will ich morgen abholen. Nach dem Regen gestern mußte ich noch dringendere, aufgeschobene Dinge außer Haus erledigen.
    Weißt Du, ich bin dankbar, in einem Reihenhaus zu wohnen. Es wäre hart, wenn es eine kleine Wohnung wäre, und dann Fenster und Türen geschlossen, während draußen der Sommer vorüberzieht!?!?

  5. Inga sagt:

    Liebe Ulla, liebe Dagmar, stimmt schon, eine Rampensau will wohl niemand sein. Aber einer muss ja die Öffentlichkeitsarbeit machen. Vernunft und Liebe, wie die Butenländer Menschen sie vermitteln, erreichen in so kurzer Zeit vielleicht nicht die gewünschte Aufmerksamkeit. Da muss man die Leute schon angrunzen, um mit seiner Meinung durchzudringen.

  6. Dagmar sagt:

    Ha!
    Ich habe heute auch wieder gegrunzt!
    Hab in einem Laden an der Kasse ein Lob ausgesprochen, dass sie nun endlich Seitan verkaufen. Die Kassiererin meinte “ ich bewundere die Menschen, die vegan leben“ worauf ich ihr sagte, ich bewundere die Menschen, die unbedacht das ganze Leid, Mord und Totschlag in sich rein essen. Stille an der Kasse, die in der Schlange hinter mir haben die Luft angehalten. Aber dann! „Die Tiere sind doch extra dafuer gezuechtet“ ja ja grummel grummel. Mir ist dann nix anderes eingefallen als zu sagen „Wie unsere Soldaten.“
    War vielleicht etwas hart, hat aber gewirkt.

    Und in einem Laden vorher bin ich mit der Verkaeuferin ins Gespraech gekommen, die haben sich einen Bauernhof gekauft. Da gibts auch Moggl (so heiszen bei uns die Kaelbchen) und sie hat zwei gesund gepflegt und eine ganz enge Bindung zu ihnen und demnaechst kommt das Auto… Sie hat geweint. Mitten im Laden. Ich hatte Probleme nicht mit zu weinen.
    Sie wird wohl demnaechst auch mit auf unserer Seite hier sein.

  7. Inga sagt:

    Liebe Ulla, Glückwunsch zum Garten! Da ich jetzt wieder allein in meiner kleinen Wohnung im 1. Stock lebe, kann ich morgens die Fenster weit öffnen oder Furcht, dass eine alte Katze hinausfällt. Aber am liebsten geh ich ganz raus und bin froh, dass ich das ohne Beeinträchtigungen tun kann. Viel Erfolg mit dem Insektenhotel!

  8. Inga sagt:

    Liebe Dagmar, ganz sagenhaft!

  9. Dagmar sagt:

    Liebe Inga,
    ich habe zwischen Jalousie-Fuehrung und Fensterrahmen Estrichgitter aus dem Baumarkt zugeschnitten und rein geklemmt. Da kann keine Katze aufs Dach oder in die Dachrinne klettern. Macht nix kaputt und haelt ohne Nagel, bohren oder kleben.
    Laesst sich auch einfach wieder raus nehmen. Ich hatte vorher zur Miete gewohnt und durfte nichts anbohren. Jetzt, wo ich in meiner eigenen Huette wohne, brauch ich das dann auch nicht.

  10. Inga sagt:

    Liebe Dagmar, gute Idee. Ich hab im Sommer immer die Balkontür offen gehabt (Balkon mit Sicherheitsnetz abgedeckt). Nicht dass Baschi besonderes Interesse dran gehabt hätte.

  11. Dagmar sagt:

    Und sagt bitte mal jemand dem Prinz Lui, dass Pipi Langstrumpf heute Geburtstag hat?
    Sie wird 70 und meint immer noch : „Lass dich nicht unterkriegen; sei frech und wild und wunderbar.“

  12. Doris sagt:

    Prinz Lui ist doch soooo gerne die Rampensau. Dann lasst ihm doch den Job.

    Gestern war so ein toller Tag, und heute: Wieder eine Öl-Katastrophe. Wo das doch sooo sicher ist in der tiefen See Öl zu fördern.
    Und ich habe den Verdacht, dass hier nachts gewildert wird. Vermutlich mit Schlingen/Fallen. Jetzt wird es richtig kriminell.
    Leute, das ist der Ausverkauf:
    Hier geld-raffgiere Ölkonzerne, denen die Erde sowieso „sch.-egal“ ist. Und hier Wilderer, die die letzten Wildtiere anlocken und auffressen.
    Was soll man denn da noch tun? Wie kann man das noch stoppen?

  13. Inga sagt:

    Liebe Doris, ich bin sicher, Du tust so einiges dagegen, so viel in Deinen Möglichkeiten liegt. Geh anständig mit Dir um und glaub dran, dass es außer der schier überwältigenden Grausamkeit und Gedankenlosigkeit in ringsumher auch noch andere Welten mit überwältigender Schönheit gibt. Jeder einzelne Schmetterling, von denen hier die Rede war, ist eine solche Welt, ein Leben, jedes Buchenblättchen, das im Frühjahr aus der Knospe springt (und wie viele gibt es davon!), ganz zu Schweigen von Lenchen und Emil oder den Sternen am Himmel. Das alles ist nicht klein und unbedeutend, sondern etwas unfassbar Wundervolles. Die Welt ist zu groß, sie geht nicht an uns zugrunde. Gönn Dir die Pause, das zu sehen, verzweifle nicht.

  14. Dagmar sagt:

    Liebe Inga,
    das ist der Weg!
    Hab dauernd ueberlegt, was ich Doris schreiben koennte, das ihr hilft und ihr ein wenig Licht und Waerme bringt.
    Einfach mal nicht mehr so in die Weite sehen, sondern schauen, welche Wunder es genau vor unserer Nase gibt. Bei sich bleiben und Kraefte sammeln und sich an kleinen Dingen freuen.
    Ich hab Zeiten, da kann ich einfach nicht mehr in die Nachrichten schauen. Dann setz ich mich vors Haus und schau den Voegeln zu. Konzentrier mich auf das Jetzt und Hier, weil ich sonst ins Schreien kaeme und am Ende nichts aendern kann, mich aber selbst kaputt mache.
    Liebe Doris, ich wuensch Dir eine friedliche Nacht.

  15. Gabriele sagt:

    Ich finde das Wort „Rampensau“ von seiner Bedeutung her eigentlich gar nicht so negativ. Es handelt sich doch um eine Person, die gern im Mittelpunkt steht. Ich habe darüber lachen können, weil die Admin es sicher nicht böse meinte Prinz Luis so zu betiteln. Er ist doch nun mal sehr präsent, wie er immer so vor dem Haus in seinem Körbchen liegt.

    @Ulla39: Liebe Ulla, ich wollte Dir nur zu Deiner Information schreiben, dass Kolibris und Schmetterlinge sich von Blütennektar und nicht von Pollen ernähren. Bienen sammeln Blütenpollen an ihren Hinterbeinen.

    @Dagmar: Liebe Dagmar, wenn Leute meinen, dass Tiere ja dafür gezüchtet werden, um sie aufzuessen, zeigt doch wieder mal nur, wie einfach diese Menschen es sich machen und, dass sie nicht im geringsten über das Leid nachdenken, sondern nur an den eigenen „Genuß“. Heißt denn gezüchtet, dass sie deswegen nicht leben und nicht fühlen, für sie? Wie moralisch und unethisch ist es sich an wehrlosen und schwachen Wesen zu vergreifen. Solche Leute sind einfach dumpf in der Birne. Mit denen zu diskutieren macht keinen Sinn. Am besten man sagt nur einen tiefgreifenden Satz, der sie vielleicht und hoffentlich aufrüttelt und beendet dann das Gespräch. Sonst ärgert man sich doch nur über die Blödheit und Gleichgültigkeit der anderen, deren Bewußtsein noch nicht ausreichend entwickelt ist. Wie wäre der Satz: „Wenn Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken“? Und dann einfach weggehen. Die sind doch so dumm, dass sie erstmal nichts entgegnen können und mit offenem Mund blöd aus der Wäsche gucken.

    @Doris: Liebe Doris, ich kann Dich so gut verstehen. Mir geht es genauso wie Dir, bin auch so traurig, wie lieblos und respektlos die Menschheit (nicht alle) mit dem Leben anderer umgeht. Ich kann auch das Schöne sehen, kann mich auch darüber freuen aber, mein Herz ist immer am weinen über das ganze unnötige Leid in der Welt und darüber, dass ich nichts daran ändern kann.

  16. Gabriele sagt:

    Ich meinte natürlich wie „unmoralisch“ ist es sich an Wehrlosen und Schwachen zu vergreifen.

  17. Ulla39 sagt:

    @ Euch alle zusammen: Gegen das Wort Rampensau habe ich nur etwas, weil „Sau“ für sich allein nicht unbedingt etwas Liebenswürdiges ist.

    Und danke, daß Schmetterlinge sich vom Nektar ernähren. Was genau das ist, muß ich noch nachsehen… ehem…

    Und zu einem Sicherheitsnetz für Katzen: Ich weiß, die sollen sinnvoll sein etc. Ich weiß aber auch, daß eine Katze, die sich darin verheddert, sich selbst nicht mehr befreien kann, weil das Netz ja nachgibt und sie sich nicht abstützen kann. Wenn kein helfender Mensch in der Nähe ist, kommt sie darin um.

    Und: Ich habe auch Zeiten, in denen ich nicht mehr Nachrichten sehen, hören, lesen möchte und mich unserer Politiker schäme.

    Und nun erst recht gehe ich jetzt in Butenland spazieren und freue mich über diejenigen, die Menschlichkeit üben sei es durch Taten oder Kommentare.

  18. Tina sagt:

    Was die Raupe Ende der Welt nennt,
    nennt der Rest der Welt Schmetterling.
    Laozi
    Vielleicht sind wir Menschen gerade in diesem Entwicklungsstadium analog der Raupe vor der Verpuppung…
    Und einige sind schon etwas weiter, während wenige bereits Schmetterlinge sind und fliegen können und damit die wichtige Aufgabe haben die Plüttenpollen weiter zu tragen damit die Welt erblühen kann.

  19. Inga sagt:

    Unsere Sprache ist von Tiernutzern verhunzt, deshalb gibt es bei der Rampensau gleich zwei Probleme, einmal mit der möglichen Abwertung des „Im Mittelpunkt stehen wollen“ (was ja mitunter gar nicht schlecht ist), und dann eben die Sache, dass „Sau“ als übles Schimpfwort gebraucht wird. Letzteres können wir uns zumindest abgewöhnen und uns darin üben, es auch nicht unbedingt so zu verstehen. Ganz und gar wird das allerdings nicht gelingen. Denn das wir es verstehen, ist nunmal die Voraussetzung dafür, dass wir Leute verstehen, die es so gebrauchen. Gibt keine Lösung, solange das Problem der Abwertung von Tieren insgesamt nicht gelöst ist, fürchte ich.

  20. Dagmar sagt:

    Liebe Ulla,
    wenn Du jetzt dann Deine neue Brille hast, empfehle ich Dir das Buch „Das Schwarzmond-Tabu“ von Jutta Voss. Das wird Deine Einstellung zum Wort „Sau“ grundlegend aendern.
    Hier ist ihr Leben und ihre Arbeit kurz umrissen

    http://de.wikipedia.org/wiki/Jutta_Voss

    Ich wollte, ich haette das Buch schon in meiner Pubertaet lesen koennen, nur war es da noch nicht geschrieben, und „Sau“ so ziemlich die schlimmste Beleidigung.
    Frau Voss hat die „Sau“ wieder auf den Platz gestellt, der ihr gebuehrt.

    Im deutschen Kartenspiel ist die hoechse Karte die Sau.
    Bei uns ist es ein sehr groszes Kompliment, wenn einer sagt „Du bist a Sau auf Deinem Gebiet“ also soetwas wie ein As.

    Das Wort „Rampensau“ klingt fuer mich, von der Sprachmusik her, brutal. Deswegen mag ich das nicht.

  21. Inga sagt:

    @ Ulla, zum Sicherheitsnetz: gut zu wissen, vielen Dank. Bei mir war es allerdings eher ein Sicherheitsnetz für meine Fantasie. Abgesehen davon, dass die Balkonbrüstung so hoch ist, dass ich selbst lieber im Wohnzimmer mit den großen Fensterflächen bleibe: Die alte Dame zog ja auch das Drinnenleben vor.

  22. Liebe Dagmar, liebe Gabriele,

    Marc Rowlands, ein britischer Philosoph, hat dazu mal etwas ganz Kluges gesagt:

    „Ohne uns gäbe es die Tiere gar nicht. – Das stimmt. Na und? Unsere Kinder würden ohne uns auch nicht existieren. Das bedeutet aber nicht, dass man mit seinen Kindern machen darf, was man will, nur weil man sie hervorgebracht hat. Dass man etwas hervorgebracht hat, heißt im Allgemeinen nicht, dass man uneingeschränkte Rechte über es hat.“

  23. Inga sagt:

    Liebe Mira, guter Stoff für’s „Grunzen“, wie Dagmar es gemacht hat, vielen Dank. Man könnte vielleicht auch noch drauf hinweisen, dass es sich ohnehin nicht gehört, lebendige Wesen zu besitzen in dem Sinne, dass man mit ihnen tun kann, was man will. Spricht sich allmählich herum auf der Welt, Sklaverei geächtet, Kinderschlagen auch, bei Frauen haben einige Länder noch Probleme, und bei den anderen Spezies fangen wir gerade erst an.

  24. wolfgang sagt:

    Sich in ein Lebewesen hineinversetzen zu können und die Welt
    durch seine/ ihre Sinne wahrnehmen zu können erweitert den Horizont doch ganz fantastisch!
    Die Umwelt durch dieses einmaligen Lebewesen zu fühlen und zu erfahren und zu l e r n e n , sich eintauschen in eine
    neue und aufregende Welt, eintauchen und das eigene Leben erweitern, Ideen spiegeln, vertauschen, frei sein von anerzogenen Zwängen und oktruierter Ignoranz gegenüber Tierrechten, die Welt ganz neu erfahren das kann uns Menschen so erfüllen das man ein ganz neues Bewußtsein bekommt.

  25. Dagmar sagt:

    Liebe Mira,
    wenn sich ein Lebewesen in meine Obhut begibt, egal ob Mensch oder Tier, egal auf welche Weise, hab ich die innere Verpflichtung fuer sein Wohlbefinden zu sorgen, mit allen mir zur Verfuegung stehenden Mitteln.
    Vertrauen gegen Vertrauen, ehrlich und aus vollem Herzen.
    Nur so kann ich doch vor mir bestehen. Nur so finde ich Ruhe und Frieden in mir.

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