Denn Tiere sind keine Maschinen

„Den Kühen geht es gut“

von Admin, am 27.06.2014.

kuh mit strick

Diese tragende Kuh lebt seit langer Zeit mit einem bis auf den Knochen eingewachsenen Strick auf einer Weide an einem öffentlichen Weg. Es ist nicht das einzige Tier dort, das deutliche Krankheitsanzeichen (u.a. starkes Humpeln) aufweist. Auf Ansprache sagte der Bauer, dies sei gang und gebe, den Kühen gehe es gut und er sehe hier keinen Handlungsbedarf. Wir haben umgehend das Veterinäramt informiert und bei einer Beschlagnahmung die Aufnahme angeboten, sowie auch bei Übernahme alle Kosten zu tragen.

Sollte hier wider Erwarten keine Hilfe für das Tier erfolgen oder es getötet werden, wird wie im Fall (unten) eine Strafanzeige erfolgen.
Zuständig ist Frau Dr. Witthöft, veterinaeramt@landkreis-stade.de, die nähere Auskünfte erteilen kann.


Kategorie: Aufklärung,Kuhaltersheim,Kühe,Rinder

15 Antworten zu “„Den Kühen geht es gut“”

  1. Hartmut sagt:

    Guten Morgen Karin und Jan Und da wundert sich der Bauernverband über das in der Bevölkerung zunehmende Unbehagen was Tierhaltung betrifft (als Reaktion darauf gibt der Bauernverband die Zeitschrift Meat heraus die uns zeigt wie die Tiere in Deutschland wirklich leben 😉 Macht bitte weiter auch mit solchen Berichten Ich denke, daß immer mehr Menschen bewusst wird, was da eigentlich auf ihrem Teller liegt trotz aller „Hochglanz Journalismus Bemühungen“ der Intensivtierindustrie…

  2. Angela Franke sagt:

    Ich habe gerade eine Protestmail an das zuständige Veterinäramt geschickt.

  3. Luna sagt:

    Ich frag mich gerade ,was ich da denken oder sagen soll?
    Wichtig ist,dass dieses wirklich so erbarmungswürdig schlecht behandelte (noch) namenlose Mädchen auf Hof Butenland ein neues zu Hause findet.
    Dass sie nicht sinnlos getötet wird und ,dass das Veterinäramt schnell handelt.
    Ich frage mich,was es da gross zu überlegen gibt.
    An diesen Bauern sollte man nicht den geringsten Gedanken verschwenden,er ist es einfach nicht wert.Auch wenn ich ihm die sogenannte Pest an den Hals wünschen würde,es nützt nichts und hilft nichts.Er ist schon mit seiner Art zu leben und zu handeln genug bestraft.
    Ich hoffe,dass das Mädchen ohne Namen bald in Freiheit und ohne Schmerzen bei Euch leben darf.
    Und,fast zu schön um wahr zu sein,ihr Kind bei Euch zur Welt bringen darf…
    @Angela Franke:Vielleicht nützt es ja wirklich etwas an das Mitgefühl oder an was auch immer bei Frau Dr. Witthöft zu appelieren.Eigentlich muß man doch davon ausgehen,dass den Menschen auf den Veterinärämtern auch das Wohl der Tiere, hoffen wir mal,am Herzen liegt.

  4. wolfgang sagt:

    Das wäre wunderbar wenn ihr die Kühe retten könnt.
    Unsere Mitgeschöpfe zu retten ist das Wichtigste.
    Ich bin jetzt sehr traurig angesichts der armen tragenden Kuh, kann ich mit Worten nicht beschreiben.

  5. Antje sagt:

    Zum Thema „Den Tieren geht es gut“ kann ich noch den folgenden Beitrag beisteuern: http://www.ostsee-zeitung.de/Vorpommern/Ruegen/Grausiger-Fund-Kuh-lebendig-ueber-Bord-geworfen
    Der Artikel wurde am 25.06.14 erstaunlicherweise sogar auf der Titelseite unserer Tageszeitung veröffentlicht. Neben dem Entsetzen darüber, dass solche Transporte per Seeweg überhaupt legal durchgeführt werden dürfen, bleibt die deprimierende Erkenntnis, dass auch in diesem Fall nach der öffentlichen Empörung vermutlich kein Verantwortlicher ermittelt und bestraft werden wird.

  6. Amanda sagt:

    Da bleibt einem die Luft zum Atmen weg, die Tränen laufen und man wird wütend auf alle, die da meinen den Tieren gehts gut. Schlage vor dem Bauern einen solchen Strick zu verpassen und ihn, wie die Kuh, im Stall anzubinden und ihn mal so eine Woche schmoren zu lassen, bei Wasser und Brot was er sich natürlich aus dem Trog angeln muss.

  7. naficeh sagt:

    @ Amanda,
    auch ich wünschte so wie du, es diesem UN-MNENSChEN so richtig gut gehen zu lassen!!! so gut, wie es den ihm anvertrauten tieren geht. wahrscheinlich ist die gequälte kuh nur eines von vielen anderen tieren bei ihm, die er so grausam behandelt.
    wie kann er ihr in die augen schauen und nicht vor scham und gewissensnot zusammenbrechen?
    Schande.

  8. Gabi sagt:

    Habe auch gerade an Frau Dr. Witthöft geschrieben. Wie krank müssen denn die Menschen sein, die mit Tieren so umgehen. Man sollte dem Bauern auch einen Strick so fest umbinden, dass er einwächst und dann so tun als sei das normal.

  9. Vera Fauner sagt:

    Es ist mir unverständlich, dass die Leiterin des Veterinäramtes des Landkreises Stade, Frau Dr. Witthöft, die Kuh nicht sofort beschlagnahmt hat, zumal dem Kreis durch das Angebot von Butenland zur Aufnahme des Tieres keine Kosten entstanden wären. Es hat den Anschein, dass der Tierhalter die Tiere vorsätzlich unter Mißachtung aller gesetzlichen Vorschriften, Richtlinien und Empfehlungen hält und leiden läßt, was ein Tierhaltungsverbot rechtfertigt.
    Der Verfassungsrang des Tierschutzes verpflichtet die Behörden bei nicht tierschutzgerechter Haltung
    entsprechend dem Umfang des Verstoßes zu handeln, es liegt nicht im Ermessen des zuständigen Veterinäramtes, ob es eingreift, es muß eingreifen. Das Grundrecht Tierschutz im Zusammenbhang mit § 16a TSchG ermöglicht es der Veterinärbehörde, u.a. Sofortmaßnahmen durchzuführen.

  10. Doris sagt:

    @Antje, über so ähnliche „Funde“ wurde bereits 2013 einmal berichtet. Exakt die gleiche kriminelle Vorgehensweise. Man hatte die Tiere aber bevor man sie über Bord geworfen hatte gnädiger Weise (wie ironisch das jetzt klingen muss) erschossen.

  11. Mail an
    Frau Dr. Witthöft, veterinaeramt@landkreis-stade.de

    Guten Tag, Frau Dr. Witthöft,

    als zuständige Tierärztin fordere ich Sie öffentlich auf, umgehend dem Ihnen wohlbekannten elenden Leiden der Kühe ein Ende zu machen und insbesondere das arme Tier mit dem eingewachsenen Strick umgehend Hof Butenland zur Pflege anzuvertrauen.

    Die Frage ist doch, ob Sie Ihrem Auftrag (derzeit) überhaupt gerecht werden, oder man nicht gleich besser eine Anzeige gegen Ihre ganze Behörde stellen sollte.

    Zumindest wird es der Öffentlichkeit nicht verborgen bleiben, wie Sie weiter verfahren. Wir verfolgen jeden Ihrer weiteren Schritte sehr aufmerksam. Das ist ein Versprechen.

    Freundliche Grüße
    Erika Reußwig

  12. Susanne sagt:

    Schlimm, was es für schlimme Auswüchse unter uns Menschen gibt; wa sist nur aus uns Menschen geworden! Wo ist unser Mitgefühl…dieser Bauer merkt nichts mehr, hat sein gefühl total abgekapselt! Der Fall auf den Antje hinweist ist ja auch grausam, das erinnert mich an das Hai-Finning, wo Männer den Teiren die Rückenflossen abschneiden und sie dann lebendig wieder in das Wasser werfen… was sit nur los auf dieser Welt, wie kann es sein, dass so viele Menschen in diesem System ihr H E R Z und Mitgefühl verlieren.

    Hier ein sinngemäßes Zitat, dass ich diese Woche hörte:
    „Die Gleichstellung der Welt nach den Interessen des Marktes macht unsere Welt hässlich, grausam,
    kalzherzig, brutal und armselig…usm.“

    Es ist an uns das täglich zu ändern…und ganz wichtig dabei ist unseren Konsum zu übderdenken und so einfach wie möglich zu leben. Nicht haben wollen, mitmachen müssen–sich aus Zwängen zu befreien die uns nicht gut tun – usw.

    Also nach der ersten Aufregeung und verständlichen Wut, an die Arbeit machen, selber menschlich sein wo es nur geht und die Menschen auf ihr Mitgefühl hinweisen.

    Die Menschen sind im System gefangen, sie merken nicht mehr was sie da tun und das sie ihre Gefühle abschalten im Umgang mit den Lebewesen. Weisen wir sie -mit diesem Wissen- darauf hin, erinnern wir sie immer wieder an ihre Menschlichkeit!! Dazu gehört auch unser Mut und unsere Weisheit!

  13. Luna sagt:

    @Erika Reußwig:Das ist eine ganz tolle Mail,die es einfach ganz genau auf den Punkt bringt,sachlich und direkt und Frau Doktor weiß nun,dass Sie im Fokus steht.
    @Susanne:Du hast so recht,das macht mir Mut immer weiter zu machen.Bin ja nicht allein unterwegs damit:).
    Hab Dank dafür.

  14. Kgabi sagt:

    Ich bin entsetzt und habe soeben auch an Frau Dr. Witthöft geschrieben 🙁

  15. Bernd Nowack sagt:

    Was mich dringend interessiert, was aus der Kuh geworden ist? Ist sie gerettet worden? Wie geht es ihr?

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